Fantomzeit

Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

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Aktuelle Hauptbeiträge:

16. Januar 2012                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Das Reich Karls des Großen

Eine Kritik von Heribert Illig
(aus Zeitensprünge 3/2011)

Becher, Matthias / Ehlers, Caspar / Hageneier, Lars / Hartmann, Wilfried / Schieffer, Rudolf / Schneidmüller, Bernd / Weidinger, Ulrich (2011): Das Reich Karls des Großen; Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 128 S., 105 Abb. [= RK]

Über den großen Karl ist ja schon dies und jenes geschrieben worden, über sein Reich durchaus weniger. Deshalb erhofft sich der Leser Aufschlüsse zum Beispiel über Fläche und Bevölkerungszahl, über Heer und seine Bewaffnung, über Städte und Pfalzen, über Infrastruktur wie Straßen oder Schiffsverkehr, über Handelszentren und etliches anderes mehr. Doch es bleibt bei der Hoffnung. Der Titel ist nur ein Verkaufstrick, um ein weiteres Karls-Buch auf den Markt zu bringen. Bringt es wenigstens zu seiner Titelfigur neue Einsichten? Wir wollen sehen.

Da erfahren wir zu Einhard und seiner Vita Karoli: „Etwas Vergleichbares hatte es bis dahin nicht gegeben“, doch noch auf derselben Seite werden als längst bekanntes, direktes Vorbild die Kaiserbiographien von Sueton genannt [RK 21].

Einmal mehr werden die Sachsenkriege nacherzählt. Hier ist neu, dass Becher zunächst die traditionelle Zahl von 4.500 hingerichteten Sachsen nennt, aber bei Betrachtung der Quellen nur noch von 3.000 spricht, als kenne er noch eine nur ihm bekannte Zweitquelle [RK 37, 110].

Der Ostrand des Reiches ist auf der Europakarte ausgefranst wie eh und je. Derzeit hätte sein Einfluss bis ins ostkroatische Osijek (Esseg) und ins bosnische Mostar gereicht und Korsika umfasst, das ihm allein die gefälschte Konstantinische Fälschung zuspricht [RK Karte 38 f.].
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Friedrich : 24. Januar : Es ist schon ganz witzig, wenn die Autoren schreiben: „… seine angebliche Erfindung war ein bloßer Gag …“. Es lacht nur ... Weiter ...

29. Dezember 2011                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2011/03

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 23, Heft 3, Dezember 2011

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515 Editorial
517 Heinitz, Volker: Rätselhaftes Zinn – eine Fortschreibung
521 Otte, Andreas: Der 6. Tag der antiken Numismatik.
Münzen, Medaillen und Siegel
527 Illig, Heribert: Sieben Severine. Eine Zusammenschau
536 Illig, H.: Die Befestigungen von Rom und Konstantinopel
551 Meisegeier, Michael: Frühchristlicher Kirchenbau … zu
früh! Teil 3: Tebessa, Syrien, Frankenreich
581 Dumbs, Mathias: Fragen zum historischen Gehalt der
Figur Kaiser Konstantins d. Gr.
611 Illig, H.: Reichskirche, Konstantin und Theodosius.
Gedanken zu einer Konstantin-Biographie
618 Heinsohn, Gunnar: Österreich ohne Spätantike
647 Heinsohn, G.: Aventicum. Roms helvetische Hauptstadt
651 Illig, H.: Verdoppelte Phantomzeit? Eine Abwägung
681 Laszlo, Renate: Der angelsächsische Codex Exoniensis
699 Thiel, Werner: Datierungspotpourri zur Leerzeitfüllung
705 Suhr, Detlef: Die Karlsleiche Ottos III. Medizinische
Wertung einer Gruselgeschichte
715 Illig, H.: Das Reich Karls des Großen. Eine Kritik
722 Anwander, Gerhard / Illig, H.: Jahrtausend-Katastrophen.
Unwetter, Tsunamis und Impakte in Europa
729 Otte, A.: Stratigraphie und Chronologie. Prinzipien der
natürlichen Stratigraphie, kritisch hinterfragt
736 Heinsohn, G.: Lappentaucher und Dinosaurier
742 Otte, A.: Gespenstische Physik. Die Verleihung des
Physik-Nobelpreises 2011
749 Diverses
758 Register für den 23. Jahrgang
771 Verlagsnachrichten

ISSN 0947-7233

17. Dezember 2011                     Kategorie(n): Mittelalterdebatte

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ARTE: Kathedralen – Wunderwerke der Gotik

Am Mittwoch, 4. Januar 2012 um 20.15 Uhr zeigt der Fernsehsender ARTE erneut

Kathedralen – Wunderwerke der Gotik

(Frankreich, 2010, 81 min)
Regie: Christine Le Goff, Gary Glassman

Wiederholungen:
05.01.2012 um 14:45
08.01.2012 um 10:25
16.01.2012 um 15:05
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20. November 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Mondfinsternisse und Jupiterbedeckungen. Ein Querverweis zur Phantomzeitdauer?

von Norbert Giesinger (aus Zeitensprünge 2/2011)

Joseph Ashbrook erwähnt im August 1972 in Sky and Telescope einen Bericht des Simeon (Symeon) von Durham (um 1060–1130) und seine Zuordnung auf das rückgerechnete Ereignis von 755 AD – Mondfinsternis mit gleichzeitiger oder unmittelbar anschließender Jupiterbedeckung.

Der belgische Meteorologe und Astronom Jean Meeus hat, neben der Erstellung des Fundamentalwerkes Kanon der Sonnenfinsternisse / Kanon der Mondfinsternisse, zusammen mit Hermann Mucke, die weitbekannten Astronomical Algorithms und einige Bücher zu Finsternissen und Bedeckungen geschrieben.

Im seinem Buch Mathematical Astronomy Morsels von 1997 gibt Meeus auch eine Darstellung von Planetenbedeckungen bei Mondfinsternissen, mit deren Berechnung er sich mit Co-Autoren schon 1977 beschäftigt hat [Meeus/Maanen/Können]. Aus zahlreichen Arbeiten, Veröffentlichungen und Korrespondenzen ist Seriosität und tiefgreifende Kenntnis von Meeus zu derartigen Fragen zu ersehen.
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20. September 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Was las man denn zur Karolingerzeit? – Teil IV

von Paul C. Martin (aus Zeitensprünge 2/2002)

Was gelesen werden kann, muss zuvor geschrieben worden sein. Dabei muss es sich bei dem Geschriebenen um Texte handeln, die im Abendland in der Zeit „um 800“ in Form von Schriftrollen, Kodizes oder Einzelblättern vorhanden gewesen sein müssen. Als Material kam Papyrus oder Pergament in Frage.

Theo Kölzer hat uns mit seiner Edition der Merowinger-Urkunden bemerkenswerte Einsichten in das schriftliche Schaffen der vorkarolingischen Periode ermöglicht [Kölzer 2001].

Von 196 Merowinger-Urkunden, die er ediert, sind für ihn 129 gefälscht, interpoliert oder zweifelhaft, was nebenbei die „mit Abstand höchste Fälschungsquote unter den mittelalterlichen Herrscherurkunden“ [ibid. XII] darstellt. Kölzer landet schließlich bei 38 „Originalen“ des Zeitraums von 625 bis 717, was natürlich die Frage aufwirft, wie viele Urkunden aus dieser „dunklen Zeit“ überhaupt auf uns gekommen sind. Kölzer schätzt nach Ganz/Goffart [1990, 912 f.] den Anteil des Erhaltenen auf weniger als 0,001 % und meint, dass

„selbst einfache Überlegungen [zeigen], daß bezüglich der Königsurkunden mit Sicherheit nur Bruchteile von Prozent überliefert sind“ [Kölzer 2001, XV],

wobei er seinen Lehrer Brühl und sich selbst als Autorität angibt.
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30. August 2011                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2011/02

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 23, Heft 2, August 2011

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259 Editorial
260 Diebitz, Stefan: Ödipus und Echnaton. Besprechung
eines aktuellen Buches / Erinnerung an ein Werk Velikovskys
270 Ernst, Otto: Zur Genealogie der Amarna-Herrscher
277 Weissgerber, Klaus: Zu den Fragen eines kritischen Lesers
280 Bannier, Knut: Griechische Philosophiegeschichte auf
Abwegen
285 Illig, Heribert: Das Wirken der Zisterzienser
291 Ristow, Klaus: Christliche Eremiten auf dem Disibodenberg
295 Illig, H.: Capitulare de villis als Verwaltungsorgie
305 Illig, H.: Kölns Leiden an der Archäologischen Zone.
309 Laszlo, Renate: Warum muss Alkuin in der Phantomzeit
sterben?
339 Illig, H.: Erfundenes England. Zwischen Rekonstruktionskritik
und Neuansatz
355 Giesinger, Nobert: Mondfinsternisse und Jupiterbedeckungen.
Ein Querverweis zur Phantomzeitdauer?
367 Weissgerber, K.: Zu Konstantin VII. Porphyrogennitus
375 Meisegeier, Michael: Frühchristlicher Kirchenbau … zu früh!
Teil 2: Italien (ohne Rom) und Thessaloniki
402 Anwander, Gerhard: Kritik am spätantiken Byzanz,
insbesondere an Justinian I.
424 Illig, H.: Byzanz im Visier. Erinnerung und Zukunft
429 Heinsohn, Gunnar: Ist die Spätantike eine Phantomzeit?
457 Heinsohn, G.: Bato und Attila. Vorschlag zur Lösung des
Hunnenrätsels
474 Illig, H.: Starb Karl der Große in Pompeji? Eine Rezension
476 Kaltenstadler, Wilhelm: Dattenböck und das Nibelungenlied.
Eine Buchbesprechung
478 Otte, Andreas: Bill Gaede’s „Why God doesn’t Exist“. Eine
Radikalkritik der mathematischen Physik
494 Otte, A.: Crackpots of the world – unite! Die 18. jährliche
Konferenz der Natural Philosophy Alliance
505 Frank, Werner: Vom Urknall zum Durchknall. Die abstruse
Jagd nach der Weltformel. Eine Rezension
509 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen / Konrad Fischer
512 Allerlei
515 Verlagshinweise

ISSN 0947-7233

5. August 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Was las man denn zur Karolingerzeit? – Teil III

von Paul C. Martin (aus Zeitensprünge 2/2001)

Karl der Große kannte das Phänomen „Schrift“ bestens. Er hat zahlreiche Urkunden, die das „Karlsmonogramm“ zeigen, mit seinem berühmten „Vollziehungshäkchen“ rechtskräftig gemacht. Es ist ganz unvorstellbar, dass ihm seine Notare nicht mitgeteilt haben, was es mit den Pergamenten, die sie ihm vorlegten, auf sich hatte, zumal es um – in heutiger Kaufkraft gerechnet – milliardenschwere Transaktionen ging.

Der große Kaiser kannte auch das Phänomen „Buch“, also jene Kodizes, die – ebenfalls aus Pergament – aus der „Karolingerzeit“ zu Tausenden überliefert sind, zumindest in Bruchstücken.
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13. Juli 2011                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter

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Heribert Illig: Aachen ohne Karl den Großen

Aachen ohne Karl den Großen

Technik stürzt sein Reich ins Nichts

„Im Rahmen aller Untersuchungsöffnungen können wir übrigens festhalten, dass die Eisenringanker oder Eisenklammerringanker alle satt im karolingischen Mörtel lagen, also im Zusammenhang mit dem Aufmauern eingebaut worden sind.“

Soweit der Befund des Dombaumeisters. Die entscheidende Frage, ob dies für die Aachener Pfalzkapelle vor 800 oder nach 1100 der Fall war, ist nunmehr geklärt.

Ein klarer, ‘eisenharter’ Beweis durch Dr. Heribert Illig, der seit nunmehr 20 Jahren die These vom erfundenen Mittelalter vertritt und gegen alle Widerstände ständig untermauert. Sein Beweisgang beschränkt sich nicht auf die Aachener Pfalzkapelle, das Herz von Karls Residenz und von Karls Reich, sondern bezieht Aachen, Köln, Ingelheim und weitere „karolingische“ Fundorte ein.

199 Seiten, 56 Abb., Paperback
1. Auflage, Juli 2011
Preis: 14,90 € (Inlandspreis einschl. Versand)
Mantis Verlag
ISBN 978-3-928852-43-2

TURUL : 23. Juli : Die entscheidende Frage, ob dies für die Aachener Pfalzkapelle vor 800 oder nach 1100 der Fall war, ist nunmehr geklärt. ???? ... Weiter ...
emma : 4. August : Turuls Kommentar ist etwas kurz geraten! Zum Inhalt des neuen Aachenbuchs: Wer glaubt, hier werde nur ein Abklatsch aus dem "Erfundenem ... Weiter ...
Friedrich : 31. August : Es ist sonnenklar und bestechend logisch: Wenn der Ringanker der Pfalzkapelle homogen mit dem Mauerwerk verbunden ist und nicht vor ... Weiter ...

3. Juli 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Was las man denn zur Karolingerzeit? – Teil II

von Paul C. Martin (aus Zeitensprünge 4/2000)

Zu den größten Rätseln der Bücher- und Bibliotheksgeschichte gehört der Übergang von jenen Texten, die angeblich schon im Altertum und im Mittelalter, dabei vor allem in der uns interessierenden Zeit „um 800“ existiert haben sollen, in die Gegenwart. Seit langem schon geht der Verdacht um, dass ein Großteil dieser Texte (wenn nicht gar alle) ein Fabrikat des späteren Mittelalters bzw. der frühen Neuzeit gewesen sein könnten.
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13. Juni 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Was las man denn zur Karolingerzeit? – Teil I

von Paul C. Martin (aus Zeitensprünge 3/2000)

Die Zeit „um 800“ gilt der traditionellen Historiographie als Periode einer kulturellen Hochblüte. Dies bestätigten uns eben erst die grandiose Karolinger-Ausstellung in Paderborn und die umfangreiche Karls-Biographie des Bremer Ordinarius Dieter Hägermann, die als aktuellstes Standardwerk der Zeit „um 800“ zu gelten hat.

Grundlage jeder kulturellen Hochblüte ist die Schrift. Muss diese nicht in einem langwierigen Prozess ex nihilo entwickelt werden, sondern kann sie auf bereits vorhandene Kenntnisse des Schreibens aufbauen, dann setzt dieses Schreiben zunächst einmal ein Lesen voraus. Nur wer des Lesens und sei es nur des Ablesens mächtig ist, kann auch Schreiben bzw. Abschreiben. Das Lesen muss natürlich vor allem in Bibliotheken gepflegt und auch tradiert worden sein. Dabei lässt allerdings stutzen, wenn aus dem von alter Bibliothekstradition gesättigten Frankreich berichtet wird [Histoire 1989, XXI, Fettungen in allen folgenden Zitaten von PCM]:

„Les bibliothèques médiévales sont une création ex nihilo.“

Wenn schon die Bibliotheken aus dem Nichts heraus entstanden, was ist mit der Schrift?
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11. Mai 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Aktuelle Kontroversen

wiedergegeben von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 1/2011)

Wikipedias Gegnerschaft

Im letzten Heft wurde der Wikipedia-Eintrag zu meiner Person angeprangert, weil er auf einen elf Jahre alten, schon immer falschen Sektenvorwurf reduziert worden war. Dagegen ist insbesondere „bormia“ Sturm gelaufen. So ergab es sich, dass nach Redaktionsschluss fürs letzte Heft, aber vor dessen Auslieferung um den 12.12. die Beurteilung meiner Arbeiten mit 16 Kritiken viel ausführlicher und vordergründig objektiver wurde, während die rufschädigende Sektenunterstellung in eine Fußnote abwanderte. Dies war eine Aktion von dem im letzten Heft kritisierten Matthias Müller-Götz (mmg), allerdings nur halbherzig durchgeführt. Denn die Liste suggeriert, dass sich alle 16 Kritiker einhellig mit guten Argumenten gegen das erfundene Mittelalter gewendet hätten. Davon stimmt nur, dass die mediävistische Phalanx von Anfang an geschlossen auftrat, ging es doch um den aus ihrer Sicht ungeheuerlichen Vorwurf, nicht bemerkt zu haben, dass sie seit fast zwei Jahrhunderten ein Trugbild für wahr und erforschbar hält. Aber ihre Argumente waren häufig schwach, etliche schlicht falsch.
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Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Zeitensprünge 2011/01 : 11. Mai : [...] Illig: Aktuelle Kontroversen [...] Weiter ...
zam : 17. Mai : Wenn Starke in seiner Polemik gelegentlich zu inquisitorischen Formulierungen greift, kann sich so mancher im Gegenzug zu weiterer Polemik herausfordern ... Weiter ...

5. Mai 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Mittelalterdebatte, Zeitensprünge

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20 Jahre These vom erfundenen Mittelalter

Ein Rück- und Ausblick von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 1/2011)

Ursprünglich war diese Zeitschrift [Zeitensprünge vorm. Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart] ganz auf die Antike ausgerichtet – mit dem Blick aus unserer Gegenwart. Aber zu Anfang des 3. Jahrgangs, in der ersten Ausgabe des Jahres 1991 von Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart standen in einem schmalen Heft von 62 Seiten erstmals Argumente für überzählige Zeit im frühen Mittelalter:

Illig, Heribert: Die christliche Zeitrechnung ist zu lang [1/1991, 4-20]
Niemitz, Hans-Ulrich: Fälschungen im Mittelalter [1/1991, 21-35]
Illig/Niemitz: Hat das dunkle Mittelalter nie existiert? [1/1991, 36-49]

Schon einige Zeit hatte es bei den Chronologie-Kritikern wegen der Dunkelheiten im Mittelalter verbal rumort; nun war innerhalb der Gregorianischen Kalenderreform ein Hebel gefunden, mit dem sich eine ungefähre Zeitspanne angeben ließ, und dazu die Jahrhunderte abschätzbar, in denen allein gravierende Verwerfungen zu erwarten waren.
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Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Zeitensprünge 2011/01 : 5. Mai : [...] Illig, Heribert: 20 Jahre erfundenes Mittelalter. Ein Rück- und Ausblick [...] Weiter ...
Ursula lelarge | Yesterthings : 19. Dezember : [...] Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » 20 Jahre … [...] Weiter ...

29. April 2011                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2011/01

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 23, Heft 1, April 2011

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3 Editorial
5 Illig, Heribert: 20 Jahre erfundenes Mittelalter. Ein Rück-
und Ausblick
10 Illig: Aktuelle Kontroversen
29 Illig: Die Debatte um das erfundene Mittelalter. Stimmen
der Gegner und seiner Verteidiger
51 Illig: Aktualitäten aus der Karolingerzeit. Zwischen
Madrid, Aachen, Höxter, Dubrovnik – Wikinger und
Konstantin VII.
65 Illig: Zwischen den Kalenderreformen von Cäsar und
Gregor XIII. liegen nur 1.330 Jahre. Kalendarisch
bestätigt: die These vom erfundenen Mittelalter
77 Illig: Vom Palasträtsel zur Null
83 Laszlo, Renate: Der altenglische Gelehrte Alkuin von
York (II)
107 Otte, Andreas: SIS und die Phantomzeit
129 Otte: „Holy Warriors“ von John J. O’Neill. Rezension
134 Koch, Marianne: Glaube und Kredit. Ein
rechtsgeschichtlicher Blick auf die Eigentumsverhältnisse
von Kirche und Tempel – Teil 2
164 Heinsohn, Gunnar: Gilt Asiens chronologische Lücke von
300 bis 600 für die ganze Erde?
194 Illig: Wahr wird falsch und falsch wird wahr. Preisung
197 Weissgerber, Klaus: Altanatolische Randregionen (II)
Neue Bücher zu Troia und Ahhijawa (Hethiter VI /
Hellenica IV)
206 Radke, Ralf: Alles eine Frage des Glaubens? Ein
Versuch, die 19. ägyptische Dynastie zu rehabilitieren
212 Hamacher, Anne: Mittleres Reich und Nubien. Zur neuen
Chronologie von Klaus Weissgerber
215 Illig: Keltenausstellung in Völklingen. Bericht
218 Heinsohn: „Wie Fischbrut im Meer“
220 Spieker, Reiner: Labyrinthe des Gilgamesch
249 Illig: Waldseemüller, Karten und Amerika. Rezension
255 Leserbriefe und anderes

ISSN 0947-7233

"Für die Zeitstellung der fränkischen Keramik aus den Kaiserthermen haben die Fundumstände keine nennenswerten Anhaltspunkte ergeben, sie ließen lediglich in einzelnen Funden erkennen, dass die fränkische Keramik sich an die letzten römischen Formen anschließt; in welchem Zeitabstand sie diesen folgt, ob unmittelbar anschließend oder durch Jahrhunderte [sic!] getrennt, bleibt durchaus unentschieden"
[Ludwig Hussomg in 'Die Trierer Kaiserthermen', posthum 1972, S. 99]