Fantomzeit

Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

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Aktuelle Hauptbeiträge:

8. April 2017                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2017/01

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 29, Heft 1, April 2017

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3 Editorial
4 Illig, Heribert: „Clovis first“ am Ende! Fünf Nachweise für
noch ältere Amerikaner · Ein Nachruf
7 Illig: Bernstorf und Nebra · Gefälscht: beides, eines,
keines?
34 Illig: Ugarit – Velikovskys Stütze fällt
38 Diebitz, Stefan: Rechteck und Herd · Phänomenologie
und Strukturalismus in der Vorgeschichte der Kultur
46 Heinitz, Volker: Gedankensplitter zu antikem Glas – Teil
2, mit einer Ergänzung zum Zinn
56 Illig: „Denken statt Glauben” · Roland Weber erweitert
Joseph Atwills Ansatz · Eine Rezension
66 Weber, Roland: Perikopen der Römischen Schreibstube.
Fünf Beispiele
76 Weber, R.: Zum Begriff Evangelium · Manche Kleinigkeit
sagt mehr als große Worte
82 Illig: Daniel nach der Zeitenwende · Eine Umdatierung
89 Illig: Umrisse der antiken Goldgewinnung · Eine Skizze
99 Dahl, Jürgen: Ruina orbis terrarum
100 Illig: Das verborgene Offensichtliche · Gedanken zu
einer Aachener Neuerscheinung
109 Illig: Jus nichtet Karl
125 Illig: Böhmisch-mährische Burgen und Könige
135 Illig: Skandinaviens unendlich lange Geschichte · Zwei
Jahrtausende erfunden
144 Soisson, Robert: Frankreich und die Kritik an Karl dem
Großen · Philippe Delorme und François de Sarre
152 Diebitz, St.: Kulturen vor Kolumbus · Zwei umfangreiche
Werke erzählen die Geschichte beider Amerika vor
den Europäern
160 Friedrich II.: Vorerinnerung zu Geschichte meiner Zeit
163 Illig: Bärtierchen, Mensch und Strahlung
166 Bei Karl alles in Butter? Ein Sammelsurium
171 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

31. Dezember 2016                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2016/03

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 28, Heft 3, Dezember 2016

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291 Editorial
292 Fießinger, Herbert: Joseph Atwill: Das Messias-Rätsel ·
Rezension
307 Illig, Heribert: Corveys Westbau endgültig römisch ·
Spurensuche mit Klabes und Odysseus
325 Gwinner, Philipp von: Hat Firmicus Maternus ‘seine’ SoFi je
erlebt?
329 Illig: Phantomzeit der Larssons oder Der Anspruch der
„sciences“
339 Illig: „Leuchtturmforschung“ im Karlsgraben · Eine
Fortsetzungsgeschichte
349 Illig: Marmor, Stein und Eisen hält · Eine
Bestandsaufnahme karolingischer Baukunst ·
Rezension
358 Thiel, Werner: Bad Iburg – erst mal spekulativ…
Datierungen neuer Funde
362 Thiel: Münsters Archäologie streicht Bistumsgründer
Ludger/Liudger aus der Geschichte
365 Illig: Wo waren die mittelalterlichen Skriptorien? oder Die
Umdatierung des St. Galler Pseudoplans
408 Illig: Der überfällige Eintritt in den englischen Sprachraum –
Emmet Scotts Guide
412 Illig: In Karl, um Karl und um Karl herum
420 Illig: Verschwörungstheorien bis zum Abwinken · Ein Blick
in die Abgründe des Wissenschaftsbetriebes
423 Winkle, Stefan: Roger Bacon, ein Märtyrer der Wissenschaft
432 Bannier, Knut: Nach I. Velikovsky und Chr. Marx · Zwei
Beiträge
435 Illig: Die Philosophie des Als Ob · Hans Vaihingers
Bestimmung der Fiktion
440 Illig: Hirngröße und Spezialisierung · Neue Relationen
444 Illig: Von Bärtierchen bis zu den Baiern
448 Register für den 28. Jahrgang, 2016
459 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

20. August 2016                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2016/02

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 28, Heft 2, August 2016

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131 Editorial
132 Illig, Heribert: Bernstorf auf der Zielgeraden ·
Archäometallurg auf dem Holzweg?
136 Kommentare zum pyramidalen Fugenrätsel
138 Illig, H.: Das Fehlen richtiger Bibliotheken und
zugehöriger Räume vor 1350
179 Illig, H.: Carolus minimus? Rezension von Rolf
Bergmeiers jüngstem Buch
187 Von Karl und mittelalterlichen Fälschungen · Zwei
Rundfunksendungen
189 Illig, H.: „Eine Geschichte des Weltuntergangs” ·
Kalenderüberlegungen zu Frieds Neuerscheinung
195 Illig, H.: Der rätselhafte Koran · Eine Rezension,
dazu ein neuer Datierungsansatz für den Islam
207 Illig, H.: Zum Ende der Phantomzeit · Eine
Präzisierung
210 Gwinnner, Philipp von: Die Finsternisse des
Thukydides
219 Lewin, Karl-Heinz: Dendrochronologie und
Archäoastronomie
239 Illig, H.: Kommentar zum Ansatz der Larssons und
ein weiterer Zwischenstand nach 2006
243 Dumbs, Mathias: Wanderung eines antiken
griechischen Skulpturentypus quer durch Eurasien ·
Vergleichbare Statuen zur Venus von Milo in Asien
255 Otte, Andreas: Velikovsky-Konferenzen im ersten
Halbjahr 2016
264 Christoph Marx, 1931 – 2016
265 Illig, H.: Übers Vogelhirn
276 Illig, H.: Tod dem Schönen! · Eine zynische Anklage
282 Illig, H.: Neues von den Dracologen? Josef Reichholf
über seltsames Getier · Eine Rezension
286 Caesar, Hobbits und uns Karl · Fundsachen
291 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

19. April 2016                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2016/01

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 28, Heft 1, April 2016

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3 Editorial
4 Illig, Heribert: Hinter haarfeinen Fugen neue Welten?
Hans Jelittos Pyramiden-Buch – ein Paradigmenwechsel?
24 Illig: Diskos von Phaistos – Verfälschung des Minos
33 Thiel, Werner: Kalkriese – Varusschlacht · gespiegelt
auf die Phantomzeit-Diskussion · Anmerkungen
zu Andreas Otte [3/2015]
37 Otte, Andreas: Verzerrte Spiegelung · Reflexionen zu
den Anmerkungen Werner Thiels
40 Illig: Zu den Wurzeln der Chachapoyas · Ein kritischer
Rückblick
45 Dattenböck, Georg: Die Baiern und die Hunnen
54 Illig: Der Untergang zweier Geschlechter · Zum direkten
Übergang von 614 nach 911
59 Illig: Ochs und Esel, Traubentreten · Zur Datierung des
Capitulare de villis
67 Illig: Glocken für Karl? Eine Abgrenzung
73 Illig: Frankfurt-Höchst und seine Justinus-Kirche · Eine
1225-Jahres-Würdigung
78 Illig: Italien: Die Leere der Fülle
111 Illig, H. / Frank, Werner: Tricksereien mit Schalttag und
Kalender
115 Gwinner, Philipp von: Die Sonnenfinsternis des
Plutarch
119 Illig: Denk- und Merkwürdigkeiten · Eine Zusammenstellung
131 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

2. April 2016                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Urkunden fälschen. Resultate des einschlägigen Kongresses

von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 3/2015)

In memoriam Prof. Dr. Hans-Ulrich Niemitz, der sich als erster von uns mit dem abschließenden Vortrag Horst Fuhrmanns „Von der Wahrheit der Fälscher“ beschäftigt und mir das Rätsel der Fälschungen „mit antizipatorischem Charakter“ zur Auflösung überlassen hat [I:89, 97 f.].

Es wird höchste Zeit, den Schatz zu sichten, den die professionellen Fälschungsjäger, also Diplomatiker und Paläographen, vor fast 30 Jahren ausgebreitet haben. Zwar habe ich gelegentlich auf diese Fülle hingewiesen, aber sie nicht konkret ausgeschöpft. Dies soll nun mit einigen Zitaten aus den fast 4.000 Seiten der fünfbändigen Edition der Kongress-Akten geschehen. Die Veranstaltung selbst hatte 544 Teilnehmer, die ihre über 150 Beiträge nur zum kleineren Teil an den vier Tagen vorgetragen, sondern in den darauf folgenden zwei Jahren erstellt oder zur Druckreife gebracht haben. So ziemlich alle in den Zeitensprüngen kritisierten Mediävisten waren vertreten: Gert Althoff, Bernhard Bischoff, Michael Borgolte, Karl Bosl, Carlrichard Brühl, (der Semiotiker und Roman-Autor Umberto Eco als Festredner), Johannes Fried, Max Kerner, Theo Kölzer oder Rudolf Schieffer (doch Fried und Schieffer nicht als Autoren). Der uns ebenfalls bekannte Horst Fuhrmann als damaliger Präsident der MGH hat die Tagung geleitet, den Abschlussvortrag gehalten und die Bände herausgegeben. Weiter … »

30. April 2015                     Kategorie(n): Fantomzeit

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Zeitensprünge 2015/01

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 27, Heft 1, April 2015

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3 Editorial
4 Illig, Heribert: Neues zu Nebras Himmelsscheibe. Zur
Neuerscheinung von Josef M. Mayer
8 Diebitz, Stefan: „vollkommene Vergessenheit“. Ist eine
Frühgeschichte der Menschheit möglich?
21 Illig, H.: Parzinger – ein Abgleich
24 Ernst, Otto: Teje – immer wieder umgebettet
26 Ernst, O.: Korrekturen zur Amarnazeit
28 Illig, H.: Antwort auf die Einwände von Otto Ernst
32 Illig, H.: Mauerbau vor der Zeitenwende – die Entwicklungslinie
45 lllig, H.: Griechenlands Dunkle Jahrhunderte.
Eine Zeitbestimmung
75 Koch, Marianne: Einspruch: Zur Idee der chronologischen
Verkoppelung von Caracalla und Diocletian bei Mathias Dumbs
80 Dumbs, Mathias: Soldatenkaiser in kaiserlichen
Rechtsentscheidungen. Eine Erwiderung auf Marianne Koch
89 Lewin, Karl-Heinz: Trierische Hinweise zu Konstantin (Trier IV)
94 Illig, H.: Augustin – Alkuin – Anselm. H. Deterings Umverteilung
102 Hoffmann, Volker: Hölzerne Ringanker in den Kuppeln
der Hagia Sophia in Istanbul
113 Wirsching, Armin: Gab es eine siedlungsleere Zeit in
Schleswig-Holstein im frühen Mittelalter?
139 Illig, H.: Fiktive Hammaburg im Riesenformat.
Eine Klarstellung
168 Thiel, Werner: „Gold & Blei”. Ausstellungs-Datierungen
mit Lücken. Ein Besichtigung
170 Illig, H.: Ulfberht bei den Wikingern. Von Schwertfegern
und -schwingern
185 hi: Wessobrunner Gebet. Ein knapper Hinweis
187 Illig, H.: Karolische Presseschau am Ende?
193 Illig, H.: Giorgione und „die drei Weisen”
199 Strauwitz, Jürgen v.: Kann man vom Glauben nur reden,
wenn man selbst glaubt? Mehr als eine Replik zu Hans Bangerter
219 Bangerter, Hans: Die Anschläge von Paris. Eine Differenzierung
225 Friedell, Egon: Die griechische Amoralität
227 Illig, H.: Zu viel der Unwahrscheinlichkeit.
Dawkins kann Darwin auch mit Äonen nicht retten
238 Otte, Andreas: Statistische Fallstricke. Welche Bedeutung
hat der p-Wert?
246 Dumbs, M.: Japanisches Latein oder römisches Japanisch
253 Kunterbuntes

ISSN 0947-7233

31. März 2015                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Aachens Marienkirche: Archäologie und Schriftquellen

Eine weitere Sichtung von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 3/2014)

Müller, Harald / Bayer, Clemens M. M. / Kerner, Max (2014): Die Aachener Marienkirche: Aspekte ihrer Archäologie und frühen Geschichte. Der Aachener Dom in seiner Geschichte · Quellen und Forschungen Band 1. Herausgegeben im Auftrag der Europäischen Stiftung Aachener Dom; Schnell & Steiner, Regensburg, ca. 320 S., 60 schwarz-weiße und 64 farb. Abb. = MBK

Kaum war im letzten Heft die Baugeschichte der Aachener Pfalz zusammengestellt und in den Druck gegangen, erschien bereits das nächste einschlägige Buch, nun konzentriert auf die Pfalzkirche selbst. Und es wird nicht das letzte bleiben, firmiert es doch als erster Band einer vielleicht langen Reihe. Da sich das vorliegende Buch auf die Quellen, ansonsten auf Untergrund und Fundament der Kirche beschränkt, bleiben noch etliche Möglichkeiten: ein Buch für das Sechzehneck, eines für das Achteck, eines für das Äußere etc. etc. Schlussendlich wird der Aachener Dom die bestdokumentierte und -ergrabene Kirche Deutschlands sein!
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23. Dezember 2014                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2014/03

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 26, Heft 3, Dezember 2014

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515 Editorial oder Heribert Illigs dritte Karlssequenz (mit einer
Unterbrechung bis S. 566)
517 Aachens Marienkirche: Archäologie und Schriftquellen.
Eine weitere Sichtung
532 Immer neue Bücher zu Karl. Ein durchkreuztes
Blättermeer
538 Karl – omnipräsent von Aachen bis Zürich
556 Hammaburg allein für Hamburger?
Entzugserscheinungen
558 Carstens, Claus: Ein Kommentar zur Hammaburg
561 Illig, H.: ‘Borgolte schützt Überlingens wackliges
Jubiläum vor Unhold’
567 Németh, Zsolt: Die Theorie des erfundenen Mittelalters
im Licht archäologischer Funde in Ungarn
597 Zöllner, Wolfgang: Was geschah während der
Phantomzeit in Korea?
627 In memoriam Günter Lüling
631 Illig, H.: Neues aus Bernstorf, Nebra und Cornwall.
„Bayernkrimi“, Gold und Pernicka
645 Zeller, Manfred: Die Geschichte des Altertums in der
Sicht von Herbert Gabriel. Eine Wiedergabe
662 Illig, H.: Amenophis III. = IV. Echnaton. Neues Licht auf
Amarna und den Aton-Kult
692 Illig, H.: Kija = Satamun = Nofretete. Eine Bereinigung
701 Dumbs, Mathias: Neudatierungen beim Römischen
Reich des 3. und 4. Jahrhunderts
731 Illig, H.: Königliche Verschlusssache.
Verschwörungstheoretisches Beispiel Bayern
746 Illig, H.: Schavan und die Wissenschaft. Dissonanzen
750 Frank, Werner: Die perfekte Theorie. Geschichte
der allgemeinen Relativitätstheorie von 1915 bis
heute. Eine Rezension
754 Illig, H.: Diverses zwischen Dinos und Death Valley
758 Register für 2014
771 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

28. Oktober 2014                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Keine Lehnspyramide für Karl den Großen!

Frischer Wind in akademischen Mittelalterstuben

von Marianne Koch (aus Zeitensprünge 2/2014)

Nach dem Aachener Dom [Illig 2011] fällt nun auch die Lehnspyramide zur Manifestation der Karolingerreiche aus. Sie hat als westeuropäisches ständisches Verfassungsmodell der früh- und hochmittelalterlichen Reiche ausgedient. Wann, wo und warum können wir noch vom Lehnswesen als grundsätzliches staatliches Strukturelement sprechen?

Das Lehnswesen in der Kritik

Bisher galt das eiserne Dogma:

„Die Karolinger haben aber nicht nur die tatsächliche Verbindung von Vasallität und Benefizium gefördert, sondern haben auch das daraus entstandene Lehnswesen für den Staatsaufbau nutzbar gemacht.“ [Spieß HRG 1978, / Lehn(s)recht/Lehnswesen, Sp. 1729].

So können wir es noch in Lehrbüchern nachschlagen, bekommen es in phantasievollen historischen Biografien wie jüngst in Frieds Karl [s. Illig 2014] und den beliebten History-Serien des Fernsehens serviert. Man hat dem Autor des Sachsenspiegels – Eike von Repkow (ca. 1230) – geglaubt, der uns die Lehnspyramide in der heute gängigen Form der „Heerschildordnung“ präsentiert und als „altes Recht“ Karl d. Gr. überliefert. Nach bisher herrschender Meinung erreicht diese Gesellschaftsordnung, genannt Lehnswesen, unter Ottonen und Saliern einen qualitativen Höhepunkt als königlich-kaiserliches Machtinstrument. Den Staufern wird besonders seit Barbarossa unterstellt, durch Reformen die herrschaftliche Wirksamkeit verwässert zu haben und so den Landesherrschaftsausbau niederer Stände befördert zu haben. Seine wesentlichen Institute bleiben aber bis zum Ende des alten Reichs 1806 erhalten.
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7. September 2014                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Neues zu Aachens Pfalz, aus örtlichen Quellen destilliert

von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 2/2014)

Bauforschung

Über Aachens kulturelle Schätze wird ein voluminöses Buch nach dem anderen publiziert. Besonderes Gewicht hat der 611 Seiten starke Band des großen, von Stadtarchivar Dr. Thomas R. Kraus herausgegebenen Werks: Aachen · Von den Anfängen bis zur Gegenwart 2. Band: Karolinger – Ottonen – Salier · 765–1137. Als Autoren waren, in alphabetischer Reihenfolge, die Wissenschaftler Franz-Reiner Erkens, Judith Ley, Dietrich Lohrmann, Harald Müller, Frank Pohle, Sebastian Ristow und Stadtarchäologe Andreas Schaub beteiligt. Mit den im Juni erschienenen drei Ausstellungskatalogen tritt eine zweite Publikation mit 1.104 Seiten neben ihn [AA1-3]. Nachdem Prof. Dr. Frank Pohle wie etliche seiner Autoren bereits bei dem ersten, ‘zielgenaueren’ Buch beteiligt waren – dort als Autor übergangen [Kraus, 611] –, wird primär auf dieses zurückgegriffen, aber die Weiterungen aus seitdem sechs Monaten Forschung werden beachtet.
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27. August 2014                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2014/02

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 26, Heft 2, August 2014

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259 Editorial zu Heribert Illigs zweiter Karlssequenz
(bis S. 337)
260 Neues zu Aachens Pfalz, aus örtlichen Quellen
destilliert
278 Aachens Remake. Zu drei Ausstellungen
288 Karls-Aktivitäten landauf, landab. Ein Streifzug
295 Karleske Bücherlese
298 Gedrucktes zum Karls-Jubiläum
300 Römische Fossa Carolina
329 Ergänzung: Zwei unvollendete Kanalbauversuche,
zwei erfolgreiche, aber sinnlose Kanalbauten
331 Karls Logistik, ein mühseliger Erkundungsmarsch
338 Koch, Marianne: Keine Lehnspyramide für Karl den
Großen! Frischer Wind in akademischen
Mittelalterstuben
352 Friedrich, Volker: Die Geographie der Dietrichepik, Teil II.
Das Moselgebiet und Dietrich von Bern in der
nordischen Thidrekssaga
378 Illig, H.: Frühes Christentum in Rom
407 HI: Mithras mit der phrygischen Mütze. Drei
Betrachtungen
428 Otte, Andreas: Keltentum. Ursprünge, Entstehung,
Entwicklung
456 Ernst, Otto: Von Satamun zu Nofretete. Aufstieg und
Ende einer Pharaonentochter
471 Heinitz, Volker: Frühes Zinn und kobaltblaues Glas
486 Heinitz, V.: Sind Flutschicht-Ablagerungen in Flüssen
Mesopotamiens Indikatoren für kosmische
Katastrophen?
494 Illig, H.: Konrad Spindler und der Ötzi. Der Zweifel bleibt
502 Otte, A.: Electric Universe 2014 – All About Evidence.
Ein Kurzbericht
504 Bangerter, Hans: Fragen an Joachim Bauer zur
Evolution. Ein offener Brief
508 Nekrologe
510 En passant
515 Verlagshinweise

ISSN 0947-7233

10. Mai 2014                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Bischof Gregor von Tours über die Gestirnsbewegungen

von Zsolt Németh (aus Zeitensprünge 1/2014)

Mitte der 1980er Jahre wurde eine heftige Diskussion in Nature, der wohl bedeutendsten naturwissenschaftlichen Zeitschrift der Welt, entfacht über etwas, das eigentlich gar nicht so richtig in diese Zeitschrift passt. Wolfhard Schlosser und Werner Bergmann (nachfolgend SB [1985]), Professoren an der Ruhr-Universität Bochum, haben beim Studieren des Werkes De cursu stellarum ratio, qualiter ad officium implendium debeat observari (eine Abhandlung über die Beobachtung der Gestirnsbewegungen zum Zweck der Bestimmung der Gebetszeiten, nachfolgend: DCS) von Bischof Gregor von Tours (ca. 538–593 [SB 1985, 46; Wood]) eine überraschende Hypothese aufgestellt. Der Bischof erwähnt einen Stern namens Robeola, der dem Namen nach zu urteilen eine rötliche Farbe haben soll, und den er als splendida, also prächtig leuchtend bezeichnet [DCS 870]. SB [46] identifizieren Robeola als Sirius, obwohl der Sirius heute weiß leuchtet. Sie begründen ihre Hypothese folgendermaßen:
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Basileus : 4. September : Die Beschreibungen zum Sternhimmel sind bei Gregor zu ungenau, um daraus irgendwelche belastbaren Schlußfolgerungen zu ziehen. Etablierten Astronomen gefällt es,… Weiter ...
admin : 5. September : Zu diesem Thema sei an einen Abschnitt in „Wer hat an der Uhr gedreht?“ von 1999 erinnert:… Weiter ...
Basileus : 16. September : "Es ist zwangsläufig so, dass sich jeder die ihm passende Finsternis heraussucht. " Um das zu vermeiden,… Weiter ...

24. April 2014                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2014/01

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 26, Heft 1, April 2014

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3 Editorial oder H. Illigs Karlssequenz, bis S. 120
5 Frieds Karl
28 Blicke auf Karl und Einhard. Fünf Rezensionen
45 Fluxus – Karl – geschwurbelt. Eine Bredekamp-Rezension
55 Blätterrauschen zu Karls 1200. Todestag. Ein Potpourri
67 Gedrucktes zum Karls-Jubiläum
71 Karl der Große auf dem Bildschirm
81 Aachen: Macht hoch die Tür! Es kommt der Herr der
Herrlichkeit
83 Hammaburg – Hamburg – Humbug? Wie mit Gewalt
karolingisiert wird
93 Mainz wie im Fasching. Der älteste Dom Deutschlands als
nächster Jahrhundertfund
98 Erste Karlsausstellungen, u.a. in Zürich und Osnabrück,
dazu ein Ausblick
107 Karls-Veranstaltungen von Aachen bis Zürich
111 Wir ziehen (nicht) in den Krieg. Überlegungen zur Logistik
der Karolinger
121 Németh, Zsolt: Bischof Gregor von Tours über die
Gestirnsbewegungen
143 Otte, Andreas: „CREDO” Christianisierung Europas im
Mittelalter
162 Strauwitz, Jürgen von: Die Unmöglichkeit des Ereignisses
‘Exodus’ im AT
181 Illig, H.: Hat die Bibel doch recht? Eine Ergänzung
185 Lüling, Günter: Urraum und Kleidung
216 Illig, H.: Das wüstentaugliche Dromedar, Produkt
herkömmlich gesehener Evolution?
224 Otte, A.: Wirklich viele Millionen Jahre alt? Ungewöhnliche
Funde in und an Saurier-Fossilien
229 Frank, Werner: Galilei und Kepler, Newton und Leibniz
233 Illig, H.: Fälscher, Täuscher und Gelehrte. Ein Fliegenschiss
als Richtbeil
243 Illig, H.: Alte und neue Literaturfunde
249 Otte, A.: Halton „Chip” Arp · 1927 – 2013
252 Ein Leserbrief und manch’ Anderes
259 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

28. August 2013                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2013/02

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 25, Heft 2, August 2013

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259 Editorial
260 Illig, Heribert: Neue Pyramidenbauvorschläge. Bücher von
Horst Leidel und Frank Müller-Römer
282 Löhner, Franz: Kupfer gegen Granit? Eine Anmerkung
285 Ernst, Otto: Echnaton und Nofretete. Tutanchamuns
mögliche Eltern
297 Illig, H.: Ägyptische Tempel – griechisch-römisch kopiert?
305 Illig, H. Das neue Ägyptische Museum München. Eine
Sichtung
309 Otte, Andreas: Forgotten Civilization. Rezension,
Zusammenschau und Spekulation
335 Illig, H.: Kraggewölbe bis zur Gegenwart
342 Günther, Karl: Wann war und was ist Javne? Das
rabbinische Judentum schafft seinen Gründungsmythos
353 Illig, H.: Aquileia und Grado. Zwei konkurrierende Bistümer
vom frühen Christentum bis zum Hochmittelalter
383 Laszlo, Renate: Die altenglische Literatur bestätigt die
Phantomzeit
400 Laszlo, R.: Die Schlacht bei Argentoratum (Straßburg) oder
das Rätsel über den Panzer
413 Illig, H.: Unvereinbare Königskinder
415 Otte, A.: Ein sicherlich gut gemeinter Versuch: Thomas
Hattemer – Die verfälschte Antike
426 Illig, H.: Erstmals ein Archäologe! Das erfundene Mittelalter
wird in Graz diskutiert
444 Illig, H.: Von Graz nach Gräfelfing durch etliche Untiefen
448 Bonaventura: Zeitensprünge um Darwin, 1804 publiziert
453 Illig, H.: Karl Popper und Charles Darwin. Zur Diskussion
456 Birken, Andreas: Leserbrief zu Karl Popper
460 Haumann, Raphael: Zu Werner Franks Kritik an meinem
Buch Die Physik des Nichts – mit einer Antwort von H. Illig
465 Illig, H.: Abschluss der zehnbändigen Kriminalgeschichte
des Christentums von Karlheinz Deschner. Ein Dank
469 Bangerter, Hans: Was tut man eigentlich, wenn man glaubt?
Ein Beitrag zur Religions- und Moralkritik
498 Zuberbühler, Robert: Vermutungen zum Thema Emergenz
511 Kleinfunde, Randbefunde
515 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

fanzfan : 8. November : Zu: Karl Popper und Charles Darwin. Diskussionsbeiträge von Heribert Illig und Andreas Birken. In: Zeitensprünge 2/2013, S. 453 ff.… Weiter ...

25. Juli 2013                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Die fränkische Herrscherliste des Bischof Godmar von Gerona, 939/40

von Volker Friedrich (aus Zeitensprünge 01/2013)

Zusammenfassung

Die Frankenchronik des nachgewiesenen Bischofs Godmar dokumentiert eine Berichtslücke von 135 Jahren in der christlichen Geschichtsschreibung (s. Anhang, S. 91). Eine Überprüfung der Godmarschen Angaben bei Gregor von Tours (Chronik bis 592) und sog. Fredegar zeigt, dass der Kernteil der Fredegar-Chronik (= Liber generationis resp. Chronik cuisdam sapientis bis ca. 658) chronistisch um 67 Jahre zu weit in Richtung Gegenwart eingeordnet ist und nur Ereignisse aus dem 6. Jh. beschreibt.
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5. Mai 2013                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Kölner Geklüngel anno 2013

von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 1/2013)

[S/G =] Schütte, Sven / Gechter, Marianne (2012): Von der Ausgrabung zum Museum – Kölner Archäologie zwischen Rathaus und Praetorium · Ergebnisse und Materialien 2006–2012; Köln, 330 S., 402 Abb., mit Beiträgen von zwölf weiteren AutorInnen; wohlfeil

 „Ich beobachte die Tätigkeiten von Sven Schütte nolens volens seit inzwischen weit über fünfzehn Jahren. Er stellt sich grundsätzlich nicht der Wissenschaft, sondern hat sich vielmehr darauf verlegt, das, was er meint erforscht und an angeblich Neuem und Sensationellem herausgefunden zu haben, immer und immer wieder über die Presse in die Welt zu setzen und zu verstetigen.“

Prof. Dr. Heinz Günter Horn [2008; vgl. Illig 1/2009, 226]

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30. April 2013                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2013/01

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 25, Heft 1, April 2013

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3 Editorial
5 Gerhard Anwander: 11. 6. 1945 – 17. 1. 2013. Ein Nachruf
8 Dr. Detlef Suhr: 3. 11. 1962 – 28. 1. 2013. In memoriam
9 Illig, Heribert: Horken, Krohne, Krieg, NS-Zeit.
Ein Prähistoriker aus Gräfelfing
30 Otte, Andreas: Homer an der Ostsee. Felice Vincis
Buch ins Deutsche übersetzt
34 Lüling, Günter: Das verfälschte Geschichtsbild der
Alten Welt im judäischen Alten Testament
67 Illig, H.: Amtsinsignien des Pharao. Herrscher
über Beduinen und Bauern
73 Friedrich, Volker: Die fränkische Herrscherliste
Bischofs Godmar von Gerona, 939/40
95 Illig, H.: Kölner Geklüngel anno 2013
113 Wirsching, Armin: Exkurs zu Widukind von Corvey.
Awaren – Ungarn – Karl der Große
130 Heinitz, Volker: Flurname „Kuhtanz“
141 Laszlo, Renate: Simeons Geschichte der
Kirche v. Durham
170 Laszlo, R.: Ein neu entdecktes Rätsel des Exeterbuches
183 Illig, H. / Kämmerer, Jens: Mittellatein und Karls
Renaissance
190 Illig, H.: Was wissen wir vom frühen Islam?
202 Glötzner, Johannes: Abgedankt und ausgetrickst. Eine
Reminiszenz
206 Otte, A.: Neues von der bikameralen Psyche. Die
Aktivitäten der Julian Jaynes Society
211 Dumbs, Mathias: Hochdeutsch in seinen regionalen
Varianten
216 Giesinger, Norbert: Die rückgerechneten Sonnen-
finsternispaare von 418 / 447 AD und 939 / 968 AD
232 Otte, A.: Electric Universe 2013 – The Tipping Point.
Ein Konferenzbericht
242 Frank, Werner: Zwei Bücher über das Unbehagen an der
heutigen Physik. Rezensionen
246 Illig, H.: Der Fluch des 20. Jahrhunderts. Richard von
Schirach über die Atombombe. Eine Rezension
252 Neues aus allen Zeiten
259 Verlagsnachrichten

ISSN 0947-7233

fanzfan : 28. Mai : Zu: Abgedankt und ausgetrickst. Eine Reminiszenz von Johannes Glötzner. In: Zeitensprünge 1/2013, S. 202 ff. Das hat… Weiter ...

22. Februar 2013                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Trierische Spätantike

Noch unchristlich oder schon Phantomzeit? (Trier III)

von Karl-Heinz Lewin (überarbeitet aus Zeitensprünge 1/2012)

In „2.000 Jahre Trier – was blieb übrig?“ [L. 2006] zählte ich die Nennungen von Baudaten und Grabungsbefunden in der Denk­mal­topo­­graphie der Trierer Altstadt [STA]. Funde, die dem 7. bis 9. Jh. zugeschrieben wurden, sind äußerst rar.

Fortschreibung der Baudatennennungen

Ende 2010 konnte ich endlich den zweiten Band der Trierer Denk­mal­topo­graphie [STS] erwerben, der den übrigen Teil des heutigen Stadt­kreises Trier behandelt, in dem sich zwei Drittel des ehemaligen römischen Stadtgebietes befanden. Doppelnennungen ignorierte ich nur dann, wenn sie unmittelbar hintereinander standen, und urkundliche Nennungen erfasste ich genauso wie solche, die durch Münzfunde oder dendro­chronologisch datiert wurden oder bei denen die zu Grunde liegende Datierungs­methode nicht erkennbar war. Das Ergebnis beider Auswertungen ist in dem abgebil­deten Diagramm wiedergegeben.
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20. Januar 2013                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Einhard und der konstruierte Tod Karls des Großen

von Detlef Suhr (überarbeitet aus Zeitensprünge 3/2012)

Wie und woran starb Karl der Große? Was geschah in jenem schicksalhaften Januar anno domini 814? Scheinbar eine simple Frage, denn es herrscht allgemeiner Konsens: Die zum Tod des größten Kaisers führende Erkrankung war eine Rippenfellentzündung, eine Pleuritis.

1. Die berühmteste Pleuritis der Geschichte

Es ist beinahe unglaublich, aber dennoch wahr: Es gibt für die schicksalhafte Erkrankung, die dem Leben des ersten und größten Kaisers des europäischen Mittelalters ein Ende setzte, nur eine einzige Quelle. Diese Quelle ist Einhard, der über die letzte Erkrankung Karls des Großen in Aachen berichtet:

„Im Januar wurde er dort während seines Winteraufenthaltes von hohem Fieber befallen und musste das Bett hüten. Er beschloss zu fasten, wie er es bei Fieber immer getan hatte, denn er glaubte, durch Enthaltsamkeit die Krankheit zu vertreiben oder wenigstens zu mildern.

Zu dem Fieber stellten sich Schmerzen in der Seite ein, die von den Griechen mit Pleuritis bezeichnet werden. Trotzdem bestand er darauf, weiterhin zu fasten, und stärkte sich nur ab und zu durch wenig Trinken. Er starb, nachdem er die heilige Kommunion erhalten hatte, am achtundzwanzigsten Januar in der dritten Stunde des Tages, sieben Tage nach seiner Erkrankung, im zweiundsiebzigsten Lebensjahre und seinem siebenundvierzigsten Regierungsjahr.“ [Einhard, 57]

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altfrid II. : 17. Februar : Vorbemerkung: Nachdem ich vom vorzeitigen Ableben Detlef Suhrs erfahren hatte, habe ich überlegt, ob es vertretbar sei, zu seiner These… Weiter ...
Pantaleone : 6. April : Altfrid II. demonstriert, wie Mediävisten noch über den Tod eines Gegners hinaus darüber wachen, dass nichts in Umlauf gerät, was… Weiter ...
altfrid II. : 10. April : Sehr geehrter Pantaleone, ich bin nicht sicher, ob ich Ihnen antworten soll, da Sie ja feststellten, dass… Weiter ...

27. Dezember 2012                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2012/03

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 24, Heft 3, Dezember 2012

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515 Editorial
516 Dumbs, Mathias: Geschichtsschreibung in
Zeiten der Archäologie
520 Illig, Heribert: Sine granum salis
521 Ernst, Otto: Nofretete und Echnaton. Neues zur Genealogie
der Amarna-Herrscher
534 Illig, H. Pures Gold in Echnatons Grab. Eine Anmerkung
zu A. Grimm und H. Schlögl
542 Illig, H.: Querelen um Qumran. Eine aktuelle
Retrospektive
573 Illig, H.: Opferreligionen heute und jüdischer Glaube als
neue Religion nach +70
582 Günther, Karl: Christentum und Judentum – wer hat wen
beeinflusst?
612 Otte, Andreas: Neues aus Corvey
617 Illig, H.: Aachen nimmt sich unter die Lupe. Eine
Rezension
634 Suhr, Detlef: Einhard und der konstruierte Tod Karls des
Großen
646 Illig, H.: Frauenchiemsee offiziell wieder jünger
650 Glahn, Alexander: Hengist, Horsa und der Danelag.
Verdoppelte „englische“ Geschichte
677 Illig, H.: Wohin gehört die Tang-Dynastie? Eine Sichtung
698 Frank, Werner: D. Steinmetz und die Kalenderreform
1582. Eine Rezension
702 Otte, A.: Veranstaltungen – hier und dort
710 Otte, A.: Geologie im Elektrischen Universum.
Überlegungen zu Kohle und Erdöl
732 Illig, H.: Nährende und veraltende Elektrizität? Eine
Rezension
735 Otte, A.: »Die Physik des Nichts«. Ein
Darstellungsversuch
752 Register für den 24. Jahrgang, 2012
765 Verschiedenstes
771 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

15. November 2012                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Zur Phantomzeit in Thüringen. Schriftquellen und archäologischer Befund

von Klaus Weissgerber (aus Zeitensprünge 3/99 und 4/99)

1. Vorbemerkung

Seit 1991 vertreten Illig und zunehmend mehr Autoren die These, daß die Berichte über Ereignisse, die im 7., 8. und 9. Jh. stattgefunden haben sollen, spätere Fälschungen sind und daß der Zeitraum, der konventionell auf etwa 614 bis 911 datiert wird, in Wirklichkeit eine “Phantomzeit” gewesen ist. Diese These wurde zunächst darauf gestützt, daß bei der Gregorianischen Kalenderreform 1582 nur 10 Leertage angesetzt wurden (13 Tage waren zu erwarten). In der Folgezeit wurde sie vor allem durch Illig in architektonischen Analysen und in grundsätzlichen Publikationen [“Das erfundene Mittelalter”; “Wer hat an der Uhr gedreht?”] weiter ausgebaut. Natürlich handelt es sich um ein weltweites Problem. Auch andere Autoren des Bulletins Zeitensprünge, wie Heinsohn, A. Müller, Rade und Zeller haben in Analysen zur Geschichte die ‘Randgebiete’ Europas und verschiedener Regionen Asiens recht überzeugende Lösungsvorschläge unterbreitet. (Nicht akzeptieren kann ich allerdings Toppers China-Thesen; die Fomenko-Konzeption lehne ich grundsätzlich als unwissenschaftlich ab.)
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12. Mai 2012                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Aachens Baudatum im Einklang mit allen Indizien

von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 1/2012)

Die „nouvelle histoire“ war Ergebnis von französischen Mediävisten, die sich dem alten Thema Mittelalter auf neue Weise widmeten, indem sie weniger Regenten und Kriege bejubelten, sondern Wirtschaft und Gesellschaft stärker gewichteten. Aus der Tradition der Annales kommend, lag ihnen Strukturgeschichte stärker am Herzen, wie sie auch langfristige Entwicklungen stärker herausarbeiteten und Geschichte von unten, gerade im ländlichen Raum betrieben. Für das Jahrzehnt nach dem ersten Weltkrieg stehen folgende Koryphäen: Georges Duby 1919–1996; Jacques Le Goff *1924; Robert Fossier *1927 und Emmanuel Le Roy Ladurie *1929.

Gerade Duby erforschte die wirtschaftliche Entwicklung und die dahinter stehende Gesellschaft, insbesondere in seinem Buch Krieger und Bauern von 1973 [übersetzt 1984 = D.], das die Veränderungen vom 7. bis zum 12. Jh. unter die Lupe nimmt. Da geht es um die Produktivkräfte, die Sozialstruktur, um Feudalzeit, Bauern und Herren. Und es geht ums Detail: Welche Werkzeuge waren verfügbar, welche Ernährungsgewohnheiten gab es, welche Krankheiten dominierten, wie funktionierte damals Geldwirtschaft. So erfährt man etwa, dass das Verschwinden der Totenbeigaben in einer christlich werdenden Gesellschaft keineswegs die Hinterbliebenen bereicherte:

„Nun war es nämlich die Kirche, die den »Totenanteil« forderte, die all das in Anspruch nahm, was ihm [dem Toten; HI] die Erben für sein Leben nach dem Tode überlassen hatten. Wurden die Schätze früher in den Gräbern gehortet, so geschah dies nun in den heiligen Stätten des Christentums“ [D. 72].

Oder es wird auf die schwierigen klimatischen Bedingungen hingewiesen. So ereignete sich 1033 gemäß Radulfus Glaber eine Hungersnot, die bis zum Kannibalismus geführt habe:

„Permanente Regenfälle hatten den ganzen Boden so durchnäßt, daß es drei Jahre lang unmöglich war, Furchen zu ziehen, die Samen aufgenommen hätten“ [D. 207].

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26. April 2012                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2012/01

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 24, Heft 1, April 2012

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3 Editorial
4 Weissgerber, Klaus: Ägyptische Notizen (Aegypt. XXI)
11 Illig, Heribert: Die ersten Amerikaner in Europa
15 Illig, H.: Rubikon – wo der Würfel fiel. Ein politisches
Kalenderblatt
18 Dumbs, Mathias: Zur Datierung des Konstantinsbogens
in Rom
29 Illig, H.: Die Kaiserliste. Die Sicht um 1500, um 1150 und
davor
42 Friedrich, Volker: Eiskerne und Chronologie-Rekonstruktion.
Antarktischer Eiskern von +535 gehört ins
3. Jahrhundert (Römische Reichskrise)
64 Heinsohn, Gunnar: Nur 3. und 6. Jahrhundert im
Münzhort von San Giusto
74 Koch, Marianne: Zeitenspringers Freud und Leid
99 Illig, H.: Ostia antica, Roms Hafenstadt. Ausgrabung
contra überlange Zeitkürzung
125 Lewin, Karl-Heinz: Trierische Spätantike (Trier III). Noch
unchristlich oder schon Phantomzeit?
155 Otte, Andreas: Zur Stratigraphie unter dem Kölner Dom.
Grabungsprofile, Böden und Schwarze Erde
171 Illig, H.: Das Mysterium der Zeit. Eine Rezension
180 Illig, H.: ‘10 kleine Karolinger’. Ihre einstige Krypta von
Sant’Antimo
184 Thiel, Werner: Münsteraner Datierungssprünge
187 Illig, H.: Aachens Baudatum im Einklang mit allen
Indizien
197 Laszlo, Renate: Das elfte Rätsel des Exeterbuches
212 Otte, A.: Electric Universe Conference 2012. The Human
Story
229 Acheson, Meldon: Nachdenken übers Nachdenken
244 Weissgerber, K.: Ein weiterer Zeitsprung (samt
Zweitsprung durch H. Illig)
247 Zwischen Aachen und Impakten. Kurios bis
bedenkenswert
259 Verlagsnachrichten

ISSN 0947-7233

Basileus : 27. April : Auf S.40/41 schreibt der Herausgeber (im Zusammenhang mit Heinsohns Vorschlag einer ca. 600jährigen Phantomzeit): "Will man heute die spätantike Tradition… Weiter ...

16. Januar 2012                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Das Reich Karls des Großen

Eine Kritik von Heribert Illig
(aus Zeitensprünge 3/2011)

Becher, Matthias / Ehlers, Caspar / Hageneier, Lars / Hartmann, Wilfried / Schieffer, Rudolf / Schneidmüller, Bernd / Weidinger, Ulrich (2011): Das Reich Karls des Großen; Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 128 S., 105 Abb. [= RK]

Über den großen Karl ist ja schon dies und jenes geschrieben worden, über sein Reich durchaus weniger. Deshalb erhofft sich der Leser Aufschlüsse zum Beispiel über Fläche und Bevölkerungszahl, über Heer und seine Bewaffnung, über Städte und Pfalzen, über Infrastruktur wie Straßen oder Schiffsverkehr, über Handelszentren und etliches anderes mehr. Doch es bleibt bei der Hoffnung. Der Titel ist nur ein Verkaufstrick, um ein weiteres Karls-Buch auf den Markt zu bringen. Bringt es wenigstens zu seiner Titelfigur neue Einsichten? Wir wollen sehen.

Da erfahren wir zu Einhard und seiner Vita Karoli: „Etwas Vergleichbares hatte es bis dahin nicht gegeben“, doch noch auf derselben Seite werden als längst bekanntes, direktes Vorbild die Kaiserbiographien von Sueton genannt [RK 21].

Einmal mehr werden die Sachsenkriege nacherzählt. Hier ist neu, dass Becher zunächst die traditionelle Zahl von 4.500 hingerichteten Sachsen nennt, aber bei Betrachtung der Quellen nur noch von 3.000 spricht, als kenne er noch eine nur ihm bekannte Zweitquelle [RK 37, 110].

Der Ostrand des Reiches ist auf der Europakarte ausgefranst wie eh und je. Derzeit hätte sein Einfluss bis ins ostkroatische Osijek (Esseg) und ins bosnische Mostar gereicht und Korsika umfasst, das ihm allein die gefälschte Konstantinische Fälschung zuspricht [RK Karte 38 f.].
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Friedrich : 24. Januar : Es ist schon ganz witzig, wenn die Autoren schreiben: „… seine angebliche Erfindung war ein bloßer Gag …“. Es… Weiter ...

29. Dezember 2011                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2011/03

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 23, Heft 3, Dezember 2011

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515 Editorial
517 Heinitz, Volker: Rätselhaftes Zinn – eine Fortschreibung
521 Otte, Andreas: Der 6. Tag der antiken Numismatik.
Münzen, Medaillen und Siegel
527 Illig, Heribert: Sieben Severine. Eine Zusammenschau
536 Illig, H.: Die Befestigungen von Rom und Konstantinopel
551 Meisegeier, Michael: Frühchristlicher Kirchenbau … zu
früh! Teil 3: Tebessa, Syrien, Frankenreich
581 Dumbs, Mathias: Fragen zum historischen Gehalt der
Figur Kaiser Konstantins d. Gr.
611 Illig, H.: Reichskirche, Konstantin und Theodosius.
Gedanken zu einer Konstantin-Biographie
618 Heinsohn, Gunnar: Österreich ohne Spätantike
647 Heinsohn, G.: Aventicum. Roms helvetische Hauptstadt
651 Illig, H.: Verdoppelte Phantomzeit? Eine Abwägung
681 Laszlo, Renate: Der angelsächsische Codex Exoniensis
699 Thiel, Werner: Datierungspotpourri zur Leerzeitfüllung
705 Suhr, Detlef: Die Karlsleiche Ottos III. Medizinische
Wertung einer Gruselgeschichte
715 Illig, H.: Das Reich Karls des Großen. Eine Kritik
722 Anwander, Gerhard / Illig, H.: Jahrtausend-Katastrophen.
Unwetter, Tsunamis und Impakte in Europa
729 Otte, A.: Stratigraphie und Chronologie. Prinzipien der
natürlichen Stratigraphie, kritisch hinterfragt
736 Heinsohn, G.: Lappentaucher und Dinosaurier
742 Otte, A.: Gespenstische Physik. Die Verleihung des
Physik-Nobelpreises 2011
749 Diverses
758 Register für den 23. Jahrgang
771 Verlagsnachrichten

ISSN 0947-7233

20. November 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Mondfinsternisse und Jupiterbedeckungen. Ein Querverweis zur Phantomzeitdauer?

von Norbert Giesinger (aus Zeitensprünge 2/2011)

Joseph Ashbrook erwähnt im August 1972 in Sky and Telescope einen Bericht des Simeon (Symeon) von Durham (um 1060–1130) und seine Zuordnung auf das rückgerechnete Ereignis von 755 AD – Mondfinsternis mit gleichzeitiger oder unmittelbar anschließender Jupiterbedeckung.

Der belgische Meteorologe und Astronom Jean Meeus hat, neben der Erstellung des Fundamentalwerkes Kanon der Sonnenfinsternisse / Kanon der Mondfinsternisse, zusammen mit Hermann Mucke, die weitbekannten Astronomical Algorithms und einige Bücher zu Finsternissen und Bedeckungen geschrieben.

Im seinem Buch Mathematical Astronomy Morsels von 1997 gibt Meeus auch eine Darstellung von Planetenbedeckungen bei Mondfinsternissen, mit deren Berechnung er sich mit Co-Autoren schon 1977 beschäftigt hat [Meeus/Maanen/Können]. Aus zahlreichen Arbeiten, Veröffentlichungen und Korrespondenzen ist Seriosität und tiefgreifende Kenntnis von Meeus zu derartigen Fragen zu ersehen.
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Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Zeitensprünge 2011/02 : 20. November : [...] Giesinger, Nobert: Mondfinsternisse und Jupiterbedeckungen. Ein Querverweis zur Phantomzeitdauer? [...] Weiter ...

30. August 2011                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2011/02

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 23, Heft 2, August 2011

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259 Editorial
260 Diebitz, Stefan: Ödipus und Echnaton. Besprechung
eines aktuellen Buches / Erinnerung an ein Werk Velikovskys
270 Ernst, Otto: Zur Genealogie der Amarna-Herrscher
277 Weissgerber, Klaus: Zu den Fragen eines kritischen Lesers
280 Bannier, Knut: Griechische Philosophiegeschichte auf
Abwegen
285 Illig, Heribert: Das Wirken der Zisterzienser
291 Ristow, Klaus: Christliche Eremiten auf dem Disibodenberg
295 Illig, H.: Capitulare de villis als Verwaltungsorgie
305 Illig, H.: Kölns Leiden an der Archäologischen Zone.
309 Laszlo, Renate: Warum muss Alkuin in der Phantomzeit
sterben?
339 Illig, H.: Erfundenes England. Zwischen Rekonstruktionskritik
und Neuansatz
355 Giesinger, Nobert: Mondfinsternisse und Jupiterbedeckungen.
Ein Querverweis zur Phantomzeitdauer?
367 Weissgerber, K.: Zu Konstantin VII. Porphyrogennitus
375 Meisegeier, Michael: Frühchristlicher Kirchenbau … zu früh!
Teil 2: Italien (ohne Rom) und Thessaloniki
402 Anwander, Gerhard: Kritik am spätantiken Byzanz,
insbesondere an Justinian I.
424 Illig, H.: Byzanz im Visier. Erinnerung und Zukunft
429 Heinsohn, Gunnar: Ist die Spätantike eine Phantomzeit?
457 Heinsohn, G.: Bato und Attila. Vorschlag zur Lösung des
Hunnenrätsels
474 Illig, H.: Starb Karl der Große in Pompeji? Eine Rezension
476 Kaltenstadler, Wilhelm: Dattenböck und das Nibelungenlied.
Eine Buchbesprechung
478 Otte, Andreas: Bill Gaede’s „Why God doesn’t Exist“. Eine
Radikalkritik der mathematischen Physik
494 Otte, A.: Crackpots of the world – unite! Die 18. jährliche
Konferenz der Natural Philosophy Alliance
505 Frank, Werner: Vom Urknall zum Durchknall. Die abstruse
Jagd nach der Weltformel. Eine Rezension
509 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen / Konrad Fischer
512 Allerlei
515 Verlagshinweise

ISSN 0947-7233

5. August 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Was las man denn zur Karolingerzeit? – Teil III

von Paul C. Martin (aus Zeitensprünge 2/2001)

Karl der Große kannte das Phänomen „Schrift“ bestens. Er hat zahlreiche Urkunden, die das „Karlsmonogramm“ zeigen, mit seinem berühmten „Vollziehungshäkchen“ rechtskräftig gemacht. Es ist ganz unvorstellbar, dass ihm seine Notare nicht mitgeteilt haben, was es mit den Pergamenten, die sie ihm vorlegten, auf sich hatte, zumal es um – in heutiger Kaufkraft gerechnet – milliardenschwere Transaktionen ging.

Der große Kaiser kannte auch das Phänomen „Buch“, also jene Kodizes, die – ebenfalls aus Pergament – aus der „Karolingerzeit“ zu Tausenden überliefert sind, zumindest in Bruchstücken.
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3. Juli 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Was las man denn zur Karolingerzeit? – Teil II

von Paul C. Martin (aus Zeitensprünge 4/2000)

Zu den größten Rätseln der Bücher- und Bibliotheksgeschichte gehört der Übergang von jenen Texten, die angeblich schon im Altertum und im Mittelalter, dabei vor allem in der uns interessierenden Zeit „um 800“ existiert haben sollen, in die Gegenwart. Seit langem schon geht der Verdacht um, dass ein Großteil dieser Texte (wenn nicht gar alle) ein Fabrikat des späteren Mittelalters bzw. der frühen Neuzeit gewesen sein könnten.
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13. Juni 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Was las man denn zur Karolingerzeit? – Teil I

von Paul C. Martin (aus Zeitensprünge 3/2000)

Die Zeit „um 800“ gilt der traditionellen Historiographie als Periode einer kulturellen Hochblüte. Dies bestätigten uns eben erst die grandiose Karolinger-Ausstellung in Paderborn und die umfangreiche Karls-Biographie des Bremer Ordinarius Dieter Hägermann, die als aktuellstes Standardwerk der Zeit „um 800“ zu gelten hat.

Grundlage jeder kulturellen Hochblüte ist die Schrift. Muss diese nicht in einem langwierigen Prozess ex nihilo entwickelt werden, sondern kann sie auf bereits vorhandene Kenntnisse des Schreibens aufbauen, dann setzt dieses Schreiben zunächst einmal ein Lesen voraus. Nur wer des Lesens und sei es nur des Ablesens mächtig ist, kann auch Schreiben bzw. Abschreiben. Das Lesen muss natürlich vor allem in Bibliotheken gepflegt und auch tradiert worden sein. Dabei lässt allerdings stutzen, wenn aus dem von alter Bibliothekstradition gesättigten Frankreich berichtet wird [Histoire 1989, XXI, Fettungen in allen folgenden Zitaten von PCM]:

„Les bibliothèques médiévales sont une création ex nihilo.“

Wenn schon die Bibliotheken aus dem Nichts heraus entstanden, was ist mit der Schrift?
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Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Zeitensprünge 2000/03 : 13. Juni : [...] Paul C. Martin: Was las man denn zur Karolingerzeit? Teil I [...] Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Was las man denn zur Karolingerzeit? – Teil II : 3. Juli : [...] Literatur (Ergänzung der Liste von Teil I) [...] Weiter ...
"Alle bisherigen Aussagen zu Strassensystem, Siedlungsstruktur und Grenzen dieser Siedlung [Altstadt von Aachen] beruhen allein auf Schriftquellen und theoretischen Überlegungen." [Matthias Untermann in Band III des Paderborner Ausstellungkatalogs]