Fantomzeit

Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

Herzlich willkommen! Unser Ziel ist eine lebendige Diskussion aller Fragen, welche die Fantomzeitthese betreffen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Sachbeiträge. Registrieren Sie sich als Leser, damit Sie die Beiträge kommentieren können, und werden Sie eventuell Mitautor dieser Webseiten. Lesen Sie die Hilfe/Sitemap für weitere Informationen.

Aktuelle Hauptbeiträge:

31. Dezember 2003                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Mittelalterdebatte, Zeitensprünge

eingestellt von: ao

Das Scheitern der Archäoastronomie

Zu Franz Krojer: Antworten von Heribert Illig, Jan Beaufort und Gunnar Heinsohn
(aus Zeitensprünge 3/2003)

Kr. = Krojer, Franz (2003): Die Präzision der Präzession. Illigs mittelalterliche Phantomzeit aus astronomischer Sicht. Mit einem Beitrag von Thomas Schmidt; Differenz-Verlag, München

I. Rückweisung der bislang gewichtigsten Kritik an der Phantomzeitthese

Heribert Illig

Viel mehr Ehre kann einem Forscher gar nicht widerfahren, als dass sich ein Kontrahent vier Jahre lang trotz Weib, Kind und Beruf damit beschäftigt, eine Theorie nach allen Regeln einer ihm gar nicht originär geläufigen Zunft zu widerlegen. Insoweit bin ich Franz Krojer dankbar, zumal er sich mannhaft, doch weitgehend vergeblich gegen die “damnatio memoriae” gestemmt hat, die höheren Ortes verfügt worden ist.

Es darf eingeflochten werden, dass es sich bei der “Austilgung des Andenkens” um einen Begriff aus dem römischen Strafrecht der Kaiserzeit handelt. Wegen Hochverrats konnte nicht nur die Todesstrafe, sondern darüber hinaus auch die “damnatio memoriae” verhängt werden. Daraufhin wurden die Standbilder des Staatsverbrechers entfernt, sein Name aus offiziellen Inschriften, manchmal auch aus privaten Urkunden gestrichen. Ich will hoffen, dass die Mediävisten hier nicht im Detail Bescheid wissen.
Weiter … »

Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Zeitensprünge 2003/03 : 17. August : [...] im frühen Mittelalter? Vorheriger/Nächster Beitrag « Zeitensprünge 2003/02 | Home | Das Scheitern der Archäoastronomie »… Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Eine Sonnenfinsternis des Theon von Alexandria : 26. August : [...] Gegebenheiten der verlängerten Mittelalterchronologie angepasst worden (vgl. Beaufort (2001) und Illig/Beaufort/Heinsohn (2003)). Mit Theons Werk könnte eine entsprechende Manipulation… Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Höhen und Tiefen der Archäoastronomie – Maya-Kalender und Astrolabien : 26. Februar : [...] Jan (2003): Die Fälschung des Almagest und ihre Verdrängung durch Krojer; in: ZS 15 (1) [...] Weiter ...

31. Dezember 2003                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

eingestellt von: ao

Zeitensprünge 2003/03

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 15, Heft 3, Dezember 2003

Dieses Heft bestellen

467 Editorial: Drei Lustra
469 Bücher von Gunnar Heinsohn 1994 – 2003
471 Heribert lllig: Jahrestreffen zu Erfurt
476 Johann W. v. Goethe: (Von der Erdgestaltung)
478 Das Scheitern der Archäoastronomie. Drei Antworten:
478 Heribert lllig: Rückweisung der bislang gewichtigsten Kri-
tik an der Phantomzeitthese
508 Jan Beaufort: Die Fälschung des Almagest und ihre Ver-
drängung durch Franz Krojer
516 Gunnar Heinsohn: Krojer und die Auschwitzleugnung
518 Gerhard Anwander: Wibald von Stablo — Constantin Fauß-
ner. Mutiger Forscher entlarvt genialen Fälscher
525 Andreas Birken: O Heilige Oftiliel Das Elsass zur Karolin-
gerzeit
537 H. lllig: Roter Mörtel in Aachens Pfalzkapelle
540 Gunnar Heinsohn: Sizilien und seine frühmittelalterliche
Fundlücke
556 Heribert lIIig: Zum Zeitsprung bei Christen und Moslems
570 Klaus Weissgerber: Zur athiopischen Frühgeschichte I.
Traditionen, Belege und Probleme (Aethiopica I)
601 Axel Brätz: Geheimnisvolles Erfurt – eine Stadt als Kunst-
werk
617 H. lllig: Humpert/Schenk — Brätz/Brätz. Eine Abwägung
621 Franz Siege: Nun doch Liebeskontinuität! (Rezension)
625 Franz Siepe: Neues zum Verständnis von Antike und
Neuzeit aus Marburg (Rezension)
631 Stefan Diebitz: Wissenschaft als Ideologie- und Kultur-
kritik. Hans Peter Duerrs Abrechnung mit dem Prozeß der
Zivilisation (Rezension)
637 Peter Winzeler: Jesus und Qumran – das Ende der Mar-
kushypothese (Redatieningen des NT II)
656 Martin Henkel: “…is there method in ‘t”?” Zu zwei Beiträgen
662 Otto Ernst: Wann entstanden Ägyptens große Pyramiden
675 Gerald Schmidt: Die Himmelsscheibe von Nebra
539 Fortsetzung der Mittelalter-Debatte
684 Leserbriefe und Sonstiges
688 Register für den 15. Jahrgang
699 Verlagshinweise

ISSN 0947-7233

|
"Wer Erinnerungszeugnisse heranzieht, dem obliegt die Beweislast, zu klären, was in positivistischem Sinne jeweils zutrifft, nicht umgekehrt: Nicht der Skeptiker muß nachweisen, was nicht zutrifft. Wenn eine derartige Beweisführung nicht gelingt, bleibt jede Sachaussage, die sich auf das fragliche Erinnerungszeugnis stützt, in hohem Maße hypothetisch und anfechtbar. Diese Forderung bedeutet eine Umverteilung der bisherigen Beweislast im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit der historischen Quellen. Alles kann falsch sein; so muß prinzipiell alles als falsch betrachtet werden." [Johannes Fried, Schleier der Erinnerung, S. 368]