Fantomzeit

Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

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Aktuelle Hauptbeiträge:

19. Juli 2012                     Kategorie(n): Fundsachen

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NPA-19 Conference Press Release

Global Alliance of Scientists Gathering in July to Propose and Discuss Possible Solutions for Fundamental Problems and Failed Predictions Known in Contemporary Physics and Cosmology

Minneapolis, Minnesota, May 31, 2012 – Addressing topics such as cold fusion, aether, electromagnetism, gravity, zero-point energy, relativity, quantum theory and mechanics, structural models of atoms, expansion tectonics, Twin Paradox, and the Big Bang Theory, the World Natural Philosophy Alliance (WorldNPA) announces its 19th annual conference on July 25-28, 2012 in Albuquerque, NM. http://conference.worldnpa.org

Promising to be one of the most important energy-related presentations in 2012, cold fusion expert and Los Alamos retiree, Dr. Edmund Storms will be giving a comprehensive summary of the current status of cold fusion research. http://www.worldnpa.org/site/2012/05/cold-fusion-expert-dr-edmund-storms-named-john-chappell-lecturer-for-npa-19

Even though the cold fusion effect has been reproduced hundreds of times since 1989, Dr. Storms wrote in the February 2011 Journal of Condensed Matter Nuclear Science, “The proposed model is still very incomplete and ignores many observations. Nevertheless, the logic suggests a new way to look at the problem that might be helpful in development of more complete models.”

With a schedule consisting of over one hundred sessions, WorldNPA presenters will be challenging commonly accepted theories that dominate modern physics and cosmology. Sadly, many mainstream interpretations of scientific data are based on irrational, unproven, untested, and even untestable ideas that directly contradict observations and predictions. http://www.worldnpa.org/site/problems-in-mainstream-science/

While WorldNPA members don’t claim to have all the answers, what they do offer are sound ideas that are based on objectivity, logic, and reason, rather than the distorted bias that results from financial and emotional allegiances to failed interpretations and predictions.

Contrary to a profile commonly imposed on scientific groups that work outside of funded science, WorldNPA members include Nobel Laureates and over 20% hold a Ph.D. in a related discipline.

Conference papers are scrutinized by stringent submission guidelines and compiled for publication. Complementing the WorldNPA is their World Science Database, which holds the largest collection of non-mainstream scientific papers ever assembled, and authored by over 2000 scientists from over 60 countries. In addition, their online video conferencing software allows members to hear, present, and participate in live weekly presentations.

http://www.worldsci.org/php/index.php?tab0=Abstracts

http://www.worldnpa.org/site/video-recordings/

For more information or to schedule an interview, please call Jon Fitch at 952-292-0157 or email @ conference@worldnpa.org

World Natural Philosophy Alliance

15. Juli 2012                     Kategorie(n): Fundsachen

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Das Programm der NPA 19 steht fest

Das Programm der 19. jährlichen Konferenz der Natural Philosophy Alliance vom 25. bis 28. Juli 2012 steht nunmehr fest. Die Konferenz hat im Vergleich zum Vorjahr einen merklich kleineren Rahmen, so finden z.B. alle Vorträge in einem Raum statt. An jedem der vier Tage gibt es vier Sessions. Die Themen sind weit gestreut und reichen von philosophischen Aspekten über Quantenmechanik, Licht, Relativitätstheorie, Elektrodynamik hin zu geologischen Themen und der Vorführung von Experimenten.

Der grobe Ablauf ist wie folgt:

Day 1 Session 1 – Philosophy
Day 1 Session 2 – Quantum Mechanics
Day 1 Session 3 – Structure
Day 1 Session 4 – Gravity
Day 1 Interest groups

Day 2 Session 1 – Relativity
Day 2 Session 2 – Light
Day 2 Session 3 – Mechanics
Day 2 Session 4 – Electric Universe
Day 2 Interest group + Experiments

Day 3 Session 1 – Electrodynamics
Day 3 Session 2 – Earth Science
Day 3 Session 3 – Open House
Day 3 Session 4 – Open House
Day 3 Sagnac Award Banquet

Day 4 Session 1 – Experiments
Day 4 Session 2 – Experiments
Day 4 Session 3 – Astronomy & Mathematics
Day 4 Session 4 – Mathematics

Jede Session enthält zumeist drei Vorträge. Auch dieses Jahr sind wieder bekannte Namen darunter: Edward Henry Dowdye, Charles William Lucas, Konstantin Meyl, Gerald Pollack, Ralph Sansbury, Donald E. Scott, Michael Steinbacher, David Talbott und Wallace Thornhill.

8. Juli 2012                     Kategorie(n): Sonstiges

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Klaus Weissgerber verstorben

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Klaus Weissgerber

24. August 1936 – 8. Juni 2012

Ein Nachruf von Heribert Illig

Wer die Zeitensprünge der letzten 15 Jahre durchblättert, erkennt bald, dass mein produktivster Mitarbeiter Dr. Klaus Weissgerber aus Ilmenau gewesen ist. Er war eng an diesen Ort gebunden: dort geboren, dort von 1975 bis 2004 freier Rechtsanwalt und dort plötzlich und friedlich gestorben. Er hinterließ seine Frau, seinen Sohn und die Tochter seiner Frau aus erster Ehe.

Sein Lebensradius reichte freilich weit über Ilmenau hinaus. Von seinen Interessensphären können hier nur Jurisprudenz und Geschichtswissenschaft angesprochen werden. Für den Brotberuf studierte er Jus in Jena und arbeitete danach als Notar und als Rechtsanwalt in Schleiz und Hildburghausen, bis er die Praxis seines Vaters in Ilmenau übernehmen konnte. ‘Nebenbei’ wurde er 1981 an der Humboldt-Universität Berlin in Geschichte promoviert – in unserer Gruppierung ein eher seltener Umstand. Für dieses Fach wollte er auch seine umfangreichste Publikation gedruckt sehen: eine Regentenliste aller Zeiten und Länder, bei der es nicht allein um die obersten Potentaten gehen sollte, sondern auch um die Besetzung nachrangiger Ebenen und um zusätzliche Details. Dafür beschäftigte er sich in breitestem Maße mit Geschichtsabläufen. Zu Hilfe kamen ihm seine Sprachkenntnisse, die sich neben Latein, Englisch und Französisch auf Russisch, Ungarisch und selbst Georgisch erstreckten. Doch sein weit gediehenes Projekt geriet in der Wende zur Makulatur. Der Verlag geriet in Insolvenz – und kein anderer Verlag zeigte damals Interesse.

Nachdem ihn alles Geschriebene interessierte, stieß er auch auf die Eichborn-Bücher von Gunnar Heinsohn und mir, worauf er sich für die Zeitensprünge interessierte und stark engagierte. Im dritten Heft von 1996 schrieb er den ersten Artikel für dieses Periodikum, weitere 73 sollten folgen. Bezeichnenderweise lautete der Auftakt Erste Bemerkungen zur altägyptischen Geschichte, mit dem Zusatz Aegyptiaca I. So war ein kraftvoller Anfang gesetzt und Weiteres zu gewärtigen. Dass es so viel werden würde, war damals nicht abzusehen. Andererseits hätte es gerne noch viel mehr werden können, lauteten doch sein Hauptüberschriften Aegyptiaca, Aethiopica, Asiatica, Hellenica, Hethiter, Indica, Islamica, Sinaica, Slavica, ohne dass deswegen die Thüringer oder Georgier, Bulgaren, Russen oder Ungarn abseits geblieben wären. Apropos Ungarn: Auf Wunsch des Budapester Verlages Allprint schrieb er 2003 das Buch Magyarok a kitalált középkorban. Újraírt történelem, das naturgemäß auf Ungarisch mehr Leser fand als die deutsche Ursprungsfassung. Darin behob er den ungarischen ‘Minderwertigkeitskomplex’, erst drei Jahrhunderte nach den Slawen in den Westen vorgestoßen zu sein und dann ein Land genommen zu haben, das kein anderer hätte haben wollen. Er fand heraus, dass Árpád bereits um 600 seine Magyaren in die pannonische Tiefebene geführt hatte und erwies sich hier wie auch sonst als entschiedener Vertreter der 297-jährigen Phantomzeit.

Gerade die Aegyptiaca lagen ihm sehr am Herzen. Als er sich entschloss, von der ersten Dynastie bis zu den Ptolemäern eine komplette, kritisch datierte Pharaonenliste zu erstellen, plagte ihn die Sorge, ihren Druck nicht mehr zu erleben. Er schrieb wie entfesselt, zeitweilig warteten drei lange Beiträge von ihm darauf, ins Heft gerückt zu werden. Dieses Vorhaben war mit dem Heft 3/2010 abgeschlossen. Danach wollte er sich zurückziehen, um seit langem verfolgte Buchprojekte abzuschließen. Aus Gesprächen weiß ich, dass es ihm um den Kennedy-Mord und noch ungeklärte Indizien ging, weiter um eine Biographie des jungen Stalin und um eine Untersuchung über das Schicksal der letzten Bourbonen-Kinder. Derartige Geschehnisse beschäftigten ihn; so hatte er prompte, wohlfundierte Antworten parat, wenn Kaspar Hauser oder die Dunkelgräfin von Hildburghausen – ihrer Exhumierung stimmte der Stadtrat drei Wochen nach Weissgerbers Tod endlich zu – zum Thema wurden, aber auch zu der Frage, ob es sich bei Tito um eine einzige Person oder um eine später ausgetauschte handelte. Ihn hat es gereizt, in rätselhaften Fällen alle Mutmaßungen aus ihrer üblichen Vernebeltheit zu konkreten Indizien zu verdichten, zu kondensieren. So gewann er das Material, das wirkliche Beschäftigung lohnte.

Viele Autoren der Zeitensprünge werden bestätigen können, dass er – wenn er sich ein Thema wählte – keine einzige Stimme aus der Zeitschrift unberücksichtigt ließ, alle Äußerungen bis hin zum kurzen Leserbrief systematisch abarbeitete und prüfte. Hier war ein Ideal erfüllt: Wissenschaft als lebhafte Auseinandersetzung mit allem einschlägigen Material. Am Anfang eines Artikels sichtete Weissgerber zunächst seine eigene riesige Bibliothek und sein Archiv, um als erstes die Literaturliste zu erstellen. Deren Länge konnte sogar dem Herausgeber zu viel werden, der sonst eher zu umfangreicher Quellenarbeit ermuntert. Damit war bei Weissgerber auch schon ein guter Teil der geistigen Arbeit geleistet, wusste er doch dank seines exzellenten Gedächtnisses genau, was er wo bereits gelesen hatte – und vor allem wusste er, welche Gedanken von ihm selbst und welche von anderen stammten. Auch da war er unbestechlich.

Sein wohlfundiertes Urteil wird uns fehlen; seine Beiträge der Zeitschrift und ihren Lesern ohnehin.

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"Wer Erinnerungszeugnisse heranzieht, dem obliegt die Beweislast, zu klären, was in positivistischem Sinne jeweils zutrifft, nicht umgekehrt: Nicht der Skeptiker muß nachweisen, was nicht zutrifft. Wenn eine derartige Beweisführung nicht gelingt, bleibt jede Sachaussage, die sich auf das fragliche Erinnerungszeugnis stützt, in hohem Maße hypothetisch und anfechtbar. Diese Forderung bedeutet eine Umverteilung der bisherigen Beweislast im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit der historischen Quellen. Alles kann falsch sein; so muß prinzipiell alles als falsch betrachtet werden." [Johannes Fried, Schleier der Erinnerung, S. 368]