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Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

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Grundlagen der (christlichen) Komputistik

BenutzerBeitrag

18:29
15. Dezember 2009


Ulrich Voigt

Member

Beiträge 291

Auf http://www.likanas.de > Das Jahr im Kopf > "Zyklen und Perioden"

habe ich ein 137seitiges Pdf zum freien download installiert, in dem ich die Grundlagen der Komputistik in ein neues Licht stelle.

Indirekt haben solche Überlegungen natürlich auch mit der Fantomzeitthematik zu tun, das spielt aber in dem Buch keine Rolle. Teil I entwickelt eine vollständige Theorie und Praxis (!) der Zyklen, Teil II diskutiert die überlieferten Quellen unter der Frage, ob und wie weit sie dem in Teil I vorgelegten Neuansatz entsprechen.

Ulrich Voigt

http://www.likanas.de

20:21
21. Dezember 2009


Volker Duebbers

Member

Beiträge 96

Ich hatte das Vergnügen, "Zyklen und Perioden" schon vor endgültiger Fertigstellung kennen zu lernen und möchte es jedem wärmstens ans Herz legen, der wissen möchte, warum Exiguus nur eine 95-jährige Periode und nicht den großen, 532-jährigen Osterzyklus verwendet hat. Darüber wird  unter Insidern schon seit Jahrhunderten heftig gestritten.  

Ulrich Voigt beschreitet nun in der ihm eigenen, wunderbar klar strukturierten und mnemotechnisch strukturiernden Art einen gänzlich neuen Weg, der eigentlich schon immer auf der Hand lag. Er rechnet nämlich nicht multiplikativ (28 x 19 oder 5 x 19), sondern tastet sich mangels Algorithmus Jahr für Jahr sequentiell vor, um entlang der Strecke gleiche Osterdaten zu entdecken, was  wohl eher der tatsächlichen Vorgehensweise der spätantiken? Komputisten entsprochen haben dürfte, auch wenn bislang keine Schriften entdeckt wurden, die solche Listen enthielten.

Aber wer weiß, vielleicht finden sie sich im 16. und 17. Jahrhundert?

Bei der sequentiellen Zerlegung und Gliederung der 95-jährigen Ostertafel entdeckt er verblüffende neue Zusammenhänge, die es wert sind, ausführlich beachtet und diskutiert zu werden.

Als weiteres Highlight empfinde ich in diesem Zusammenhang die Einführung des "Watums", einer bislang mathematisch und sprachlich fehlenden, wiederkehrenden Kombination von Datum und Wochentag!

01:18
22. Dezember 2009


Ulrich Voigt

Member

Beiträge 291

(1) Grundthese

"Ulrich Voigt [] rechnet [] nicht multiplikativ (28 x 19 oder 5 x 19), sondern tastet sich mangels Algorithmus Jahr für Jahr sequentiell vor, um entlang der Strecke gleiche Osterdaten zu entdecken []"

Das ist etwas irreführend formuliert. Tatsächlich beschreibe ich die additive Vorgehensweise nicht als ein Vorantasten, sondern als eine gegenüber dem multiplikativen Ansatz überlegene Auffassung. Ihre Algorithmen sind ebenso stringent wie die multiplikativen, nur nicht so einfach. Ihr Resultat umfasst das multiplikative Resultat und geht deutlich tiefer bzw. weiter.

Die Grundthese meiner Arbeit ist, dass die multiplikative Sichtweise (nach der der cyclus solaris sich als Produkl 28 = 7 x 4 versteht) erst durch Beda Venerabilis und die irischen Komputisten bestimmend wurde und dass dies keineswegs einen Fortschritt darstellte, sondern im Gegenteil eine Verengung und Verflachung beinhaltete, eine Verflachung, die bis heute das Verständnis der christlichen Komputistik dominiert und die Erforschung der frühen Zeiten christlicher Kalenderkunst und Chronologie blockiert.

(2) Ursprung der additiven Auffassung

"Aber wer weiß, vielleicht finden sie sich im 16. und 17. Jahrhundert?" Ja, wer weiß! Sehr viel Hoffnung habe ich auf Grundlage meiner eigenen Quellenkenntnis aber nicht. Nach einer additiven  neben der allein dominierenden multiplikativen Betrachtungsweise suche ich bei Scaliger, Petavius vergeblich, auch bei Ideler, Ginzel, Schwartz, Grumel, Strobel, Declerq, Mosshammer wurde ich nicht fündig.


(3) Die 95-jährige Periode

"Bei der sequentiellen Zerlegung und Gliederung der 95-jährigen Ostertafel entdeckt er verblüffende neue Zusammenhänge, die es wert sind, ausführlich beachtet und diskutiert zu werden."

Sherlock Holmes lehrte, dass, wenn alle Möglichkeiten ausgeschlossen sind, die einzige verbleibende Plausibilität, mag sie uns auch fremd erscheinen und wer weiß  wie unwahrscheinlich, unbedingt die Wahrheit trifft. Die vorliegenden Versuche, die 95-jährige Ostertafek zu erklären, führen alle zu dem Ergebnis, dass deren Urheber (konventionell: die alexandrinischen Komputisten des späten 3. Jh.) unfähigen Kindern glichen, die das Offensichtliche nicht sehen mochten. Sämtliche Erklärungsversuche sind damit gescheitert. Die additive Zerlegung der 532 (= 95 + 95 + 95 + 247) liefert die einzige plausible Erklärung der 95jährigen Periode. Sie ist also (Sherlock Holmes!) zwingend richtig.

Ein grundsätzlicher Denkfehler vieler Historiker: Sie kennen nur "Zyklen" und unterschätzen die Bedeutung von "Perioden".

(4) Chronologie der Ostertafeln

Hinzuzufügen ist, dass die Chronologie der alexandrinischen Ostertafeln, die ich gelegentlich als Beleg dafür genannt habe, dass das Jahr 532 AD unter dieser Zahl (oder der Zahl 533) über Jahrhunderte vorausberechnet gewesen sein muss, durch die additive Zerlegung der 532 eine enorme Verstärkung erhält. Das steht aber alles ausführlich in der genannten Arbeit.

(4) http://www.Likanas.de

Ich erlaube mir übrigens, den Text gelegentlich nachzubessern, denn es kommen von allen möglichen Seiten kritische Anregungen. Für einen entsprechenden Abgleich empfehle ich, auf http://www.Likanas.de > "Das Jahr im Kopf" nachzuschauen.

09:35
23. Dezember 2009


TURUL

Member

Beiträge 81

"Die Grundthese meiner Arbeit ist, dass die multiplikative Sichtweise (nach der der cyclus solaris sich als Produkl 28 = 7 x 4 versteht) erst durch Beda Venerabilis "

Wann lebte Beda Venerabilis?

21:42
23. Dezember 2009


Ulrich Voigt

Member

Beiträge 291

"Wann lebte Beda Venerabilis?"


Die Frage ist weniger erheblich für meine These als es vielleicht auf den ersten Blick aussieht. Ganz gleich, wann Beda lebte, so gibt es doch ein "Davor" und ein "Danach". Genauer gesagt geht es um die Schrift De temporum ratione. "Nach Beda" = "Nach De temporum ratione". Meine These ist also sogar unabhängig von der Existenz Bedas. Die Schrift begründet die multiplikative Sichtweise, nicht die Person. Vor ihr oder neben ihr gibt es Schriften irischer Komputisten, für die dasselbe gilt, wenngleich die Begründungen dort weniger explizit sind.

In Schriften, die in De temporum ratione vorausgesetzt sind, namentlich den Argumenta paschalia des Dionysius Exiguus, findet sich die multiplikative Sichtweise nicht.

Die (universitäte) Forschung hat aus diesem Befund geschlossen, dass die multiplikative Sichtweise eine Errungenschaft der irischen Komputistik bzw. von "De temporum ratione"  war. Sie sieht in dem "Davor" ein gedankliches Defizit. Sie spricht daher auch nicht von einer "Sichtweise", sondern von einem "Verstehen".  Sie meint also, dass die Zyklen überhaupt erst mit "Beda" richtig verstanden worden sind. Dieser Auffassung widerspricht meine These.

21:14
24. Dezember 2009


Ulrich Voigt

Member

Beiträge 291

http://www.Likanas.de

Ich erlaube mir übrigens, den Text gelegentlich nachzubessern.


Eben dies ist gerade geschehen. Die Änderung betrifft den Abschnitt "Die julianische Periode" in Kap. 1 und besteht in einer etwas feineren Begrifflichkeit, mit der dann in Kapitel 3 die Besonderheit des Paares (95;380) klarer beschrieben werden kann. Der gesamte Text ist dadurch um 2 Seiten verlängert.

15:27
9. Januar 2010


TURUL

Member

Beiträge 81

500 Jahre nach dem Tod von Kaiser Augustus war jemandem, einem in Rom lebenden skythischen Mönch, zum ersten Mal eingefallen, dass es angebracht wäre, die Zeit von der Geburt Christi zu rechnen. 

         Der Skythe, Dionysius Exiguus, hatte unter Verwendung der zeitgenössischen Osternerrechnungen, die Zeitrechnung ab dem Jahr der „Verkörperlichung des Herrn“ geschaffen, die er mangels einer besseren Lösung, nur der Herrschaft des Kaisers Diocletian anzupassen vermochte.

         Die überlieferten Osterntabellen von Dionysius Exiguus bestätigen jedoch, dass seine auf 95 Jahre im Voraus erstellte Osterntabelle nicht für die Jahre 532-627 n.u.Z. passt, sondern für die astronomische Periode 722-817.[1]  

   Dionysius Exiguus hatte im Jahr 715 n.u.Z. die „christliche Zeitrechnung alten Typs” geschaffen, und mit einer Verschiebung um vier Jahre, die seit der Geburt Christi verstrichene Zeit getroffen, als er schrieb, dass er seine Berechnungen im Jahr 525 nach der Verkörperlichung des Herrn durchführe. Bis zur Verbreitung der Idee der Zeitrechnung mussten noch etwa weitere 200 Jahre vergehen, sie wurde aber zur Zeit Karls des Großen bereits nachweisbar verwendet. Dieses Zeitrechnungssystem ist ganz bis zum Amtsantritt von Papst Innozenz III., genau bis zum Jahr 1016 n.Chr. erhalten geblieben. Da wird von Papst Innozenz III.[2]  die bis heute verwendete „christliche Zeitrechnung neuen Typs”  eingeführt.

         Demnach entspricht „das Jahr 1016 n.Chr. in der alten Zeitrechnung” „dem Jahr 1206 n.u.Z. in der christlichen Zeitrechnung neuen Typs”!   

         Diese parallel existierenden zweierlei Zeitrechnungen störten der den klaren Durchblick der Historiker, und später füllten sie diese aus dem Nichts entstandene 190 Phantomjahre mit erfundenen historischen Ereignissen und Personen auf.

In den Kanzleien waren die Mönche bestrebt, die früheren Dokumente nach ihrem besten Wissen in das neue Zeitrechnungssystem umzusetzen, doch ging jede Rückrechnung mit Fehlern einher. Hinzu kommt noch, dass eine Unmenge von Urkunden und Chroniken auch im alten System erhalten geblieben ist, und dem ist letztendlich meine Enthüllung zu verdanken."


[1] Z. H.: Revolution in der Chronologie, S. 53-59

[2] .Z H.: Revolution in der Chronologie, S. 89-94

21:41
10. Januar 2010


Volker Duebbers

Member

Beiträge 96

200 Jahre, 198 oder 190 – ja, was nun, frägt der verdutzte Leser? Nichts davon, lautet die kompetente Antwort. Wieder einmal wurde viel Geist und Schweiß für den Müllhaufen der Geschichte produziert. Papier beschrieben, das die Tinte nicht wert war.

„Dionysius Exiguus hatte im Jahr 715 n.u.Z. die „christliche Zeitrechnung alten Typs" geschaffen, und mit einer Verschiebung um vier Jahre, die seit der Geburt Christi verstrichene Zeit getroffen, als er schrieb, dass er seine Berechnungen im Jahr 525 nach der Verkörperlichung des Herrn durchführe.“

Die Komputistengruppe namens D.E./Petavius hat im 16./17. Jahrhundert die christliche Zeitrechnung gleichzeitig julianisch und gregorianisch konstruiert.

Dabei hat sie die 2-fache Zeugung und 3-fache Geburt sekundengenau getroffen, perfekt.

Diese Herren wussten immer ganz genau, in welchem Jahr, Tag und Monat sie sich befanden.

Es waren ja schließlich keine Dösköppe. Sie kannten ihre Meisterwerke, die Argumenta Paschalia, den Chronographen von 354, die Hippolytustafel imVatikan, den Kalenderstein von Ravenna, die restlichen, sich gegenseitig ergänzenden „spätkomputistischen“ Schriften und die gregorianische, jüdische und islamische Kalenderkonstruktionen auf´s Komma genau.

„Die überlieferten Ostertabellen von Dionysius Exiguus bestätigen jedoch, dass seine auf 95 Jahre im Voraus erstellte Osterntabelle nicht für die Jahre 532-627 n.u.Z. passt, sondern für die astronomische Periode 722-817“

Die überlieferten Ostertafeln passen haargenau. Es ging nämlich bei diesen Tabellen nur vordergründig um Ostern. In Wahrheit ging es um den Frühlingsvoll- oder Neumond und die zyklische Wiederholung der Vollmonde am 28.8.x-1 / 5.4.x / 25.3x+1. und möglichst 13.4.x+2, sowie am 1.4.x+33 (x= Jahr) unter Berücksichtigung bestimmter Monde am 1.1 /6.1./8.1./10.1. und 25./26.12.

Offensichtlich haben Sie noch immer nicht verstanden, worum es ging! Ausschließlich um die Vexierung und Spiegelung dieser äußerst exakten Daten, damit Jesus-Christus in jeder Etz-Chaim-Dimension erscheinen konnte.

Für die 95-jährige Tabelle sind, unabhängig von den äußerst lehrreichen Erkenntnissen von Ulrich Voigt zur inneren Struktur des Zyklus, nur folgende Jahre von Belang:

532, 533, 534, 565 Tod = HVH oder „das Leben“, 626 = 2 x 313, Davidstern, Etz Chaim und Lebenszeit von Jesus vom 25.12.1 bis zum 25.3.33. Hinzu kommen die negativen Jahre 531 und 530.

Exiguus setzt Neumond als Luna 0. (könnte man auch als Luna XXX schreiben oder als Luna I, wie angeblich ältere Tabellen, die aber nur teilweise Luna I  für Neumond nehmen, wie ich noch belegen werde, weil auch in diesen Tabellen vexiert wurde. Das Luna I System verwendete man vereinfacht formuliert für den 1.1. oder ggf. 1.3. als Anfang einer Osterzyklus-Tabelle, im Luna 0 System hingegen setzte D.E. den 22.3.532  Osterneumond auf den Beginn der Tabelle. Bei Luna 15  trifft der Neumond den frühesten zyklischen Neumond-Termin 8.3. und Vollmond 21.3. Das war z.B. 604 der Fall, wo Ostersonntag auf den 22.3, der Vollmond auf Samstag den 21.3. und Neumond zyklisch auf den 8.3., real sogar auf den 6.3./7.3. fiel.

Nun aber zum eigentlichen Thema. Die Macher aus dem 16. Jahrhundert spiegelten und vexierten wie folgt: (VM = Vollmond)

VM Mittwoch 5.4.0 GK = VM Mittwoch 5.4.220 GK/JK => VM Montag, 5.4.0 JK

VM Mittwoch 7.4.0 JK  = VM Montag 7.4.532 GK => Mittwoch 7.4.532 JK 

532 ist Neumond und Vollmond an einem Montag: 22.3. (Luna *) und 5.4.

Das Hunnivari-System hingegen ist ein reines Kuddelmuddel an Vollmonddaten und den zugehörigen Wochentagen. Schon dadurch entlarft es sich von selbst, auch wenn es versucht, den vorgegebenen Zyklus 190 Jahre später (10 Metonzyklen später) abzubilden.

722, das nun statt 532 der Beginn der Liste sein soll, hat an einem Sonntag, den 22.3. Neumond und am Montag, den 6.4.722 Vollmond. Das ist vollkommener Blödsinn, der mit keiner einzigen wahren komputistischen Aussage in Einklang zu bringen ist. Vollmond muss immer am 5.4. sein, weil Jesus nach 820 Tagen durch das AIN am 5.4.0 GK als Monade des RE zur Welt kam und erst danach im Übergang vom 5.4. zum 6.4. erneut gezeugt wurde.

Lesen Sie den Ostertraktat des Armeniers Ananias von Shirak, Strobel, Texte zur Geschichte des frühchristlichen Osterkalenders, ab S. 131. Dort tritt Iron auf, mit der gleichen Ironie und Frechheit wie ich sie besitze, weil er wie ich die Wahrheit sprach: „Es wird berichtet, dass sich bei dieser Gelegenheit Iron, ein Archimandrit des kaiserlichen Hofes in Konstantinopel, einschaltete. (Die Gelegenheit war die Einrichtung des oder der neuen Kalender/Epochen für die Völker und eines neuen 532-jährigen Osterzyklus, unter präziser Berücksichtigung der Schaltjahre. Der Chef hieß Eas, sein Team bestand aus den besten 36 Komputisten der gesamten bekannten Welt!!! A.d.V.)

Er war dem Volke nach ein Fremdling und kein Bürger und soll angeblich ein Alexandriner gewesen sein. Er geriet, wie man sagt, mit der Versammlung der Gelehrten zu Alexandrien in Streit, zumal er sich – weil nicht eingeladen (wie ich, A.d.V.) – zurückgesetzt gefühlt hatte. Er wandte sich gegen die Wahrheit und machte ihre Kalenderberechnungen verächtlich (wie ich A.d.V.), wie er auch in derselben Weise die Resultate früherer Komputisten, die er – gelinde gesagt – als Ignoranten ausgab (wie ich, A.d.V.) Er verfertigte eine irrige Chronologie, die der heiligen Schrift und allen anderen Chronographen zuwiderläuft (wie ich, A.d.V.) und ebenso einen Kalender. Dazu stellte er (580, Strobel oder 1580, Dübbers) den 19-jährigen Mondzyklus vom 6. April auf den 5. April um und setzte ihn als den Kopf des Zirkels fest.

Auch erhob er den 10. Tag des Monats Pharmuti (= 5.4.) nach den Ägyptern, der bei uns den Namen Parmaphiur trägt, zur Grundlage, um ihn als den Kopf des Zyklus, als Vollmond und Anepakte auszugeben und zwar im Widerspruch zu den Alten. So wie sie nämlich ihre Berechnungen unter Berücksichtigung der hebräischen Voraussetzungen erstellten, so legte er eine ägyptische Basis zugrunde, gerade als ob er den alexandrinischen Gelehrten ihre gröbste Unkenntnis vor Augen habe führen wollen. (wie ich A.d.V.)

Nämlich so: „Die ihr nicht einmal den Kalender eures eigenen Volkes kennt, wie könnt ihr den Kalender der anderen Völker festsetzen?“

Es folgen einige detaillierte Angaben  zum Mondalter und den Epakten.

Dann heißt es: „Er vertraute auf seine Fertigkeit und Geschicklichkeit, verspottete und missachtete jedoch die Schriften der Alten“  (soviel zu dem smarten und mit antiker Weisheit umfriedeten Laitein1, wegen des Unterschiedes, wie sich Wissen im Gegensatz zu Weisheit gebärden muss)

Jetzt erst folgt bei Ananias das Ergebnis des frechen und unverschämten Auftreten und Argumentierens von Iron, dem eisernen Ironiker: „Dank der Macht des kaiserlichen Erlasses brachte er dabei seine Methode in der ganzen Welt zur Anerkennung“.

Nun jammert und heult der arme Ananias durch mehrere Seiten und beklagt sich über die falsche Chronologie, weil er das Jahr 5500 = 0 seit Erschaffung der Welt zu Christi Geburt machte, dann über die listige Sophistik des Iron, der dem Anathema verfallen soll und ruft ins Leere: „Lasst uns die Bestimmungen der Väter nicht ändern und den 14. des Mondes am 5. April nicht anerkennen, sondern nur, was die heiligen Väter angeordnet haben.“

Ja, wie lauteten denn die Bestimmungen der Väter?

 

13:07
11. Januar 2010


TURUL

Member

Beiträge 81

Ja, wie lauteten denn die Bestimmungen der Väter?  "

 

 

6. April!

6. April!  n.u.Z. 190 = Trad. 0 =5500 (Laut H.C Schaltjahr)

Daten; Neumond März 22. 17:22 für Alexandria  (Phase zurück 1 Tage)

Vollmond  April 06 (07. 3:01)

4. April Sonntag (Tag von Sa nach Su wegen Schaltjahr)

Jahre 0 passt nicht; Vollmond 7. April 14:08…. 

16:01
11. Januar 2010


TURUL

Member

Beiträge 81

Das Hunnivari-System hingegen ist ein reines Kuddelmuddel"

OK. Ananias ist besser! 

"Und da nicht viele in den Zahlen bewandert sind, am wenigsten die Ungebildeten, die Lehre unseres Herrn aber Verbreitung gefunden hat und die ganze Welt umfaßt berechnete ich eine Periode von 532 Jahren gemäß der Kalkulation der Alexanriner vom 828. Jahr bis zum 1360." (Seite 137.)

Wann lebte Ananias of Shirak?

Zu welchen ast. Jahre gehört 828 und 1360? 

22:59
11. Januar 2010


Volker Duebbers

Member

Beiträge 96

5. April! Was denn sonst!

Vollmond in Alexandria war 190 AD frühestens ab 18 Uhr am 7. April mit einer Unsicherheit bis etwa 0 Uhr am 8. April. Ihre Mondangaben sind offensichtlich falsch! Ebenso ihre Schaltjahresangaben. 190 war kein Schaltjahr! Auch nicht in einem willkürlich installierten System! Die Komputisten operierten zwar mit Zweijahresdifferenzen, aber immer unter Beibehaltung des bekannten Schaltjahrzyklus über das Jahr 0.

Um die proleptischen Schaltjahre ging es übrigens bei den Diskussionen der Eas-Gruppe. "Außerdem erschien es vielen als Nachteil, dass für den Verlauf so vieler Jahre der Schalttag (=Bissextus)  im Zyklus keine Anerkennung fand." S. 130, Strobel

Das Jahr 0 (1 BC) musste zu einem Schaltjahr werden. Schon der Chronograph von 354 verwendet diese Regel. Tatsächlich war das Jahr 0 wegen der angeblichen Schaltwirren des Cäsar von Augustus als Gemeinjahr bestimmt worden. Wenn in diesem Jahr der Frühlingspunkt auf den 24. März im proleptischen Jahr 0 mit Schaltjahr fiel (zyklisch bestimmt auf jeden Fall,  wahrscheinlich auch real), dann war augustäisch tatsächlich am 25. März 0 Tagundnachtgleiche. Am 25.3.1 (weströmische Verkündigung Jesu) lag er im proleptischen JK auf dem 23.3., folglich gregorianisch auf dem 21.3. Das sollte man sich merken!

Letztlich lässt sich aber dieses bewusst konstruierte Knäuel nicht mehr lösen, weshalb richtigerweise durchgängig jedes 4. Jahr zum Schaltjahr gemacht wurde, vorwärts und rückwärts beginnend mit Null oder + 8 AD! Daran ist nicht zu rütteln.

Des weiteren begann der nächste Tag früher abends um 18 Uhr (kalibriert) oder nach Sonnenuntergang. Dadurch, dass die Römer und lt. Epiphanius auch angeblich die Juden in Einzelfällen schon zur Zeit von Jesus Kreuzigung den Tag um Mitternacht begannen, konnten die Komputisten 36 Stunden für 1 Tag annehmen und bei Eintreffen des Voll- oder Neumondes zwischen 18 und 24 Uhr den nächsten Tag schon beginnen lassen, was sie hin und wieder auch taten!

Siehe auch A.2 Tagesbeginn:

http://209.85.129.132/search?q…..&gl=de

Beginnen wir nun mit dem 200jährigen Kanon von Andreas (z.B. S.142, Strobel)

Beginn: Montag, 5. April 353

Deshalb hat der Chronograph von 354 gleich 2 Beginne:

1.Beginn:  -508 +861 Jahre = 353, Vollmond am 5.April, östliches Zeugungsdatum von Jesus

2.Beginn:  -507 +861 Jahre = 354, Vollmond am 25.März, westliches Zeugungsdatum von Jesus

Ende der 200-jährigen Tafel ist nach dem gleichen Muster nicht 552, sondern 551.

Leider war 551 AD Vollmond am Donnerstag, den 6.4. der für die Eingeweihten eben nicht gestattet war. Deshalb schrieben sie für sich die Häresien und hielten darin die verbindlichen komputistischen Wahrheiten des 5. April X / 25. März X+1 als Startdatum fest!

552 war ebenfalls um 1 Tag zu spät Vollmond, nämlich am 26. März.

Sie mussten daher um 10, in Wahrheit aber um 11 Jahre den Kalender verschieben, auf das Jahr 562. Warum? Weil 562 endlich wieder am Mittwoch, den 5. April Vollmond war und ein neuer Zyklus beginnen konnte. Strobel irrte, als er Passavollmond = 4. April (S. 142 oben) schrieb.

Irion hatte also recht!

Deshalb legten die Komputisten z.B. die Gründung Roms auf das Jahr -754: Vollmond am Mittwoch, den 5. April und machten zum Jahr 1 der Stadt das Jahr -753, Vollmond am Sonntag, den 25. März. Alles ganz juden-christlich und alles ganz perfekt.Kein Hunnivari-Durchivari.

Es gibt Fälle, wo man Kompromisse machen musste, z.B. war beim zweiten Beginn des Chronographen  -507 AD Vollmond zwar am Mittwoch, das war aber der 4. April. Das spielte im Zusammenhang mit der christlichen Komputistik eine untergeordnete Rolle, weil die Liste für die wichtigeren Jahre 353 AD und 354 AD stimmt!

Wegen des Schöpfungssonntags 5. April an dem fantastischen Datum -5500 AD beharrte Irion zurecht auf dem 5. April des Jahres Null als dem Beginn jeglicher christlicher Komputistik. Er kannte und bewegte sich schließlich in 2 Kalendersystemen, dem Julianischen und dem Gregorianischen! Das muss man halt begreifen, sonst versteht man nur Bahnhof, wenn man die angeblich spätantiken, in Wahrheit aber ausschließlich renaissance-/barockzeitlichen  Texte liest.

 Auch Scaliger ließ seine julianische Periode gregorianisch -4713 beginnen, Vollmond war natürlich am Mittwoch, den 5. April im JK.

Man sieht, das System der Komputisten ist vollkommen perfekt in Übereinstimmung mit dem Wochentag: Sonntag für die Weltschöpfung, Mittwoch für den 4. Schöpfungstag von Sonne und Mond und Jesus Seele, Montag, wenn der 5.4. dem Vollmonde gewidmet  und auf die 2 Tagesdifferenz zwischen GK und JK von -100 bis +100 angespielt wurde.

Wie kam nun Irion zu der Behauptung, der Mond sei als ein 13 Tage alter gebildet worden, wobei sich die Zahl aus dem 5. Tag und der 8. Epakte zusammensetze? Das ist einerseits eine gelungene Polemik gegen Eas Beginn am 6.4. mit Epakte 9, wie Strobel richtig erkannte, was er aber nicht erkannte ist der angedeutete Zusammenhang zwischen Mond und Venus, Maria und Isis.

Tatsächlich setzte Irion völlig richtig die Epakte   * (= 0/30) als Tag des Neumondes auf den 22.3. (wie Exiguus). Was ist Luna 14? Wenn ich Luna 1 = 0 setze, ist Luna 14 = 13. Wenn ich Luna 1 als Neulicht deute, dann ist dies bereits der zweite Tag + 13 = Luna 15.

Was uns aber Irion in Wahrheit mitteilt, ist seine Fähigkeit zwischen GK und JK hin- und her zu pendeln. Dann fehlen bekanntlich im 1. Jh. 2 Tage und vom 24.3.0 JK Neumond bis zum 5.4.0 GK Vollmond vergingen tatsächlich einschließlich des 24.3. nur die genannten 13 Tage, die der Mond alt war, als er erschaffen wurde. Auch der Mond konnte nämlich nur aus der Zwei und dem Buchstaben „B“ erzeugt worden sein!

Das 828. Jahr der Alexandrinischen Kalkulation bezieht sich ganz offensichtlich auf  die äthiopische Ära, umgerechnet war das im JK Mittwoch, der 5.4.836 AD, Vollmond.

Dieses Datum spielt nämlich noch mit anderen Ären:

Es ist identisch mit dem 10.3.1584 alt-ägyptisch (1582/1583 AD Beginn des GK, 10 Tagesprung und Zweijahresdifferenz wird sichtbar, Schaltjahr, sonst 1.3. + 10 = 11.3. wie 1583)

Koptisch (Diokletian): 10.8. 552, das ist als AD 552 das Jahr 1 alt-armenisch

Alt-armenisch: 10.12.284 oder als AD-Jahr das Jahr 1 der Koptischen Märtyrerära (Diokletian)

 

07:53
12. Januar 2010


TURUL

Member

Beiträge 81

"Das 828. Jahr der Alexandrinischen Kalkulation bezieht sich ganz offensichtlich auf  die äthiopische Ära, umgerechnet war das im JK Mittwoch, der 5.4.836 AD, Vollmond. "

 

Danke, danke schön….

 

00:04
13. Januar 2010


Volker Duebbers

Member

Beiträge 96

Eigentlich war diese Antwort unbezahlbar, aber ich kann Ihnen dennoch gerne meine Bankverbindung zukommen lassen.

Sie könnten im Gegenzug aber auch erklären, welche Bedeutung der Zahl 828 zukommt und weshalb die äthiopische Epoche hier zu nehmen ist.

Der 5. April 836 AD Vollmond ist zwar ein notweniger Grund, aber für den unbedarften Leser sicher nicht ausreichend um in die äthiopische Ära zu wechseln.

Ich habe ja schon etwas vertiefend über die Identität und Spiegelung folgender Jahreszahlen Hinweise gegeben:

828 (36 x 23)Äthi. = 836 (44 x 19) AD = 1584 (36 x 44)altägyptisch = 552 (24 x 23) koptisch =

284/285 (4 x71/15x19) alt-armenisch,

mit der Spiegelung:

552 koptisch = 552 AD = 0 bzw. 1 alt-armenisch

284 altarmenisch = 284 AD = 0 bzw. 1 koptisch

Was also hat die gewählte Zahl 828 für eine Bedeutung? Und wieso muß sie das Jahr 8 AD als Epoche haben? Und reden Sie sich bitte nicht heraus, dass die gewählten Startpunkte der Tabellen nur vom Mondlauf abhängig oder gar zufällig gewählt seien. So nach dem Motto: Hier endet die Eine, schon beginnt die andere Liste!

Sonst empfehle ich ein paar Semester jüdische Studien an der Uni Heidelberg. Werfen Sie mal einen Blick auf das Lehrangebot und darauf, wer sich da so alles rumtummelt.

http://www.hfjs.eu/

Im Mittelalter haben sich in Heidelberg auch schon Maestlin, Kepler, Faust, Reuchlin, Melanchthon, Trithmius u.v.a. berühmte Persönlichkeiten in den heiligen Hallen die Hände geschüttelt und sich über astronomisch-komputistische Kabbala und Kalendertechnik – die damals höchste Form der Mathematik -  ausgetauscht. Hat man uns das in der Schule auch so detailliert gelehrt, wie Gauss und seine Mitschüler, der schon mit spätestens 23 Jahren (1800, wie passend) die Osterformeln finden konnte?



 
"In den auf Justinian folgenden drei Jahrhunderten, in denen äußere Feide das Reich bedrohten und der Bilderstreit es im Inneren erschütterte sind diese Studien [zur Arithmetik] zum Erliegen gekommen." [Vogel, Kurt (1978): Beiträge zur Geschichte der Arithmetik; München, S. 36]