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Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

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Chronologie des Hispaniens

BenutzerBeitrag

12:06
15. März 2010


TURUL

Member

Beiträge 81

 

CHRONOLOGIE DES MITTELALTERLICHEN HISPANIENS AB DEM FALL DES KÖNIGREICHS DER VISIGOTEN

Wie wir oben – laut dem Zeugnis von Isidor von Sevilla – erfahren konnten, entwickelte sich nach dem Jahr 813 unserer Zeitrechnung auf der Halbinsel eine politische Einheit unter der Führung der Völker Gog und Magog. Die Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts korrigierte ihre einzige Quelle – Isidor von Sevilla – und ordnete das „Volk der Goten, mächtiger als alle anderen“ als Germanen ein. Die chauvinistischen Geschichtsschreiber störten sich auch nicht daran, dass ihre einzige glaubwürdige Quelle die Vorfahren des Volks ausdrücklich als Skiiten und innerhalb deren als Geten (Getas) bezeichnet. Sie vergaßen auch nicht deren ritterliche Kampfweise zu erwähnen, welche nicht unbedingt ein typisch germanisches Charakteristikum ist.

        Am Anfang des 10. Jahrhunderts entwickelte sich in diesem riesigen, geographisch zerteilten Land eine Bürgerkriegssituation, welche sich beim Tod von Vitiza, dem König der Visigoten erheblich verschärfte. Es ist vom Gesichtspunkt der neuen Chronologie unbedeutend, dass nach dem Tod von Vitiza im Jahr 904 unserer Zeitrechnung nicht einer seiner Söhne, sondern Roderik [905-908] den Thron bestieg.

        Laut gewisser Quellen suchten die Söhne Vitizas Verbündete bei Músza ibn Numeir in Nordafrika, aber dies ist für einen Osteuropäer, der in einer ehemaligen sowjetischen Zone gelebt hat, nur schwer zu glauben. Nachdem die Hilfstruppen der Araber und Berber innerhalb einer Notfrist gesiegt hatten, fast die ganze Halbinsel erobert hatten, die Staatsverwaltung übernommen hatten, war es absolut logisch, dass sie fast fünfzig Jahre später auch Geschichte schrieben.

        Unabhängige zeitgenössische Quellen liegen uns nicht vor. Und die Araber richteten sich für viele Hunderte von Jahren in Hispanien ein. Aber halten wir auch Jahr für Jahr, gemäß der neuen Chronologie fest, wie diese „Conquista“ abgelaufen ist!

Das Jahr 904 unserer Zeitrechnung (AH 91, Trad. AD 710)

Tárif ibn Malluk ging auf Befehl des Músza ibn Numeir, des in Kairavan amtierenden Statthalters von Nordafrika des omajadischen Kalifs Valid I. im Juli mit einigen Hunderten von Berberkämpfern an der Spitze der Halbinsel an Land und raubte das Küstengebiet aus.

Das Jahr 905 unserer Zeitrechnung (AH 92, Trad. AD 711)

Die Araber/Berber, die nun Blut gerochen hatten, überquerten in diesem Jahr mit 7000 Infantristen und 300 Kavalleristen unter der Führung von Tárik ibn Zijád [TARIQ BEN ZIYAD] die Meerenge, bei den Felsen Dzsebel at-Tarik (Gibraltar), die seitdem ihren Namen tragen. Ich möchte nicht die aus der Luft gegriffenen Hypothesen der spanischen Kriegshistoriker – die Anhänger von Vitiza hatten die Basken aufgewiegelt – analysieren, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Roderik nach dem Einbruch der Araber im vorausgegangenen Jahr sein aus 25 000 bis 40 000 Kriegern bestehendes Heer zur Winterszeit gen Norden geschickt hätte. Tatsache ist, dass das Expeditionsheer aus Arabern und Berbern im Juli bei Guadaléte siegte.

Das Jahr 906 unserer Zeitrechnung (AH 93, Trad. AD 712)

Im Zuge der Erfolge von Tárik zogen in diesem Jahr noch weitere 10 000 (18 000?) Krieger unter der persönlichen Führung von Músza [MUSA IBN NASAYR] nach Hispanien, unter ihnen auch schon syrische Krieger. Dann nehmen sie Hispált (Sevilla), die damalige Hauptstadt des römischen Hispaniens ein und auch kurz darauf Zaragóza. Wenn wir die neue Chronologie akzeptieren, müssen wir natürlich auch die Anachronismen, die durch die verschiedenen Chroniken hineingetragen werden, aussieben. Auf die Einnahme Zaragózas kann nicht die Besetzung der „Provinzen“ Arragonien, Asturien, León und Galizien folgen, da es diese noch gar nicht gab.

                          

Das Jahr 907 (AH 94, Trad. AD 713)

Valid I., Kalif der Omajaden, bestellt im Herbst des Jahres seinen afrikanischen Statthalter Músza nach Damaskus, welcher seinen zweiten Sohn von Abd el-Azis [ABD-AL-AZIZ IBN MUSA] zum Statthalter der neu eroberten Gebiete macht. Die Eroberung geht weiter, in diesem Jahr fällt unter anderen auch Granada in die Hände der Moren.

Das Jahr 908 (AH 95, TRAD. AD 714)

Ad el-Aziz richtet seinen Sitz in Sevilla (Iszbilija) ein, und auch eine Tochter von Vitiza kommt in seinen Harem. Ich kann die Meinung von Vicens Vives nicht teilen, der behauptet, dass die zu dieser Zeit lebenden Menschen die Eroberung durch die Moren fast wie eine Befreiung aufnahmen, dass sie von diesen nicht feindlich behandelt wurden.

20:00
1. April 2010


TURUL

Member

Beiträge 81

13:06
5. April 2010


TURUL

Member

Beiträge 81

"DIE BESONDERE LAGE VON HISPANIEN

Eine ganz besondere ist die Situation von Hispanien, wo Dank unseren sorgfältigen Historikern auch AD 1016 / u.Z. 1206 die Zeitverschiebung voll im Gange war.

Es ist schwierig, die Geschichte einer Region auf die astronomische Zeitachse zu setzen, wo parallel mehrere christliche Fürstentümer bestehen, und ihre Fürsten, Könige zumeist Alfonso, Sancho, Garcia heißen, oder ihr Name aus der Kombination dieser besteht. 

Ich habe es jedenfalls versucht. Die Geschichte des Königtums von Navarra, ganz genau Sancho III. (1000–1035) war für mich dabei von großer Hilfe.

Unter seiner Herrschaft (1194–1229 u.Z.) kam der Großteil der christlichen Enklaven unter seine Oberhoheit, so war es leicht, sich von sagen wir mal Alfonso VI. zu verabschieden, der zwischen a 1065-1109 u.Z. nicht der „Kaiser von ganz Spanien” sein konnte. Er kann auch Toledo 1085 u.Z. nicht besetzt haben.

Der erfundene Papst Urban II. kann es 1088 u.Z. nicht zum Primatialsitz gemacht haben.

Daraus müssen nicht nur die hispanischen Historiker, sondern auch die Historiker der europäischen Universalgeschichte die Lehre ziehen.

Die Geschichtswissenschaft überbrückt die um 194 Jahre erweiterte Zeit durch 8, das heißt acht erfundene navarranische Herrscher, so dass der letzte 1194–1234 u.Z. Sancho wird. Seine Ordinalzahl ist aber schon VII!

Danach folgt das Herrscherhaus Champagne mit König I. Theobald.

Navarra scheint heute schon ein unbedeutendes Königtum, es ist aber vollkommen geeignet zur Entlarvung des kastilianischen Betrugs.

In den Schulen wird gelehrt, dass nach Garcia Sanchez (1017–1029) Sancho (III) von Navarra Graf von Kastilien wird. Der König von León war zu jener Zeit Bermudo III. (1028–1037).

Die Historiker betonen eifrig, dass unter Ferdinand I., der 1037 an die Macht gekommen war, sich Kastilien mit León vereinte.

Da es das astronomische Jahr 1231 u.Z. ist, steht es außer Zweifel, dass sich die Person des Vereinigers, Ferdinand I., mit der Person von einem anderen Ferdinand verwischte, zu dem wir heute als Ferdinand III. die Ehre haben.

Die größte Tat auch dieses Ferdinands ist, León mit Kastilien vereinigt zu haben. Er herrscht aber nur bis 1252 u.Z., während Ferdinand I. umgerechnet bis 1259 u.Z.

Beide Ferdinande Sancho und Alfonso hinterlassen Nachkommen, die sich nur in ihrer Ordinalzahl unterscheiden.

Eins steht fest, dieser Alfonso (VI. oder X.) wird Toledo 1279 u.Z. (AD 1085!) einnehmen.

Die Zeitverschiebung endet auch hier freilich noch nicht, denn die Araber erbosen sich über die Einnahme von Toledo, und es kommen wieder neue Massen aus Afrika nach Hispanien. In diesem Jahr überfluteten sie Al-Andalus, um ihren den Christen gegenüber erschwächten Glaubensgenossen zu Hilfe zu kommen.

Die Almoraviden hatten den Südteil von Hispanien bis zum Jahr AH 541, das heißt bis 1341 u.Z. unter ihrer Kontrolle, dann kam eine  andere Dynastie, die der Almohaden, an die Macht. Jussuf (AH 558-580) ruft Sevilla zur Hauptstadt von Andalusien aus.

1389 u.Z. (Trad. AD 1195) erleidet Alfonso in Alarcos eine Niederlage von den Almohaden, die Christen schlagen jedoch bald zurück.

Heute wird noch gelehrt, dass es dazu AD 1212 in Navas de Tolosa kam, doch was die Zeit anbelangt irrt man sich um 194 Jahre, denn wir schreiben 1406 u.Z.

Danach beschleunigen sich die Ereignisse, und die Mauren werden allmählich, Schritt für Schritt aus Hispanien verdrängt.

Die geläufigeren Zeitpunkte dafür sind: Cordoba AD 1236=1430 u.Z.!, daraus ist ersichtlich, dass die sich mit der Zeit beschäftigenden Historiker einer verblüffenden Schlamperei beschuldigt werden können. Sevilla AD 1248, das heißt 1442 u.Z. kommt in die Hände der Christen. Im System des Hungarischen Kalenders braucht man dem nach nicht 250 Jahre auf die Einnahme von Granada zu warten, die bereits wahrhaftig in der richtigen Zeit, 1492 u.Z.  passierte."

08:30
15. Juni 2010


TURUL

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Beiträge 81

Als pdf auf spanish;  Zusammenfassung deutsch, english (9Mb)

http://www.hungariancalendar.e…..spania.pdf 

13:41
14. Juli 2010


TURUL

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Beiträge 81

"1195  Schlacht bei Alarcos: Kalif Almanzor besiegt Alfons VIII. von Kastilien"

Quelle

Das Mittelalter in Daten, Universal-Bibliothek, Durchgesehene und ergänzte Neuausgabe….

Laut H. C. ;

Das Jahr 1196 unserer Zeitrechnung (Trad AD 1002)

Almansor stirbt nach einem siegreichen Feldzug in Medinaceli. (Seite 117.)

http://www.hungariancalendar.e…..spania.pdf

16:27
27. Februar 2011


TURUL

Member

Beiträge 81

"entstand Madrid unter dem Emir von Córdoba, Muhammad I. (852-886), der es (unter anderem durch einen Alcázar [Burg, JB]) stark befestigen ließ”

Laut HC (Hungarische Kalender oder hier 200 Mondjahre Zeitverschiebung) Muhhamad I (AH 238-273)herrschte von 1046 u.Z bis 1080.
Qelle La Historia de Hispánia… seite 51

http://www.hungariancalendar.e…..spania.pdf

08:14
5. Oktober 2011


TURUL

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Beiträge 81

Chronologie des Valencia;  (spanisch)

http://www.hungariancalendar.e…..encia.docx

16:44
8. November 2011


TURUL

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Beiträge 81

Eine interessante Zeitschrift in Spanien seit September 2011…

Debatte…

 

http://www.arqueologiamedieval…..bates.com/   

09:45
3. April 2012


TURUL

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Beiträge 81

Schlacht bei Las Navas de Tolosa (AD 1212) und Real Academia de la Historia (n.u.Z.2012) ; 

 

CONGRESSO INTERNACIONAL
MIRADAS CRUZADAS 
Del 9 al 12 de Abril de 2012
UNIVERSIDAD DE JAÉN 
 
El nuevo Atlas de Historia de Espana  

AD 1212 = EC 1406 = 608/609 H.

800 ANIVERSARIO = en realidad 606
anos…

 

http://www.hungariancalendar.e….._atlas.pdf

http://www.hungariancalendar.eu/sp.html

http://www.hungariancalendar.eu/ 

09:06
29. Juli 2012


TURUL

Member

Beiträge 81

Kathedrale von Burgos; (Wikipedia)

Der Bau der ersten großen, spanischen Kathedrale im gotischen Stil wurde von König Ferdinand III. von Kastilien und Maurizio, dem Bischof von Burgos, in Auftrag gegeben. Anlass war die Hochzeit Ferdinands mit Beatrix von Schwaben. Es galt, die veränderte Rolle Kastiliens im europäischen Machtgefüge durch eine adäquate Bischofskirche zu demonstrieren. Baubeginn war am 20. Juli 1221 auf dem Gelände der früheren romanischen Kathedrale. Verantwortlicher Baumeister war ein namentlich nicht bekannter Franzose. Nach neun Jahren war die Konstruktion der Apsis abgeschlossen. Der Hochaltar wurde am 20. Juli 1260 das erste Mal geweiht, anschließend ruhte der Bau fast 200 Jahre.

1417 wohnte der Bischof von Burgos dem Konzil von Konstanz bei und sah auf dieser Reise gotische Kathedralen in Frankreich und Deutschland. Sein Nachfolger Alfonso de Cartagena besuchte 1435 anlässlich des Konzils von Basel ebenfalls Süddeutschland, besichtigte den gerade durch Ulrich von Ensingen vollendeten Turm des Basler Münsters und kehrte mit dem deutschen Baumeister Johannes von Köln (spanisch: Juan de Colonia) zurück, der die Kathedraltürme von Burgos angelehnt an das Basler Münster mit offenen Steinmetzarbeiten vollendete. Mit Sicherheit kannte Johannes von Köln auch den Fassadenplan der geplanten Kölner Domtürme von 1310/20."

 

Muster Kölner Dom…



 
"Alle bisherigen Aussagen zu Strassensystem, Siedlungsstruktur und Grenzen dieser Siedlung [Altstadt von Aachen] beruhen allein auf Schriftquellen und theoretischen Überlegungen." [Matthias Untermann in Band III des Paderborner Ausstellungkatalogs]