Fantomzeit

Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

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1. Februar 2010                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Hat das dunkle Mittelalter nie existiert?

von Heribert Illig und Hans-Ulrich Niemitz

[Redaktionelle Notiz: Es handelt sich hierbei um den zweiten Beitrag zur mittelalterlichen Phantomzeit aus Zeitensprünge 1/1991. Gemeinsam mit zwei weiteren Beiträgen aus dem gleichen Heft markiert er den Beginn der Beschäftigung mit dem Mittelalter aus chronologischer Sicht in den Zeitensprüngen.]

Das Mittelalter gilt nicht deshalb als dunkel, weil es eine finstere, unmenschliche, grausame Zeit gewesen wäre, sondern weil die Quellen es so schlecht erhellen. Das gilt insbesondere für das frühe Mittelalter, in viel geringerem Ausmaß für das späte Mittelalter.

Die beiden Autoren näherten sich dem Problem von verschiedenen Seiten. Dementsprechend können sie auch auf ganz verschiedene Quellen verweisen, die für jahrhundertelange Leerstellen im Mittelalter sprechen. Nachdem der komplexen Thematik nicht auf Anhieb Rechnung getragen werden kann, werden in einem ersten Anlauf nur knapp die ersten Befunde aufgelistet.
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Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart 1991/01 : 1. Februar : [...] Illig, H. und Niemitz, H.-U.: Hat das dunkle Mittelalter nie existiert? [...] Weiter ...

7. Januar 2010                     Kategorie(n): Fantomzeit, Mittelalterdebatte

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Heribert Illig auf dctp.tv

Hatten wir kürzlich Anlass, SPIEGEL-Online wegen eines misslungenen Velikovsky-Beitrags zu kritisieren, ist diesmal Lob fällig für den Hinweis auf ein Interview mit Heribert Illig, das ihn ausnahmsweise mal ohne abfällige Anspielungen oder Kommentare zu Wort kommen lässt: http://www.dctp.tv/#/sprache-schliesst-den-himmel-auf/karl-der-grosse-fehlanzeige. Es handelt sich um den Ausschnitt aus einem der alten Kluge-Interviews, die Mitte der ‘90-er Jahre entstanden sind.

Das jetzige Video ist Teil einer kurzen Serie über das lateinische Mittelalter mit dem Titel Die Sprache schließt den Himmel auf. Sie wurde am 29. Dezember von dctp.tv (das Web-Format von dctp) ins Netz gestellt.

4. Januar 2010                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Die christliche Zeitrechnung ist zu lang

von Heribert Illig

[Redaktionelle Notiz: Es handelt sich hierbei um den ersten Beitrag zur mittelalterlichen Phantomzeit aus Zeitensprünge 1/1991. Gemeinsam mit zwei weiteren Beiträgen aus dem gleichen Heft markiert er den Beginn der Beschäftigung mit dem Mittelalter aus chronologischer Sicht in den Zeitensprüngen.]

Die Quintessenz dieses Artikels ist ebenso einfach wie weitreichend:

Zwischen Caesar und der Neuzeit werden rund 350 Jahre zuviel in unserer Chronologie geführt.

Diese Erkenntnis ergibt sich aus einer einfachen Rechnung und aus den vergeblichen Versuchen der Vorgänger, ihr falsches Resultat in ein richtiges zu verwandeln. Der Gregorianische Kalender setzt den Julianischen fort; unsere kalendarische Leitschiene1 verbindet also Antike und Neuzeit und überbrückt römische Kaiserzeit ebenso wie das gesamte Mittelalter. Wenn der neue Kalender fehlerhaft auf den alten aufgepfropft worden ist, dann müssen sämtliche Datierungen und Synchronismen zwischen Caesar und der Frührenaissance einer Prüfung unterzogen werden.
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haj : 5. Januar : Das ist eine gute Gelegenheit, um mein eigentliches Anliegen noch mal anders formulieren: Die Fantomzeitthese geht davon aus, dass die Jahre ... Weiter ...
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30. Dezember 2009                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2009/03

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 21, Heft 3, Dezember 2009

515 Editorial
516 Heribert Illig: Das Labyrinth. Verwirrung über zwei
dark ages hinweg
545 Klaus Weissgerber: Die frühen Pharaonen II
(Aegyptiaca XVI)
575 K. Weissgerber: Neues über Nofretete?
585 Zainab A. Müller: Zur Identität der Arianer (Teil II)
612 H. Illig: Arius und Athanas. Ein Hinweis
620 Renate Laszlo: Die Handschrift Troyes von Wilhelms
Gesta Regum Anglorum
639 Georg Dattenböck: Bemerkungen zum heiligen
Oswald
644 H. Illig: Santiago de Compostela. Erfindung einer
besonderen Wallfahrt
664 Marianne Koch: Schliemanns Erbe und Osnabrücks
fälschungsgesättigte Gründerzeit
679 Cornelius Paraschiv: Scythia minor – Dobrudscha.
Dreihundert leere Jahre?
684 H. Illig: Flechtwerk und Planetenlauf
695 Andreas Otte: Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen
Wissenschaft
700 H. Illig: Abschied von Salaì. Die fortgesetzte
Fälschungsaufklärerei enttäuscht. Eine Rezension
703 A. Otte: „2012“. Eine cineastische Erfahrung
705 Joachim Bauer: Kreative Strategien in der Biologie.
Neue Erkenntnisse aus den Genom-Projekten
722 Gunnar Heinsohn: Weltfinanzkrise als Katastrophe
der ökonomischen Theorie
741 Claudio Weiss: Laudatio Prof. Gunnar Heinsohn
743 Alfred de Grazia. 90. Geburtstag am 29. 12. 2009
746 Register für den 21. Jahrgang, 2009
759 Leserbriefe und Diverses
771 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

haj : 1. Januar : Nach Santiago! Um einmal den konstruktiven Gehalt der hier vorgetragenen kritischen Argumente zu demonstrieren, nehme ich mir mal – ganz aktuell ... Weiter ...
ao : 3. Januar : Was mir bei Ihrem Text fehlt, sind Begründungen. Warum ist die Kathedrale Ihrer Meinung nach und im Gegensatz zu der ... Weiter ...
haj : 3. Januar : Natürlich fehlt immer etwas (meist der Wasch- oder Beipackzettel) und immer ist es problematisch, Thesen aufzubauen, die nicht im Lehrbuch ... Weiter ...

25. Dezember 2009                     Kategorie(n): Fantomzeit

eingestellt von: jb

Frohes Fest

Die Redaktion von fantomzeit.de wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe und friedliche Weihnachtsfeiertage!

21. November 2009                     Kategorie(n): Fantomzeit, Mittelalterdebatte

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300 Jahre mehr oder weniger: Ein Gedankenexperiment zum frühen Mittelalter

von Gunnar Heinsohn

Eine Antwort auf “Wie man Karl den Großen aus der Geschichte tilgt” (Die Welt 16.11.2009)

I.

Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Lucas Wiegelmann!

Der von uns allen gelernte Zeitrahmen für die Geschichte der Menschheit ist das härteste Dogma der Geisteswissenschaften. Man kann über fast alles innerhalb der Geschichte kontrovers diskutieren, aber die Platzierung der Ereignisse auf der Zeitskala gilt als unumstößlich. Die Chronologie ist heilig.

Jeder Gebildete versteht sich als Kenner der Chronologie. Die besten Köpfe zeichnen sich dadurch aus, dass sie die wichtigsten Daten der Geschichte auswendig hersagen können – und das bereits seit der Schulzeit. Wer die Jahreszahlen nicht im Kopf hat, kennt zumindest renommierte Geschichtswerke, in denen er sie schnell und – so glaubt er – zuverlässig nachschlagen kann.
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haj : 26. November : Lieber Prof. Heinsohn! Vielleicht melden sich ja die Platzhirsche aus den Studierstuben und versuchen den endgültigen Verriss der Phantomzeitthese. Bis dahin ... Weiter ...
haj : 2. Dezember : Bevor sich hier die Freunde der Phantomzeitthese äußern, sei mir noch diese Erinnerung gestattet: Ich selbst hatte im Jahr 2000 eine ... Weiter ...
jb : 4. Dezember : haj: Die Vertreter der Phantomzeitthese sind seit Jahren unbeweglich auf ihrer Position stehen geblieben und haben peinlichst den sachlichen Diskurs ... Weiter ...

16. November 2009                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Höhen und Tiefen der Archäoastronomie – Maya-Kalender und Astrolabien

von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 1/2004)

Eine Revolution im Maya-Kalender

Wie mir dankenswerterweise Karl-Heinz Lewin, Haar, mitteilte, gibt es erstaunliche Neuigkeiten beim für seine Genauigkeit gerühmten Kalender der Maya. Andreas Fuls [2004, passim] hat Forschungen, die er zusammen mit Brian Wells in den letzten Jahren betrieben hat, in Spektrum der Wissenschaft vorgestellt.

Seit 1927 ist man davon ausgegangen, dass der Startpunkt der ‘Langen Zählung’ des Maya-Kalenders auf dem 8. 9. -3114 gelegen hat – so die Synchronisation mit dem christlichen Kalender. Sie ist aus verschiedenen Komponenten ermittelt worden: aus Sonnenjahren, synodischen Umlaufzeiten der Venus, einschlägigen Korrekturwerten, überlieferten Finsternissen und Frühlingspunktangaben. Gerade wegen der verschiedenen astronomischen Werte wollte keine einheitliche Linie gelingen, so etwa wenn Nancy Owen eine Synchronisation anhand einer Serie von Sonnenfinsternissen versuchte, aber nicht den notwendigen Neumond, sondern den Vollmond traf. Mittlerweile gibt es sechs Korrelationen zur christlichen Zeitrechnung, die auf schriftlichen Quellen (leider vorwiegend spanischen) und mindestens 18 weitere mit astronomischer Begründung.
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TURUL : 17. November : http://web.uni-frankfurt.de/fb13/ign/instrument-catalogue-TOC.html Weiter ...
TURUL : 18. November : http://www.astrolabe.ch/index.aspx?page=5&article=9&language=de-DE Weiter ...
ao : 21. November : Das Thema um das angebliche Ende des Maya-Kalenders ist derzeit durch den Roland Emmerich Film "2012" in aller Munde. Zu ... Weiter ...

11. Oktober 2009                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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„Eine einzige Spatelknopfnadel…“

Die Lücke in der Regensburger Siedlungsarchäologie

von Gerhard Anwander und Heribert Illig (aus Zeitensprünge 2/2000)

Als vorgeschobener Außenposten des Römerreichs, als Herzogssitz der bajuwarischen Agilolfinger, als bevorzugte Residenz des Ostfränkischen Reichs (unter Ludwig dem Deutschen), als Pfalzort von Kaisern, Königen und Bischöfen, ab dem 10. Jh. als Hauptstadt des Herzogtums Bayern und ab dem 13. Jh. als freie Reichsstadt ist Regensburg neben Köln dafür prädestiniert, durchgehend Zeugnis abzulegen von all diesen Zeiten. In diesem Bulletin (S. 283) wird die Einschätzung von PD Amalie Fößel – vorgetragen auf dem letzten Symposium der Mediävisten – von siedlungsarchäologischen Untersuchungen und der Tragfähigkeit der Phantomzeitthese behandelt. Regensburg kann als guter Prüfstein dafür dienen, ob „die Vielzahl von Funden aus ganz unterschiedlichen Bereichen menschlichen Lebens und Arbeitens“ das „Hypothesenkonstrukt ganz schnell zum Einsturz bringen“ vermag [Fößel 69].
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haj : 28. Oktober : Das ist alles ganz schön, aber 9 Jahre später könnte man doch schon mal genauer gucken, ob nicht die Merowinger-, ... Weiter ...
jb : 28. Oktober : Tun sie das denn? Merowinger waren wohl kaum längere Zeit in Regensburg, werden dort also auch nichts hinterlassen haben. Und ... Weiter ...
haj : 7. Dezember : Es geht nicht um "Merowinger", sondern um die Zeit zwischen Ende der Römerzeit und - sagen wir - 16. Jahrhundert. ... Weiter ...

20. September 2009                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter

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Karolo la Falsigita

de Martin Ebner

(Traduko kun afabla helpo de Irmtraud Bengsch)

Ni ne vivas en la jaro 2009, sed nur en la jaro 1712, opinias la historiisto Heribert Illig: La frua mezepoko neniam estus ekzistinta, Karolo la Granda estus nur ĉarma legendo. Fakuloj pri mezepoko havas mirigan penon kun tiu provokado.

En ekspozicioj, sur poŝtmarkoj kaj en libroj: Karolo la Granda troviĝas ĉie. De Aĥeno ĝis Zuriko urboj estas fieraj pri tio imperiestro. Sed ne ĉiuj volas kunkanti la jubiladon: “Ĝuste imperiestro, kiu dum 46 jaroj de regado estis gvidintaj 44 militojn kaj unuiginta Eŭropon per amasmurdoj, estas estimata kiel ‘Patro de Europo’”, lamentas Heribert Illig, historiisto doktoriĝita en Munkeno. Krom tio, ke tiu reganto en la realo neniam estus ekzistanta. La frumezepoko de 614 ĝis 911 nome estus “elpensaĵo”. Karolo estus same fiktiva kiel sia kontraŭulo Harun al-Raschid, opinias Illig: “Kune kun ili kelkaj dinastioj en ĉiuj landoj eŭropaj, preskaŭ 25 bizancaj imperiestroj kaj pli ol 50 papoj devas forlasi la historion. Memkompreneble spiritaj verkoj de tiu epoko konserviĝas, sed ili ricevas novajn aŭtorojn el postaj jarcentoj.”
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"Ist vielleicht – eine schreckliche Vision – die ganze und, gestehen wir es uns ruhig ein, seit den ‘Regesta Imperii’ für abgeschlossen gehaltene Arbeit der Quellensichtung, weil nur aus einem Fenster gewonnen, von vorne zu beginnen, mit Konsequenzen für das Geschichtsbild, die noch kaum auszumalen sind." [Johannes Fried:'Vom Zerfall der Geschichte zur Wiedervereinigung' 1996]