Fantomzeit

Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

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Aktuelle Hauptbeiträge:

10. Mai 2014                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Bischof Gregor von Tours über die Gestirnsbewegungen

von Zsolt Németh (aus Zeitensprünge 1/2014)

Mitte der 1980er Jahre wurde eine heftige Diskussion in Nature, der wohl bedeutendsten naturwissenschaftlichen Zeitschrift der Welt, entfacht über etwas, das eigentlich gar nicht so richtig in diese Zeitschrift passt. Wolfhard Schlosser und Werner Bergmann (nachfolgend SB [1985]), Professoren an der Ruhr-Universität Bochum, haben beim Studieren des Werkes De cursu stellarum ratio, qualiter ad officium implendium debeat observari (eine Abhandlung über die Beobachtung der Gestirnsbewegungen zum Zweck der Bestimmung der Gebetszeiten, nachfolgend: DCS) von Bischof Gregor von Tours (ca. 538–593 [SB 1985, 46; Wood]) eine überraschende Hypothese aufgestellt. Der Bischof erwähnt einen Stern namens Robeola, der dem Namen nach zu urteilen eine rötliche Farbe haben soll, und den er als splendida, also prächtig leuchtend bezeichnet [DCS 870]. SB [46] identifizieren Robeola als Sirius, obwohl der Sirius heute weiß leuchtet. Sie begründen ihre Hypothese folgendermaßen:
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Basileus : 4. September : Die Beschreibungen zum Sternhimmel sind bei Gregor zu ungenau, um daraus irgendwelche belastbaren Schlußfolgerungen zu ziehen. Etablierten Astronomen gefällt es,… Weiter ...
admin : 5. September : Zu diesem Thema sei an einen Abschnitt in „Wer hat an der Uhr gedreht?“ von 1999 erinnert:… Weiter ...
Basileus : 16. September : "Es ist zwangsläufig so, dass sich jeder die ihm passende Finsternis heraussucht. " Um das zu vermeiden,… Weiter ...

26. April 2014                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Frieds Karl

Eine Rezension von Heribert Illig (geringfügig überarbeitet aus Zeitensprünge 1/2014)

(Seitenzahlen in runden Klammern beziehen sich auf das Zeitensprünge-Heft Nr. 1/2014.)

Fried, Johannes (2013): Karl der Große · Gewalt und Glaube; Verlag C.H. Beck, München, geb., 736 S., 60 Abb. und 8 Farbtafeln [= F.]

Wer dem Karl begegnen will, den der beste deutsch schreibende Mediävist vor Augen hat, der muss Johannes Fried lesen. Ein erstrangiger Wissenschaftler und unter diesen der beste Schriftsteller. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2009 hat er sich eine alles umspannende Karls-Biographie vorgenommen, als 71-Jähriger abgeschlossen und so rechtzeitig auf den Markt gebracht, dass ein Gutteil der anderen Arbeiten über den Jubiläums-Kaiser noch von ihr profitieren konnte.
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24. April 2014                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2014/01

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 26, Heft 1, April 2014

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3 Editorial oder H. Illigs Karlssequenz, bis S. 120
5 Frieds Karl
28 Blicke auf Karl und Einhard. Fünf Rezensionen
45 Fluxus – Karl – geschwurbelt. Eine Bredekamp-Rezension
55 Blätterrauschen zu Karls 1200. Todestag. Ein Potpourri
67 Gedrucktes zum Karls-Jubiläum
71 Karl der Große auf dem Bildschirm
81 Aachen: Macht hoch die Tür! Es kommt der Herr der
Herrlichkeit
83 Hammaburg – Hamburg – Humbug? Wie mit Gewalt
karolingisiert wird
93 Mainz wie im Fasching. Der älteste Dom Deutschlands als
nächster Jahrhundertfund
98 Erste Karlsausstellungen, u.a. in Zürich und Osnabrück,
dazu ein Ausblick
107 Karls-Veranstaltungen von Aachen bis Zürich
111 Wir ziehen (nicht) in den Krieg. Überlegungen zur Logistik
der Karolinger
121 Németh, Zsolt: Bischof Gregor von Tours über die
Gestirnsbewegungen
143 Otte, Andreas: „CREDO” Christianisierung Europas im
Mittelalter
162 Strauwitz, Jürgen von: Die Unmöglichkeit des Ereignisses
‘Exodus’ im AT
181 Illig, H.: Hat die Bibel doch recht? Eine Ergänzung
185 Lüling, Günter: Urraum und Kleidung
216 Illig, H.: Das wüstentaugliche Dromedar, Produkt
herkömmlich gesehener Evolution?
224 Otte, A.: Wirklich viele Millionen Jahre alt? Ungewöhnliche
Funde in und an Saurier-Fossilien
229 Frank, Werner: Galilei und Kepler, Newton und Leibniz
233 Illig, H.: Fälscher, Täuscher und Gelehrte. Ein Fliegenschiss
als Richtbeil
243 Illig, H.: Alte und neue Literaturfunde
249 Otte, A.: Halton „Chip” Arp · 1927 – 2013
252 Ein Leserbrief und manch’ Anderes
259 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

26. Januar 2014                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter, Mittelalterdebatte

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Macht hoch die Tür – für Karl den Großen, den Fiktiven

von Heribert Illig

Es ist mehr als erhebend: Das ganze christliche Abendland verneigt sich vor Karl dem Großen, aus Anlass seines Todestages am 28.01., vor 1200 Jahren. Nun gut, vielleicht machen das nicht alle Christen, aber doch viele Katholiken aus Deutschland und benachbarten Städten wie Zürich oder Lüttich. Primär sind es wohl Gläubige in Frankfurt, Hamburg und vor allem Aachen.

Hier sind die Feierlichkeiten am 25.01., einem Samstag, mit einer Pontifikalvesper im Dom begonnen worden.

„Heute, am Sonntag, feiert das Volk, serviert wird unter anderem eine »Karlswurst« nach mittelalterlichem Rezept. Und das ist noch lange nicht der Höhepunkt. Den werden drei Ausstellungen bilden“ [Austilat 2014].

Rund 100 Veranstaltungen werden heuer noch allein in Aachen folgen. Wir lesen auch bereits davon, dass der „Quadrigastoff, ein Grabtuch Karls des Großen“, demnächst gezeigt wird [KNA]. Doch das weckt Erinnerungen. Bei der Paderborner Ausstellung rings um Karl den Großen und Leo III. wurde zwar das Tuch gezeigt, aber ausdrücklich nicht als Leichentuch, weil die entsprechenden Spuren im Gewebe fehlen [Stiegemann, Wemhoff, I:64]. Wir stocken auch, wenn wir pünktlich zum großen Anlass aus Hamburg hören, dass die Hammaburg der Karlszeit im Jahr 2006 doch gefunden worden sei, auch wenn das während der Grabung niemand gemerkt hat [Gretzschel/Kummereincke 2014].
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5. Januar 2014                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Kommentar zur Graz-Diskussion vom 14. Mai 2013

von Heribert Illig (zusammengeführt und überarbeitet aus Zeitensprünge 2/2013 und 3/2013)

Die Universität Graz, genauer die „7. fakultät“ und damit ihr Zentrum für Gesellschaft, Wissen und Kommunikation, lud am 14.05.2013 zur Podiumsdiskussion in ihr Meerscheinschlössl. Dort drängten sich 160 Zuhörer, die Mehrzahl Studenten, um im überfüllten Saal zuzuhören und Fragen zu stellen. Auf dem Podium nahmen Platz: der Mediävist Prof. Johannes Gießauf und mit Prof. Manfred Lehner der erste Archäologe, der öffentlich mit mir, dem dritten Teilnehmer, diskutierte. Als Moderatoren fungierten Dr. Elisabeth Holzer und der im ‘Nebenberuf’ Archäologie studierende Oliver Pink. Ein Aufnahmeteam hielt den historischen Moment in Bild und Ton fest, damit ihn die Universität ins Internet stellen könne. Leider war der Tonmeister mit seiner Arbeit nicht zufrieden, so dass es bislang dazu nicht kam. Lediglich eine 3-Minuten-Zusammenfassung konnte produziert werden [uni graz].

Zumindest erhielt ich selbst einen Mitschnitt. Insofern konnte erstmals eine derartige Diskussion als Mitschrift wiedergegeben werden. Die Qualität wird sich kontrollieren lassen, sollte die Aufzeichnung doch noch ins Netz gestellt werden.
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21. Dezember 2013                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2013/03

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 25, Heft 3, Dezember 2013

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515 Editorial
519 Strauwitz, Jürgen von: Das Erbe der Väter – die Fragen der
Enkel
523 Lüling, Günter: Neue Perspektiven für ein neues historisches
Geschichtsbild für die in „Palästina“ seit -1150
nach einem Neuanfang suchenden Völkerschaften
539 Illig, Heribert: Satan oder Lucifer · Eine grundsätzliche
Velikovsky-Kritik
562 Illig, H.: Alexander – ruhelos wie eh und je. Zur Rosenheimer
Ausstellung einige Notizen
567 Otte, Andreas: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?
Hans Giffhorns Buch über das Chachapoya-Rätsel
583 Illig, H.: Die Entdeckungen Amerikas zwischen Legenden
und Fakten. Eine Sichtung zum Diffusionismus
599 Otte, A.: Driftstudien und Nikotinkonzentrationen.
Dissertation von Dominique Görlitz
612 hi: Häresie in Aquileia. Eine Übersicht
617 Protokoll der Podiumsdiskussion am 14. Mai 2013 im
Meerscheinschlösschen der Karl-Franzens-Universität in Graz
649 Illig, H.: Kommentar zur Podiumsdiskussion in Graz
653 hi: Die Jungsteinzeit im Mittelalter? Ginenthal-Rezension
668 hi: Wie gingen die Uhren in England? Steve Mitchells
Phantomzeiten. Eine Rezension
677 hi: Vielleicht ein Versuchsballon? Eine Rezension von H.-E.
Korths Buch
682 Illig, H.: Industrielle Revolution im Mittelalter. Mühlen,
Hämmer und Kanäle
698 hi: Vom Großinquisitor und von den Karolingern.
Ein Literaturfund
701 Dattenböck, Georg: Dietrich von Bern und die Markgrafen
von Hachberg
728 Diebitz, Stefan: Emergenz der Arten
741 Von Buddha zur Verschwörungstheorie. Diverses
749 Register
771 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

1. September 2013                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter, Mittelalterdebatte

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Protokoll der Podiumsdiskussion am 14. Mai 2013 im Meerscheinschlösschen der Karl-Franzens-Universität in Graz

Festsaal mit ca. 160 Zuhörern, einem Team aus Kamera- und Tontechnikern sowie fünf Personen auf dem – nicht vorhandenen – Podium. Da die Teilnehmer keine Statements abgelesen, sondern aus dem Stegreif formuliert haben, wurden bei der Verschriftlichung reine Füllworte, nicht weitergeführte Satzteile und Wiederholungen weggelassen, Dialekteinsprengsel ‘übersetzt’ sowie kleine grammatikalische Fehler stillschweigend korrigiert. Korrekturen stehen in eckigen Klammern. Außerdem wurde das eine oder andere „und“ durch einen Punkt ersetzt. Eigentlich notwendige Wortumstellungen wurden nicht durchgeführt.

Pink: Einen wunderschönen guten Abend, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen. Ich begrüße Sie recht herzlich zu einem hoffentlich unterhaltsamen und spannenden Abend im Rahmen der Coverstory. Ich darf meine Kollegin vorstellen: [Dr.] Elisabeth Holzer.

Holzer: Und ich darf meinen Kollegen vorstellen: Oliver Pink.

Pink: Bevor wir starten, wie immer das Obligatorische. Wir bedanken uns bei der 7. fakultät, vor allem beim Magister Andreas Schweiger, dass er uns wieder die Möglichkeit gibt, hier eine Veranstaltung im Rahmen der Coverstory zu machen, und auch bei der Bank Austria, die das heute finanziert oder mitfinanziert hat.

Holzer: Ihnen allen erstens herzlichen Dank fürs Kommen, für Ihr Interesse. Ich wünsche uns und Ihnen eine spannende Diskussion heute Abend. Wenn Sie Fragen haben, einfach melden. Wir werden auch Zwischenrufe in den Diskussionsrunden mit den Diskutanten auf dem Podium, Fragerunden einschieben. Vor allem aus einem Grund: Nach der ersten Runde hier am Podium, die eine knappe Viertelstunde dauern wird, werden wir schon die Fragen ans Publikum geben, weil ein Teil von Ihnen relativ bald weg muss zu einer anderen Veranstaltung. Den Kolleginnen und Kollegen möchten wir auch die Chance geben, Fragen stellen zu können.

Pink: Deshalb haben wir das Programm ein bisschen umgestellt. Wie gesagt, Sie können trotzdem zwischendurch, wenn es passt, Hände heben. Wir versuchen das irgendwie einzuschieben.

Wir schreiben heute den 14. Mai 1716 – oder doch nicht? Das behauptet zumindest unser Gast aus Deutschland heute, Dr. Heribert Illig, der vor 17  Jahren ein Aufsehen erregendes Buch veröffentlicht hat, das sich mit dem Thema Zeitfälschung, der Kritik an der Datierung und der Archäologie und überhaupt in der uns bekannten Geschichtsschreibung befasst.
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28. August 2013                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2013/02

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 25, Heft 2, August 2013

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259 Editorial
260 Illig, Heribert: Neue Pyramidenbauvorschläge. Bücher von
Horst Leidel und Frank Müller-Römer
282 Löhner, Franz: Kupfer gegen Granit? Eine Anmerkung
285 Ernst, Otto: Echnaton und Nofretete. Tutanchamuns
mögliche Eltern
297 Illig, H.: Ägyptische Tempel – griechisch-römisch kopiert?
305 Illig, H. Das neue Ägyptische Museum München. Eine
Sichtung
309 Otte, Andreas: Forgotten Civilization. Rezension,
Zusammenschau und Spekulation
335 Illig, H.: Kraggewölbe bis zur Gegenwart
342 Günther, Karl: Wann war und was ist Javne? Das
rabbinische Judentum schafft seinen Gründungsmythos
353 Illig, H.: Aquileia und Grado. Zwei konkurrierende Bistümer
vom frühen Christentum bis zum Hochmittelalter
383 Laszlo, Renate: Die altenglische Literatur bestätigt die
Phantomzeit
400 Laszlo, R.: Die Schlacht bei Argentoratum (Straßburg) oder
das Rätsel über den Panzer
413 Illig, H.: Unvereinbare Königskinder
415 Otte, A.: Ein sicherlich gut gemeinter Versuch: Thomas
Hattemer – Die verfälschte Antike
426 Illig, H.: Erstmals ein Archäologe! Das erfundene Mittelalter
wird in Graz diskutiert
444 Illig, H.: Von Graz nach Gräfelfing durch etliche Untiefen
448 Bonaventura: Zeitensprünge um Darwin, 1804 publiziert
453 Illig, H.: Karl Popper und Charles Darwin. Zur Diskussion
456 Birken, Andreas: Leserbrief zu Karl Popper
460 Haumann, Raphael: Zu Werner Franks Kritik an meinem
Buch Die Physik des Nichts – mit einer Antwort von H. Illig
465 Illig, H.: Abschluss der zehnbändigen Kriminalgeschichte
des Christentums von Karlheinz Deschner. Ein Dank
469 Bangerter, Hans: Was tut man eigentlich, wenn man glaubt?
Ein Beitrag zur Religions- und Moralkritik
498 Zuberbühler, Robert: Vermutungen zum Thema Emergenz
511 Kleinfunde, Randbefunde
515 Verlagsmitteilungen

ISSN 0947-7233

fanzfan : 8. November : Zu: Karl Popper und Charles Darwin. Diskussionsbeiträge von Heribert Illig und Andreas Birken. In: Zeitensprünge 2/2013, S. 453 ff.… Weiter ...

25. Juli 2013                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Die fränkische Herrscherliste des Bischof Godmar von Gerona, 939/40

von Volker Friedrich (aus Zeitensprünge 01/2013)

Zusammenfassung

Die Frankenchronik des nachgewiesenen Bischofs Godmar dokumentiert eine Berichtslücke von 135 Jahren in der christlichen Geschichtsschreibung (s. Anhang, S. 91). Eine Überprüfung der Godmarschen Angaben bei Gregor von Tours (Chronik bis 592) und sog. Fredegar zeigt, dass der Kernteil der Fredegar-Chronik (= Liber generationis resp. Chronik cuisdam sapientis bis ca. 658) chronistisch um 67 Jahre zu weit in Richtung Gegenwart eingeordnet ist und nur Ereignisse aus dem 6. Jh. beschreibt.
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1. Juni 2013                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter

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Gräfelfing & Pasing 1250 Jahre ? – Ein neues Buch von Heribert Illig

Gräfelfing & Pasing 1250 Jahre ? Ein kritischer Streifzug durch Bayerns frühe Geschichte

von Heribert Illig

Gräfelfing & Pasing 1250 Jahre

Zwei benachbarte Ortschaften werden vor 1.250 Jahren in derselben Schenkungsurkunde erwähnt und feiern deshalb zeitgleich ihr Ortsjubiläum. Feiern sie zu Recht?

Dr. Heribert Illig, der als Kritiker unserer herkömmlichen Zeitachse auch das Mittelalter geprüft hat, vertritt seit über 20 Jahren die lebhaft umkämpfte These, rund 300 Jahre des frühen Mittelalters seien erfunden worden. Was alles für sie spricht, lässt sich gerade am Beispiel von Gräfelfing und Pasing gut demonstrieren.

109 Seiten, 16 Abb., Paperback
1. Auflage, Juni 2013
ISBN 978-3-928852-47-0
8,90 € + Versand
Mantis-Verlag

15. Mai 2013                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter

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The “Missing” Dark Ages

by Steven O. Guth (shortened version of an article in final draft state, now also published in New Dawn Magazine)

(Addendum by Andreas Otte)

Have 300 years been added to our Calendar? Are we really in the 1700’s? Quite possibly.

What evidence is there to support this claim? Who fiddled with the Calendar and why does it matter?

Later in the article I’ll line up the evidence for you; most of it has come of the web from the headings ‘Phantom History’ and ‘The Missing Middle Ages’. There is a group of German scholars who have searched for evidence and explanations for the Calendar adjustments. Their recent discussions are on their German web site http://www.fantomzeit.de/. I’m convinced – almost.
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5. Mai 2013                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Kölner Geklüngel anno 2013

von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 1/2013)

[S/G =] Schütte, Sven / Gechter, Marianne (2012): Von der Ausgrabung zum Museum – Kölner Archäologie zwischen Rathaus und Praetorium · Ergebnisse und Materialien 2006–2012; Köln, 330 S., 402 Abb., mit Beiträgen von zwölf weiteren AutorInnen; wohlfeil

 „Ich beobachte die Tätigkeiten von Sven Schütte nolens volens seit inzwischen weit über fünfzehn Jahren. Er stellt sich grundsätzlich nicht der Wissenschaft, sondern hat sich vielmehr darauf verlegt, das, was er meint erforscht und an angeblich Neuem und Sensationellem herausgefunden zu haben, immer und immer wieder über die Presse in die Welt zu setzen und zu verstetigen.“

Prof. Dr. Heinz Günter Horn [2008; vgl. Illig 1/2009, 226]

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1. Mai 2013                     Kategorie(n): Frühmittelalter

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Kritische Dendrochronologie V

von Andreas Otte

Es ist schon vergleichsweise lange her, dass an dieser Stelle über das schwedische Dendrochronologie Projekt berichtet wurde. Das lag nun wahrlich nicht an mangelndem Fortschritt seitens des Projektes, daher ist es nunmehr dringend an der Zeit für ein kurzes Update und auch einen Blick zurück.

Das Projekt von Lars-Ake Larsson zur Prüfung der Frage, ob Heribert Illigs Theorie vom Erfundenen Mittelalter aus dendrochronologischer Sicht unsinnig oder doch zumindest auf dieser Basis vertretbar ist, begann bereits im Jahre 2002. Zweifel an der Funktionsfähigkeit der dendrochronologischen Methode insgesamt und/oder der 14C Methode sollen für die folgende Ergebnisdarstellung ausgeblendet werden. Wer mittels Dendrochronologie und/oder 14C gegen die Theorie vom Erfundenen Mittelalter argumentiert, wird sich jedoch mit den folgenden Ergebnissen auseinandersetzen müssen.
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30. April 2013                     Kategorie(n): Inhaltsverzeichnisse, Zeitensprünge

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Zeitensprünge 2013/01

Zeitensprünge

Interdisziplinäres Bulletin
(vormalig ‚Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart’)
Jahrgang 25, Heft 1, April 2013

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3 Editorial
5 Gerhard Anwander: 11. 6. 1945 – 17. 1. 2013. Ein Nachruf
8 Dr. Detlef Suhr: 3. 11. 1962 – 28. 1. 2013. In memoriam
9 Illig, Heribert: Horken, Krohne, Krieg, NS-Zeit.
Ein Prähistoriker aus Gräfelfing
30 Otte, Andreas: Homer an der Ostsee. Felice Vincis
Buch ins Deutsche übersetzt
34 Lüling, Günter: Das verfälschte Geschichtsbild der
Alten Welt im judäischen Alten Testament
67 Illig, H.: Amtsinsignien des Pharao. Herrscher
über Beduinen und Bauern
73 Friedrich, Volker: Die fränkische Herrscherliste
Bischofs Godmar von Gerona, 939/40
95 Illig, H.: Kölner Geklüngel anno 2013
113 Wirsching, Armin: Exkurs zu Widukind von Corvey.
Awaren – Ungarn – Karl der Große
130 Heinitz, Volker: Flurname „Kuhtanz“
141 Laszlo, Renate: Simeons Geschichte der
Kirche v. Durham
170 Laszlo, R.: Ein neu entdecktes Rätsel des Exeterbuches
183 Illig, H. / Kämmerer, Jens: Mittellatein und Karls
Renaissance
190 Illig, H.: Was wissen wir vom frühen Islam?
202 Glötzner, Johannes: Abgedankt und ausgetrickst. Eine
Reminiszenz
206 Otte, A.: Neues von der bikameralen Psyche. Die
Aktivitäten der Julian Jaynes Society
211 Dumbs, Mathias: Hochdeutsch in seinen regionalen
Varianten
216 Giesinger, Norbert: Die rückgerechneten Sonnen-
finsternispaare von 418 / 447 AD und 939 / 968 AD
232 Otte, A.: Electric Universe 2013 – The Tipping Point.
Ein Konferenzbericht
242 Frank, Werner: Zwei Bücher über das Unbehagen an der
heutigen Physik. Rezensionen
246 Illig, H.: Der Fluch des 20. Jahrhunderts. Richard von
Schirach über die Atombombe. Eine Rezension
252 Neues aus allen Zeiten
259 Verlagsnachrichten

ISSN 0947-7233

fanzfan : 28. Mai : Zu: Abgedankt und ausgetrickst. Eine Reminiszenz von Johannes Glötzner. In: Zeitensprünge 1/2013, S. 202 ff. Das hat… Weiter ...

28. März 2013                     Kategorie(n): Fantomzeit

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Die Kalenderreform in Luthers Schrift „Von den Konziliis und Kirchen“

von Norbert Giesinger

Rudolf Wendorff [Wendorff] geht in seinem Buch Tag und Woche, Monat und Jahr“ auf Seite 88 auf eine Schrift von Martin Luther ein [Luther]. Diese wurde 1539, also 43 Jahre vor dem Beginn des gregorianischen Kalenders mit seinem Sprung von Donnerstag 5.10. julianisch auf Freitag 15.10. gregorianisch 1582, verfasst.

„Was fragen wir Christen danach ?“ schrieb Luther, wohl im Glauben an ein baldiges Ende der irdischen Zeit. Wendorff schrieb, dass Luther die Unvollkommenheiten des Kalenders bewußt waren:

 „der alte rock ist jmer mit blieben sampt seinem großen riß, So mag er nu fort also bleiben bis an den jüngsten tag. Es ist doch nu auff der neige. Denn hat der alte rock nu bey 1400 jaren sich lassen flicken und reißen, So mag er sich vollends auch flicken und reißen noch einhundert jar, Denn ich hoffe, es soll alles schier ein ende haben…“ [Luther]

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22. Februar 2013                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Trierische Spätantike

Noch unchristlich oder schon Phantomzeit? (Trier III)

von Karl-Heinz Lewin (überarbeitet aus Zeitensprünge 1/2012)

In „2.000 Jahre Trier – was blieb übrig?“ [L. 2006] zählte ich die Nennungen von Baudaten und Grabungsbefunden in der Denk­mal­topo­­graphie der Trierer Altstadt [STA]. Funde, die dem 7. bis 9. Jh. zugeschrieben wurden, sind äußerst rar.

Fortschreibung der Baudatennennungen

Ende 2010 konnte ich endlich den zweiten Band der Trierer Denk­mal­topo­graphie [STS] erwerben, der den übrigen Teil des heutigen Stadt­kreises Trier behandelt, in dem sich zwei Drittel des ehemaligen römischen Stadtgebietes befanden. Doppelnennungen ignorierte ich nur dann, wenn sie unmittelbar hintereinander standen, und urkundliche Nennungen erfasste ich genauso wie solche, die durch Münzfunde oder dendro­chronologisch datiert wurden oder bei denen die zu Grunde liegende Datierungs­methode nicht erkennbar war. Das Ergebnis beider Auswertungen ist in dem abgebil­deten Diagramm wiedergegeben.
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15. Februar 2013                     Kategorie(n): Sonstiges

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Dr. Detlef Suhr verstorben

 

Dr. Detlef Suhr

3. November 1962 – 28. Januar 2013

In memoriam

Detlef Suhr studierte nach dem Abitur in Leipzig und Erfurt Medizin. Nach Promotion und klinischer Tätigkeit eröffnete er 1995 in Gotha eine Praxis für Allgemeinmedizin, die er seit 2001 zusammen mit seiner Frau führte.

Neben der Medizin bewahrte er sich immer ein waches Interesse für Geschichte. In Verbindung beider Fächer konnte er große Krankheiten ebenso verfolgen wie die Krankheiten der Großen. Einer seiner Verlage formulierte es so: „Prominente Patienten, schicksalhafte Krankheitsverläufe und Fehldiagnosen, Infektionen, Sehfehler, Nervenleiden, Fehlbildungen – Detlef Suhr zeigt kurzweilig und amüsant jene Seiten der Mächtigen der Weltgeschichte, die uns die Geschichtsbücher oft vorenthalten und lüftet unglaubliche medizinische Geheimnisse“.

Seine einschlägigen Recherchen konnte er in fünf Büchern publizieren. Nach seinem letzten ergab sich zwanglos der Kontakt hin zu den Zeitensprüngen und zur Chronologiekritik. Ab da beschäftigten ihn auch Pläne für weitere Forschungen und zugunsten der Zeitschrift.

Warum ihn nach seinem letzten Aufsatz über den „konstruierten Tod Karls des Großen“ am 28. 01., ausgerechnet an dessen Todestag, ein Herzinfarkt hinweggerafft hat, bleibt bei einem 50-Jährigen ein unergründliches Rätsel. Er hinterlässt Frau und zwei Söhne.

 Bibliographie

2012: Einhard und der konstruierte Tod Karls des Großen; Zeitensprünge 24 (3) 634-645
2011: Die Karlsleiche Ottos III. Medizinische Wertung einer Gruselgeschichte; Zeitensprünge 23 (3) 705-714
2010: Zweifel. Gab es Karl den Großen wirklich? Jena, Neue Literatur
2007: Schicksal · Wenn Krankheiten Geschichte schreiben; Gelnhausen, Wagner
2005: Zufall oder Fluch? Der Tod des Präsidenten; Jena
2003: Visite in der Weltgeschichte · Von Alexander dem Großen bis Erich Honecker · Krankheiten, die Geschichte schrieben; Jena, Neue Literatur
2002: Krankheiten, die Geschichte schrieben · Über den medizinischen Faktor in der Welt­geschichte; Jena, Neue Literatur

 

"Ist vielleicht – eine schreckliche Vision – die ganze und, gestehen wir es uns ruhig ein, seit den ‘Regesta Imperii’ für abgeschlossen gehaltene Arbeit der Quellensichtung, weil nur aus einem Fenster gewonnen, von vorne zu beginnen, mit Konsequenzen für das Geschichtsbild, die noch kaum auszumalen sind." [Johannes Fried:’Vom Zerfall der Geschichte zur Wiedervereinigung’ 1996]