Fantomzeit

Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

Herzlich willkommen! Unser Ziel ist eine lebendige Diskussion aller Fragen, welche die Fantomzeitthese betreffen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Sachbeiträge. Registrieren Sie sich als Leser, damit Sie die Beiträge kommentieren können, und werden Sie eventuell Mitautor dieser Webseiten. Lesen Sie die Hilfe/Sitemap für weitere Informationen.

Aktuelle Hauptbeiträge:

25. Mai 2014                     Kategorie(n): Fundsachen

eingestellt von: ao

The Corona-Atlas of the Middle East

CORONA is the codename for the United States’ first photographic spy satellite mission, in operation from 1960-1972. During that time, CORONA satellites took high-resolution images of most of the earth’s surface, with particular emphasis on Soviet bloc countries and other political hotspots in order to monitor military sites and produce maps for the Department of Defense. The more than 800,000 images collected by the CORONA missions remained classified until 1995 when an executive order by President Bill Clinton made them publicly available through the US Geological Survey. Because CORONA images preserve a high-resolution picture of the world as it existed in the 1960s, they constitute a unique resource for researchers and scientists studying environmental change, agriculture, geomorphology, archaeology and other fields.

In regions like the Middle East, CORONA imagery is particularly important for archaeology because urban development, agricultural intensification, and reservoir construction over the past several decades have obscured or destroyed countless archaeological sites and other ancient features such as roads and canals. These sites are often clearly visible on CORONA imagery, enabling researchers to map sites that have been lost and to discover many that have never before been documented. However, the unique imaging geometry of the CORONA satellite cameras, which produced long, narrow film strips, makes correcting spatial distortions in the images very challenging and has therefore limited their use by researchers.

The new Corona Atlas of the Middle East moves spy-satellite science to a new level. The team has started with a list of roughly 4,500 known archaeological sites across the Middle East. The spy-satellite images revealed another 10,000 that had previously been unknown.

http://corona.cast.uark.edu/index.html

10. Mai 2014                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

eingestellt von: ao

Bischof Gregor von Tours über die Gestirnsbewegungen

von Zsolt Németh (aus Zeitensprünge 1/2014)

Mitte der 1980er Jahre wurde eine heftige Diskussion in Nature, der wohl bedeutendsten naturwissenschaftlichen Zeitschrift der Welt, entfacht über etwas, das eigentlich gar nicht so richtig in diese Zeitschrift passt. Wolfhard Schlosser und Werner Bergmann (nachfolgend SB [1985]), Professoren an der Ruhr-Universität Bochum, haben beim Studieren des Werkes De cursu stellarum ratio, qualiter ad officium implendium debeat observari (eine Abhandlung über die Beobachtung der Gestirnsbewegungen zum Zweck der Bestimmung der Gebetszeiten, nachfolgend: DCS) von Bischof Gregor von Tours (ca. 538–593 [SB 1985, 46; Wood]) eine überraschende Hypothese aufgestellt. Der Bischof erwähnt einen Stern namens Robeola, der dem Namen nach zu urteilen eine rötliche Farbe haben soll, und den er als splendida, also prächtig leuchtend bezeichnet [DCS 870]. SB [46] identifizieren Robeola als Sirius, obwohl der Sirius heute weiß leuchtet. Sie begründen ihre Hypothese folgendermaßen:
Weiter … »

Basileus : 4. September : Die Beschreibungen zum Sternhimmel sind bei Gregor zu ungenau, um daraus irgendwelche belastbaren Schlußfolgerungen zu ziehen. Etablierten Astronomen gefällt es,… Weiter ...
admin : 5. September : Zu diesem Thema sei an einen Abschnitt in „Wer hat an der Uhr gedreht?“ von 1999 erinnert:… Weiter ...
Basileus : 16. September : "Es ist zwangsläufig so, dass sich jeder die ihm passende Finsternis heraussucht. " Um das zu vermeiden,… Weiter ...
|
"Sie [die Quellenkritik] prüft erinnerungskritisch den Quellenwert und die Tragweite der Aussagen. Gedächtniszeugnisse, mithin die meisten erzählenden Quellen, sind also in Hinblick auf ihre faktizistischen Aussagen grundsätzlich mit Skepsis, nicht mit vorauseilendem Vertrauen zu benutzen; denn jedes ist in jedem Fall, wenn auch in unbekanntem Umfang und mit nicht verifizierten Aussagen, als sachlich falsch zu betrachten, obgleich es auch Zutreffendes tradiert." [Johannes Fried, Schleier der Erinnerung, S.368]