Fantomzeit

Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter?

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Aktuelle Hauptbeiträge:

11. Mai 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Aktuelle Kontroversen

wiedergegeben von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 1/2011)

Wikipedias Gegnerschaft

Im letzten Heft wurde der Wikipedia-Eintrag zu meiner Person angeprangert, weil er auf einen elf Jahre alten, schon immer falschen Sektenvorwurf reduziert worden war. Dagegen ist insbesondere „bormia“ Sturm gelaufen. So ergab es sich, dass nach Redaktionsschluss fürs letzte Heft, aber vor dessen Auslieferung um den 12.12. die Beurteilung meiner Arbeiten mit 16 Kritiken viel ausführlicher und vordergründig objektiver wurde, während die rufschädigende Sektenunterstellung in eine Fußnote abwanderte. Dies war eine Aktion von dem im letzten Heft kritisierten Matthias Müller-Götz (mmg), allerdings nur halbherzig durchgeführt. Denn die Liste suggeriert, dass sich alle 16 Kritiker einhellig mit guten Argumenten gegen das erfundene Mittelalter gewendet hätten. Davon stimmt nur, dass die mediävistische Phalanx von Anfang an geschlossen auftrat, ging es doch um den aus ihrer Sicht ungeheuerlichen Vorwurf, nicht bemerkt zu haben, dass sie seit fast zwei Jahrhunderten ein Trugbild für wahr und erforschbar hält. Aber ihre Argumente waren häufig schwach, etliche schlicht falsch.
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5. Mai 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Mittelalterdebatte, Zeitensprünge

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20 Jahre These vom erfundenen Mittelalter

Ein Rück- und Ausblick von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 1/2011)

Ursprünglich war diese Zeitschrift [Zeitensprünge vorm. Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart] ganz auf die Antike ausgerichtet – mit dem Blick aus unserer Gegenwart. Aber zu Anfang des 3. Jahrgangs, in der ersten Ausgabe des Jahres 1991 von Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart standen in einem schmalen Heft von 62 Seiten erstmals Argumente für überzählige Zeit im frühen Mittelalter:

Illig, Heribert: Die christliche Zeitrechnung ist zu lang [1/1991, 4-20]
Niemitz, Hans-Ulrich: Fälschungen im Mittelalter [1/1991, 21-35]
Illig/Niemitz: Hat das dunkle Mittelalter nie existiert? [1/1991, 36-49]

Schon einige Zeit hatte es bei den Chronologie-Kritikern wegen der Dunkelheiten im Mittelalter verbal rumort; nun war innerhalb der Gregorianischen Kalenderreform ein Hebel gefunden, mit dem sich eine ungefähre Zeitspanne angeben ließ, und dazu die Jahrhunderte abschätzbar, in denen allein gravierende Verwerfungen zu erwarten waren.
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3. April 2011                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter, Fundsachen, Mittelalterdebatte

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Vortrag: Das Frühmittelalter und seine Fundarmut als chronologisches Problem

Im Rahmen der Ringvorlesung Querdenker – Wissenschaft außerhalb gängiger Paradigmen an der HTWK Leipzig zum Gedenken an Prof. Dr. phil Hans-Ulrich Niemitz trägt Dr. phil. Heribert Illig am 6.4.2011 um 17:15 im Lipsiusbau Li, Hörsaal 415, Karl-Liebknecht-Straße 145 über das Thema

Das Frühmittelalter und seine Fundarmut als chronologisches Problem

vor.

Weitere Details unter http://www.htwk-leipzig.de/de/studierende/studium-generale/termine/detailseite/details/ringvorlesung-querdenker-1/.

Zur genannten Zeit kann der Vortrag hier online verfolgt werden: http://webconf.htwk-leipzig.de/bastian.

25. Februar 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Zweifel. Gab es Karl den Großen wirklich?

Ein Buchhinweis von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 3/2010)

Mit Detlef Suhr [= S.] unterstützt ein geschichtskundiger Arzt aus Gotha, der gar nicht unserem Kreis angehört, die These vom erfundenen Mittelalter: Zweifel. Gab es Karl den Großen wirklich? 2010, Jena, 193 S., 17 Farbabb.

Nachdem Suhr die Leser in seiner locker-saloppen Weise eingestimmt hat, stellt er die These anhand der Zweifel vor, die sich mit all den vorgetragenen Argumenten verbinden [S. 29-35]. Weil er auf ein breiteres Publikum zielt, verzichtet er auf exakte Quellenangaben; bevor er seine Leser mit Kalenderproblemen vergrault, „ziehen wir eilig das Fazit: Unsere Zeit(rechnung) ist relativ. Sie wurde von Menschen gemacht und von Menschen immer wieder verändert“ [S. 35]. Ab da beschränkt er sich auf Karl, seine Leiden und seine Leiche. Einhards in sich widersprüchliche Angaben zu Krankheit (Pleuritis) und Sterben bringen den Arzt zu dem Schluss:
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Sina : 27. Februar : Es hat mich bei der Lektüre dieses Artikels -- Rezension würde ich das nicht nennen (dazu gleich noch etwas) --… Weiter ...
Friedrich : 2. März : Sina schaffte es, mit einer ( nach eigenen Angaben ) Lektüre von fünf Minuten, zu einer von Fachkenntnis unbelasteten Einschätzung… Weiter ...
Sina : 3. März : Ich hatte gestern schon mal versucht zu antworten, das ist aber irgendwie schiefgegangen. Nun heute Anlauf 2:… Weiter ...

16. Februar 2011                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Logik und Ökonomie der Fälscher

Primat des Papstes · Heiraten und Kinder bei Merowingern und Karolingern · Photios I.

von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 3/2010)

Die Vita eines erfundenen Potentaten mag aufregend oder auch langweilig sein, auf jeden Fall wird sie ihn als Fiktion nicht der Realität näher bringen. Aber sie kann aufzeigen, was der Auftraggeber eines solchen Textes seiner Mit- und Nachwelt nahelegen wollte. Beim dynastischen Ende der Merowinger und der ‘Erschaffung’ der Karolinger – ihr Name leitet sich ab von Karl Martell – ist dies unübersehbar. Aber auch bei ihrer Heiratspolitik wird mehr deutlich, als eigentlich lieb sein konnte. Und Patriarchat Photios I. verfügt im 9. Jh. über eine umfangreiche Bibliothek, in der allerdings die Bücher der letzten 230 Jahre fast nicht vertreten sind.
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Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Zeitensprünge 2010/03 : 16. Februar : [...] Illig: Logik und Ökonomie der Fälscher: Primat des Papstes · Heiraten/Kinder bei Merowingern/Karolingern... [...] Weiter ...

27. Januar 2011                     Kategorie(n): Fantomzeit, Mittelalterdebatte

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Toppers Nachruf als Geschichtslüge

Am 2. 11. 2010 ist traurigerweise Prof. Dr. Hans-Ulrich Niemitz gestorben. Den längsten Nachruf, eine regelrechte Eloge schrieb ihm Uwe Topper (http://www.ilya.it/chrono/pages/niemitznachdt.html). Das wäre von ihm nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Denn Niemitz hat ihn zusammen mit Christian Blöss bereits 1999 wegen erwiesener, diffamierender Lügen aus dem von ihnen 1994 gemeinsam gegründeten Berliner Geschichtssalon ausgeschlossen. Niemitz war ihm auch gram, weil Topper daraufhin die Bezeichnung „Geschichtssalon“ nach Karlsruhe verschleppte. Warum also trotzdem diese Eloge im feinsten latinischen Stil – nil nisi bene?

Die Frage ist einfach zu beantworten: Topper möchte die Gewichtungen beim Entstehen der Phantomzeitthese verändern, Prioritäten untergraben, Platz für sich selbst schaffen. Weil Niemitz tot ist, entlarve ich an seiner Stelle diesen schamlosen Versuch, als Nekrologschreiber Geschichte zu klittern.
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Volker Duebbers : 1. Februar : Klare, wahre Worte - gut so! Weiter ...

11. Januar 2011                     Kategorie(n): Fantomzeit

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Vortrag und Seminar mit Dr. Heribert Illig

Chronologiekritik

oder

Stimmt unsere Zeitrechnung?

Ist Karl der Große eine Legende oder hat er tatsächlich gelebt ?
Wann lebten die Pharaonen?
Wann und wie wurden die Pyramiden gebaut?
Wie „alt“ ist die Vorzeit in Wirklichkeit?

Donnerstag 13. Januar 2011
Vortrag und Seminar mit Dr. Heribert Illig

Moderation: Roger Seimetz

Immer wieder stoβen wir in Geschichtsbüchern auf merkwürdige, ja unerklärliche Behauptungen. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Geschichte ist relativ jung. Erst seit etwa 150 Jahren werden systematisch dokumentarische Quellen untersucht und archäologischen Funde ausgewertet. Welcher Bürgermeister ist nicht stolz, wenn die Ursprünge seiner Stadt bis in graue Vorzeit reichen und ihr Name in einem historischen Dokument erwähnt wird? Dass dabei auch dieses oder jenes Schriftstück gefälscht wurde – und noch wird – ist hinreichend bekannt.

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15. November 2010                     Kategorie(n): Frühmittelalter

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Karl als konturenloser Krieger

Karl der Große im ZDF

Die zweite Staffel der erfolgreichen Sendereihe Die Deutschen beginnt mit einem guten Bekannten: Karl der Große und die Sachsen. Prof. Dr. Guido Knopp persönlich weist darauf hin, dass es ihm 20 Jahre nach der Wiedervereinigung um Ankerpunkte in der deutschen Geschichte gehe, die mit größtmöglicher Authentizität ins Bild gesetzt worden seien.

De facto ist es die übliche Docu-soap geworden, mittlerweile auch Histotainment genannt: Grimmige Franken überfallen wehrlose Sachsendörfer, also viel Wald, viele Kettenhemden, drei brennende Hütten; die Sachsen sprechen altsächsisch, die Franken hochdeutsch. Widukind schwört Rache und lässt sich schließlich doch taufen, worauf Karl die Aachener Pfalz baut und in Rom gekrönt wird, während die Sachsenkriege weitergehen.

Dieser Karl tritt nicht als Überkaiser auf, sondern als Ersatzmann seiner selbst, mittelgroß und unscheinbar, Barttracht und fehlende Mimik wie bei Chuck Norris; er gibt lediglich von sich, dass er die Sachsen massakrieren muss, weil sie wortbrüchig seien, und dass auf einem Pergamentblatt alles übersichtlich sein müsse.
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Herz_aus_Stahl : 16. November : Heute war auch klasse, Friederich II. und seine Ritter mit Schwert AUF DEM RÜCKEN! Gott ist das schlecht! Weiter ...
Gerhard Anwander : 19. November : Nun hat Prof. Guido Knopp also karlsmäßig im ZDF zugeschlagen. Wie hi schon treffend bemerkte, eine sehr naturnahe Sendung (wie… Weiter ...

14. November 2010                     Kategorie(n): Frühmittelalter, Mittelalterdebatte

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Streit zwischen Kölner Archäologen

Sven Schütte und kein Ende

Dem mit seinem 65. Geburtstag aus seinen Ämtern scheidende Prof. Dr. Hansgerd Hellenkemper soll für seine Tätigkeit als Leiter des Römisch-Germanischen Museums in Köln (seit 1980) und der archäologischen Bodenpflege der Stadt (seit 1994) das Bundesverdienstkreuz verliehen werden. Das verbat sich Dr. Sven Schütte als Leiter der Archäologischen Zone, Köln, in einem privaten Schreiben an die nordrhein-westfälische Staatskanzlei. Darin schrieb er u.a.:

„Ich hielte es für einen Skandal, eine solche Person, die aus meiner Sicht mehr Schaden als Nutzen angerichtet hat, hierfür auch noch auszuzeichnen.“ Es habe in Hellenkempers Amtszeit „zahlreiche Skandale um den Ankauf unechter Objekte gegeben“. „Die Standards auf den Grabungen wurden bereits in den 90er Jahren so gesenkt, dass dem wissenschaftlichen Ruf der Stadt Köln ein solcher Schaden zugefügt wurde, dass das Ansehen der Kölner auf Jahre in der Fachwelt ruiniert war und noch ist“ [Hümmeler].

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10. November 2010                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter

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There are only 1330 years between the calendar reforms of Caesar and Gregory XIII

Calendar studies prove that the thesis of the Invented Middle Ages is correct

by Heribert Illig

When the supposition first arose that there might be chronological problems in the early Middle Ages, too, the first cross-check was carried out with the help of the Julian-Gregorian calendar. It almost reached its goal, by a hairs breadth: when dealing with the autumnal equinox and 23rd September, the date on which the equinox falls today, it was found that there is no date for this equinox that has come down to us. This deficiency has now been rectified so that the argument can develop its full effect.
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TURUL : 10. November : Vieleicht 1429? Weiter ...
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15. Oktober 2010                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Johannes Fried widerlegt eigene Memorik und missachtet Prioritäten

Auch Max Kerner beginnt zu fiktionalisieren

von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 2/2010)

Manchmal geschehen Dinge zur Unzeit. Etwa wenn gerade während der Druckzeit eines Zeitensprünge-Heftes alle Welt mit einem sensationellen Statement beglückt wird, das eigentlich längst bekannt ist und einen anderen Urheber hat.

Diesmal war es Prof. Johannes Fried, der sich ohne direkten Widerspruch mit fremden Federn schmücken konnte. Am 15. April vertraute er der Zeit an: „Benedikt gab es nicht.“ Eine angestaubte, 16 Jahre alte Sensationsmeldung! Warum gerade jetzt? Wollte Fried auf seine eigene Existenz als nunmehriger Emeritus aufmerksam machen? Niemand weiß es, denn er selbst bezieht sich auf die Lektüre eines Buches von Francis Clark, das er vor 15 Jahren gelesen habe. Die Lösung hat also sehr lange in ihm gereift; noch in seiner Memorik von 2004 war er sich über Benedikts Wesenheit nicht sicher. Doch zunächst will auf etwas von Fried Verdrängtes hingewiesen sein.
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2. Oktober 2010                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Fehlende Kreuzgänge und Benediktiner – Entwicklung von Bautyp und Orden

von Heribert Illig (überarbeitet aus Zeitensprünge 1/2009)

Kreuzgänge können der Kontemplation und Meditation dienen. Sie können aber auch Schauplatz werden für einen Gelehrtenstreit, bei dem in drei Stufen das Entstehen des Kreuzgangs als architektonisches Grundelement vom 6. übers frühe 9. bis in späte 10. Jh. verjüngt wird. Gleichzeitig und in gleicher Weise rückt der Beginn des Benediktinerordens ins 10. Jh. Als Basis für zwei der drei Stationen dienen die Bücher von Rolf Legler [= L. 1984; 1989; 1995; 2007], der im Rahmen herrschender Lehre die fruchtbarste Kritik an ihr geübt hat.

Während dem ruhesuchenden Europäer seit langem die Kreuzgänge von Klöstern und Kapiteln vertraut sind, hat sich die Forschung diesem ‘Knotenpunkt’ monastischer Kultur lange Zeit nur unzureichend angenommen. Es war Legler, der hier wohl erstmals tragfähigen Boden bereitet hat und zu Einsichten vorgestoßen ist, die bei Gültigkeit der These vom erfundenen Mittelalter zu überraschenden Konsequenzen führen. Die Basis legte der Vielgereiste 1984 mit seiner Dissertation, die 1989 in aktualisierter Form publiziert worden ist. 1995 verband er seine grundlegenden Gedanken mit einem Fototeil, um 2007 eine knappe, aber fundierte Übersicht über Architektur, Symbolik und Gebrauch des Kreuzgangs vorzulegen. Seine Teilnahme am Internationalen Symposium 1999 in Tübingen wie die dortigen Vorträge [bei Klein 2004] belegen, dass sich die übrigen Spezialisten mit seinen Thesen auseinandersetzen und seiner „Fundamentalkritik der bisherigen Forschung durchaus beipflichten” [Jacobsen, 39].

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24. September 2010                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Zeitensprünge

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Wikipedia und die Wahrheit

Erfahrungen mit einem Mammutprojekt

von Heribert Illig

(modifizierte und ergänzte Version des Beitrags aus Zeitensprünge 2/2010)

„Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten in allen Sprachen der Welt. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen. Seit Mai 2001 sind so 1.077.823 Artikel in deutscher Sprache entstanden.“ [wiki / wikipedia]

Die weltweite Autorengemeinschaft erstellt die Artikel kollektiv und unentgeltlich. Mittlerweile gibt es die Wikipedia in den unterschiedlichsten Sprachen, auch in Kunstsprachen wie Esperanto oder in nicht schriftfixierten Sprachen wie „Boarisch“, wobei die Artikel selten einfach übersetzt, sondern im Prinzip jeweils neu erarbeitet werden. So liegen über zehn Millionen Artikel vor, davon drei Millionen auf Englisch und eine Million auf Deutsch. Mehr als 6.700 Autoren arbeiten regelmäßig bei der deutschsprachigen Ausgabe mit.
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admin : 25. September : Passend hierzu an diesem Wochenende: Konferenz: Wikipedia: Ein kritischer Standpunkt Weiter ...
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19. Juni 2010                     Kategorie(n): Frühmittelalter, Mittelalterdebatte

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Schlingernde C14-Datierungen – Es ist Editha

Der 2008 im Magdeburger Dom gefundene Bleisarg enthält tatsächlich die Gebeine von Editha (gest. 946), der Gemahlin Ottos d. Gr. Das wurde in eineinhalb Jahre dauernden Untersuchungen ermittelt. Denn die Strontiumanteile in Zähnen und Knochen erlauben sogar geographische Profile für unterschiedliche Lebensalter. Demnach stammte die Tote tatsächlich aus Südengland; selbst eine längere Klosterverbannung lässt sich geochemisch nachweisen.

„Nur ein Befund passt nicht ganz: Die Knochen sind laut Radiokarbon-Datierung 100 bis 300 Jahre älter. Der Anthropologe Kurt Alt bietet eine ungewöhnliche Erklärung an: ‚Die Abweichung erklärt sich daraus, dass Editha viel Fisch gegessen hat.’ Bewohner von Küstenregionen oder Menschen, die sehr viel Fisch essen, erscheinen bei der Datierung älter, als sie waren.“ [zitiert aus: Filser, Hubert (2010): Es ist Editha; in Süddeutsche Zeitung, vom 18. 6., S. 16]

Jetzt muss sogar “Fischesserei” bemüht werden, um für die herrschende Chronologie ‘ungenießbare’ C14-Datierungen abzuweisen. Der sich seit langem aufdrängende Gedanke, dass diese Methode nicht richtig funktioniert, scheint hartnäckig verdrängt zu werden.

Spiegel Online zitiert den Anthropologen Alt (ein Fund von Richard Oberrauter) zusätzlich mit dem Satz:

„Diese Abweichung ist aber im Vorfeld erwartet worden.“

Der Beliebigkeit ist damit Tür und Tor geöffnet. Ein Sargnagel mehr für die C14-Methode.

TURUL : 24. Juni : Nur ein Befund passt nicht ganz: Die Knochen sind laut Radiokarbon-Datierung 100 bis 300 Jahre älter"… Weiter ...
ao : 24. Juni : 100+300=400:2=200 Also Gebeine von Edita; AD 946 = n. Z. 1136! Der wesentliche Punkt ist, dass… Weiter ...

19. Juni 2010                     Kategorie(n): Fundsachen

eingestellt von: HI

Ägypten und C14

Die Presse, Wien, teilt mit, dass die Forscher in der Zeit von Ägyptens Neuem Reich mit C14 einfach nicht zurechtkommen.
Ein Artikel informiert:

„Radiokarbon-Datierung – u.a. in einem Labor in Wien – verfeinert die Chronologie der drei Reiche. Aber das extra angelegte Archiv hat Tücken.“

Die Tücken stammen von C14. Denn laut C14-Proben aus Pharaonengräbern beginnt das Neue Reich frühestens -1570. Der Ausbruch von Thera/Santorin muss nach anderen C14-Proben vor -1600 stattgefunden haben. Aber die Ägyptologen beharren darauf, dass er ins Neue Reich fällt. Der Widerspruch ist seit mindestens zehn Jahren bekannt, aber bislang unauflösbar.

Quelle: Langenbach, Jürgen (2010): Wann lebte welcher Pharao?, in Die Presse.com Wissenschaft, vom 17. 6. 2010

23. April 2010                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

eingestellt von: ao

The Christian Era Is Too Long

by Heribert Illig

[This is an English translation from April 1991 by Birgit Liesching of the first article on the medieval phantom time published in Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart 1/1991, also available in German on this website.]

The quintessence of this article is as simple as it is far-reaching:

Between the time of Caesar and Modern Times, our chronology carries about 350 years too many.

This discovery results from a simple calculation and the vain attempts of earlier scholars to change their wrong result to a right one. The Gregorian Calendar continues the Julian; our calendar1, therefore, links Antiquity and Modern Times, it includes the Roman Imperial Era as well as the entire Middle Ages. If the new calendar has been erroneously grafted on to the old one, then all dates and synchronisms between the time of Caesar and the Early Renaissance will have to be reviewed.
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emma : 25. April : Wie bekannt ist die Fantomzeitthese eigentlich im nicht deutschsprachigen Raum? Wie bekannt ist Illig? Wurde noch mehr von und zu… Weiter ...
ao : 25. April : Es gibt ein paar wenige englischsprachige uns bekannte Texte, die wir unter Welcome aboard verlinkt haben. Ansonsten ist ziemliche Sendepause,… Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Welcome Aboard! : 18. September : [...] Heribert Illig (1991): The Christian era is too long [...] Weiter ...

17. März 2010                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter, Mittelalterdebatte

eingestellt von: jb

“… ganz so, als hätte er nie existiert!”

Über weiße Hörner, Elefanten und einen verräterischen Satz des Karlsbiographen Einhard

Die Diskussion über Illigs These im Forum für Grenzwissenschaften zieht, nachdem sich kürzlich zwei Befürworter und ein Gegner neu zu Wort gemeldet haben, immer weitere Kreise. Hatten wir anfangs das aus solchen Debatten bekannte Bild eines einzigen Verteidigers gegen viele Angreifer, ist das Verhältnis inzwischen in etwa ausgeglichen. Die Diskussion schwappt gelegentlich sogar zu uns herüber (siehe den Thread Überlieferungszufall?). Wir sind jetzt schon bei knapp 500 Beiträgen, und ein Ende ist nicht abzusehen. Angesichts des mehrjährigen weitgehenden Schweigens in den Internetforen (von unserem eigenen natürlich abgesehen) ist das eine kleine Sensation.

Zur Erinnerung: Die öffentliche Debatte über die FZT im Usenet fand 2006 ein jähes Ende, als Günter Lelarge schwer erkrankte. Ohne Günters Dauereinsatz war an eine Fortsetzung der Diskussion gegen eine mit allen erlaubten und vor allem unerlaubten Mitteln kämpfende, zahlenmäßig hoch überlegene Gegnerschaft nicht zu denken. Hans-Erdmann Korth, Heribert Illig, Andreas Otte und ich beschlossen damals die Einrichtung einer eigenen Homepage mit regelmäßigen Veröffentlichungen, in der Erwartung, dass diese Arbeit langfristig mehr Früchte abwerfen würde. Die gegenwärtige Diskussion könnte mit ein Ergebnis dieser Öffentlichkeitsarbeit sein.

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Glasreiniger : 23. März : "Wir sind jetzt schon bei knapp 500 Beiträgen, und ein Ende ist nicht abzusehen... Die gegenwärtige Diskussion könnte mit… Weiter ...
jb : 24. März : Abwarten ... Aber selbst wenn die Diskussion jetzt auf der Stelle abgebrochen würde, wäre sie schon spannender und ertragreicher gewesen… Weiter ...
Herz_aus_Stahl : 24. März : Ich hab da noch das eine oder andere gefunden.... Weiter ...

11. März 2010                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter, Mittelalterdebatte, Sonstiges

eingestellt von: jb

Die Phantomzeitthese (nicht) bei Barbarossa (update)

Die folgende Ankündigung hat sich inzwischen erübrigt. Aus unbekanntem Grund (wir wollen hier nicht spekulieren) hat der mdr sein Programm geändert. Das Geschichtsmagazin Barbarossa befasst sich am Dienstag nicht mit Illigs Mittelalterthese. Es kommt jetzt, wie es aussieht, Kohl statt Karl: http://www.mdr.de/barbarossa/. Falls Karl in einer späteren Folge doch noch dabei sein wird, werden wir das unsere Leser rechtzeitig wissen lassen.

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Das mdr-Geschichtsmagazin Barbarossa befasst sich mit dem erfundenen Mittelalter

Immer noch mit Vergangenheitsform im fragwürdigen Wikipedia-Artikel über Illig:

“Seine Thesen zur Chronologiekritik erhielten vornehmlich in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie der Tagespresse mediale Aufmerksamkeit …”

Dabei können wir uns auch in der Gegenwart über mediale Aufmerksamkeit nicht beklagen, wie etwa hier und hier nachzulesen. Am Dienstag, dem 16. März, sind wir wieder dabei: Im von Günter Schoß moderierten mdr-Geschichtsmagazin Barbarossa geht es ab 21.15 Uhr um die Mittelalterthese. [Quelle: Gong – Heft 10 (13.03. – 19.03.10)]

Ob in der Sendung zur Sprache kommt, dass ausgerechnet die Zeit Barbarossas die in der Heiligsprechung des Frankenkaisers kulminierende Hochzeit der Karlsfälschungen war? Wir werden sehen …

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10. März 2010                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter, Mittelalterdebatte

eingestellt von: HI

Islamische Jahrhunderte im Dunkeln

Aufgeschnappt bei Karl-Heinz Ohlig:

„Die ersten beiden ‚islamischen’ Jahrhunderte liegen im Dunkel der Geschichte, und es bleibt unerklärlich, wieso die Bildung islamischer Großreiche keine Zeugnisse hinterlassen haben soll, noch nicht einmal bei den Gegnern der Araber, den viel schreibenden Byzantinern, oder bei Juden und Christen unter angeblich islamischer Herrschaft.“

(Ohlig, Karl-Heinz / Puin, Gerd-R. (2005): Die dunklen Anfänge; Berlin, S. 9)

TURUL : 11. März : DE ADMINISTRANDO IMPERIO (Wien 1995) 14. Über die Genealogie Muchumets 15. Über das Geschlecht… Weiter ...

1. März 2010                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter, Mittelalterdebatte

eingestellt von: jb

Grenzwissenschaftlich (update)

Eine Diskussion, die nicht mehr abreißt

Die im Artikel Grenzwissenschaftlich erwähnte Diskussion läuft erstaunlicherweise immer noch und hat sogar an Intensität stark zugenommen. Gerade eben ist sie – bei zehn Beiträgen pro Seite – auf Seite 27 (!) angelangt. Zur Zeit erscheinen mehrere Beiträge pro Tag. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich am 20. Februar als neuer Gegner der FZT Altfrid II. und am 25. Februar die beiden Befürworter Le Tombeau und Chronometer im dortigen Forum haben registrieren lassen. Die neu Registrierten sind vermutlich durch unseren Hinweis aufmerksam geworden.

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Glasreiniger : 2. März : “Warum sind die Chronologiekritiker eigentlich so scharf darauf, von der Wissenschaft anerkannt zu werden?” fragt Altfrid II., in dessen Rechtschreibfehlern… Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » “… ganz so, als hätte er nie existiert!” : 17. März : [...] ergänzen sind zwei Korrekturen zum vorigen Beitrag über die Grenzwissenschaftler: Erstens hatte ich Acolina irrtümlicherweise als [...] Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Neues aus dem Forum für Grenzwissenschaften : 18. März : [...] hingewiesen, siehe insbesondere die Beiträge “… ganz so, als hätte er nie existiert!” sowie Grenzwissenschaftlich (update) mit der Entdeckung… Weiter ...

1. Februar 2010                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

eingestellt von: ao

Hat das dunkle Mittelalter nie existiert?

von Heribert Illig und Hans-Ulrich Niemitz

[Redaktionelle Notiz: Es handelt sich hierbei um den zweiten Beitrag zur mittelalterlichen Phantomzeit aus Zeitensprünge 1/1991. Gemeinsam mit zwei weiteren Beiträgen aus dem gleichen Heft markiert er den Beginn der Beschäftigung mit dem Mittelalter aus chronologischer Sicht in den Zeitensprüngen.]

Das Mittelalter gilt nicht deshalb als dunkel, weil es eine finstere, unmenschliche, grausame Zeit gewesen wäre, sondern weil die Quellen es so schlecht erhellen. Das gilt insbesondere für das frühe Mittelalter, in viel geringerem Ausmaß für das späte Mittelalter.

Die beiden Autoren näherten sich dem Problem von verschiedenen Seiten. Dementsprechend können sie auch auf ganz verschiedene Quellen verweisen, die für jahrhundertelange Leerstellen im Mittelalter sprechen. Nachdem der komplexen Thematik nicht auf Anhieb Rechnung getragen werden kann, werden in einem ersten Anlauf nur knapp die ersten Befunde aufgelistet.
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Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart 1991/01 : 1. Februar : [...] Illig, H. und Niemitz, H.-U.: Hat das dunkle Mittelalter nie existiert? [...] Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Doppelter Gregor – fiktiver Benedikt : 27. April : [...] Hat Karl der Große je gelebt?; Gräfelfing Illig, Heribert / Niemitz, Hans-Ulrich (1991): “Hat das dunkle Mittelalter nie existiert?“;… Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Byzantinistik und Phantomzeit : 4. April : [...] Heribert / Niemitz, Hans-Ulrich (1991): “Hat das dunkle Mittelalter nie existiert?“; in Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart 3 (1) [...] Weiter ...

7. Januar 2010                     Kategorie(n): Fantomzeit, Mittelalterdebatte

eingestellt von: jb

Heribert Illig auf dctp.tv

Hatten wir kürzlich Anlass, SPIEGEL-Online wegen eines misslungenen Velikovsky-Beitrags zu kritisieren, ist diesmal Lob fällig für den Hinweis auf ein Interview mit Heribert Illig, das ihn ausnahmsweise mal ohne abfällige Anspielungen oder Kommentare zu Wort kommen lässt: http://www.dctp.tv/#/sprache-schliesst-den-himmel-auf/karl-der-grosse-fehlanzeige. Es handelt sich um den Ausschnitt aus einem der alten Kluge-Interviews, die Mitte der ’90-er Jahre entstanden sind.

Das jetzige Video ist Teil einer kurzen Serie über das lateinische Mittelalter mit dem Titel Die Sprache schließt den Himmel auf. Sie wurde am 29. Dezember von dctp.tv (das Web-Format von dctp) ins Netz gestellt.

Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Die Phantomzeitthese (nicht) bei Barbarossa (update) : 14. März : [...] wir uns auch in der Gegenwart über mediale Aufmerksamkeit nicht beklagen, wie etwa hier und hier nachzulesen. Am Dienstag,… Weiter ...

4. Januar 2010                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Frühmittelalter, Zeitensprünge

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Die christliche Zeitrechnung ist zu lang

von Heribert Illig

[Redaktionelle Notiz: Es handelt sich hierbei um den ersten Beitrag zur mittelalterlichen Phantomzeit aus Zeitensprünge 1/1991. Gemeinsam mit zwei weiteren Beiträgen aus dem gleichen Heft markiert er den Beginn der Beschäftigung mit dem Mittelalter aus chronologischer Sicht in den Zeitensprüngen.]

Die Quintessenz dieses Artikels ist ebenso einfach wie weitreichend:

Zwischen Caesar und der Neuzeit werden rund 350 Jahre zuviel in unserer Chronologie geführt.

Diese Erkenntnis ergibt sich aus einer einfachen Rechnung und aus den vergeblichen Versuchen der Vorgänger, ihr falsches Resultat in ein richtiges zu verwandeln. Der Gregorianische Kalender setzt den Julianischen fort; unsere kalendarische Leitschiene1 verbindet also Antike und Neuzeit und überbrückt römische Kaiserzeit ebenso wie das gesamte Mittelalter. Wenn der neue Kalender fehlerhaft auf den alten aufgepfropft worden ist, dann müssen sämtliche Datierungen und Synchronismen zwischen Caesar und der Frührenaissance einer Prüfung unterzogen werden.
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haj : 5. Januar : Das ist eine gute Gelegenheit, um mein eigentliches Anliegen noch mal anders formulieren: Die Fantomzeitthese geht davon… Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart 1991/01 : 20. Januar : [...] Illig, H.: Die christliche Zeitrechnung ist zu lang [...] Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Zwischen den Kalenderreformen von Cäsar und Gregor XIII. liegen nur 1.330 Jahre : 11. September : [...] Heribert (1991a): Die christliche Zeitrechnung ist zu lang; in Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart 3 (1) [...] Weiter ...

21. November 2009                     Kategorie(n): Fantomzeit, Mittelalterdebatte

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300 Jahre mehr oder weniger: Ein Gedankenexperiment zum frühen Mittelalter

von Gunnar Heinsohn

Eine Antwort auf “Wie man Karl den Großen aus der Geschichte tilgt” (Die Welt 16.11.2009)

I.

Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Lucas Wiegelmann!

Der von uns allen gelernte Zeitrahmen für die Geschichte der Menschheit ist das härteste Dogma der Geisteswissenschaften. Man kann über fast alles innerhalb der Geschichte kontrovers diskutieren, aber die Platzierung der Ereignisse auf der Zeitskala gilt als unumstößlich. Die Chronologie ist heilig.

Jeder Gebildete versteht sich als Kenner der Chronologie. Die besten Köpfe zeichnen sich dadurch aus, dass sie die wichtigsten Daten der Geschichte auswendig hersagen können – und das bereits seit der Schulzeit. Wer die Jahreszahlen nicht im Kopf hat, kennt zumindest renommierte Geschichtswerke, in denen er sie schnell und – so glaubt er – zuverlässig nachschlagen kann.
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haj : 26. November : Lieber Prof. Heinsohn! Vielleicht melden sich ja die Platzhirsche aus den Studierstuben und versuchen den… Weiter ...
haj : 2. Dezember : Bevor sich hier die Freunde der Phantomzeitthese äußern, sei mir noch diese Erinnerung gestattet: Ich selbst hatte… Weiter ...
jb : 4. Dezember : haj: Die Vertreter der Phantomzeitthese sind seit Jahren unbeweglich auf ihrer Position stehen geblieben und haben peinlichst den sachlichen Diskurs… Weiter ...

16. November 2009                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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Höhen und Tiefen der Archäoastronomie – Maya-Kalender und Astrolabien

von Heribert Illig (aus Zeitensprünge 1/2004)

Eine Revolution im Maya-Kalender

Wie mir dankenswerterweise Karl-Heinz Lewin, Haar, mitteilte, gibt es erstaunliche Neuigkeiten beim für seine Genauigkeit gerühmten Kalender der Maya. Andreas Fuls [2004, passim] hat Forschungen, die er zusammen mit Brian Wells in den letzten Jahren betrieben hat, in Spektrum der Wissenschaft vorgestellt.

Seit 1927 ist man davon ausgegangen, dass der Startpunkt der ‘Langen Zählung’ des Maya-Kalenders auf dem 8. 9. -3114 gelegen hat – so die Synchronisation mit dem christlichen Kalender. Sie ist aus verschiedenen Komponenten ermittelt worden: aus Sonnenjahren, synodischen Umlaufzeiten der Venus, einschlägigen Korrekturwerten, überlieferten Finsternissen und Frühlingspunktangaben. Gerade wegen der verschiedenen astronomischen Werte wollte keine einheitliche Linie gelingen, so etwa wenn Nancy Owen eine Synchronisation anhand einer Serie von Sonnenfinsternissen versuchte, aber nicht den notwendigen Neumond, sondern den Vollmond traf. Mittlerweile gibt es sechs Korrelationen zur christlichen Zeitrechnung, die auf schriftlichen Quellen (leider vorwiegend spanischen) und mindestens 18 weitere mit astronomischer Begründung.
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TURUL : 17. November : http://web.uni-frankfurt.de/fb13/ign/instrument-catalogue-TOC.html Weiter ...
TURUL : 18. November : http://www.astrolabe.ch/index.aspx?page=5&article=9&language=de-DE Weiter ...
ao : 21. November : Das Thema um das angebliche Ende des Maya-Kalenders ist derzeit durch den Roland Emmerich Film "2012" in aller Munde. Zu… Weiter ...

20. Oktober 2009                     Kategorie(n): Fundsachen

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Heribert Illig: Geschichte, Mythen, Katastrophen

Geschichte, Mythen, Katastrophen

Über Velikovsky hinaus

von Heribert Illig

Geschichte, Mythen, Katastrophen Verdreifachte Völker, überdehnte Zeiträume, zerrissene Kulturbezüge – vor der Zeitenwende herrscht Chaos in Geschichte und Vorgeschichte. Chaos und Verwirrung herrschen auch in Astronomie, Biologie, Geologie und Physik. Dieses Buch informiert 30 Jahre nach Velikovskys Tod darüber, wo das Chaos zwangsläufig ist und wo es bereinigt werden kann, wie bei den antiken Hochkulturen und beim Übergang von Alt- zu Jungsteinzeit.

Dr. Heribert Illig, geb. 1947, publiziert seit 25 Jahren über chronologiekritische und verwandte Themen (Das Erfundene Mittelalter). Hier zieht er ein Resümee aus seinen Forschungen und aus den Arbeiten, die im Mantis-Verlag erschienen sind

360 Seiten, 62 Abb., Paperback
Mantis-Verlag
ISBN 978-928852-38-8
Preis: 22,90 Euro

Anlässlich des 30. Todestages von Immanuel Velikovsky (gest. 17.11.1979) wird hier der aktuelle Kenntnisstand der Untersuchungen der “deutschen Fraktion” der “Post-Velikovskyaner” zu den von Velikovsky vorgestellten Thesen dargestellt. So sehr sich Velikovsky im Detail auch geirrt haben mag, so treffsicher war die von ihm grundsätzlich angeregte Infragestellung der Chronologie und damit verbunden seine Kritik an zahlreichen weiteren Forschungsgebieten, z.B. Biologie, Geologie, Astronomie, Physik und Psychologie. Das Buch bietet auf 360 Seiten einen Parforceritt durch Chronologisches und Katastrophisches, wobei auch die anderen oben genannten Gebiete nicht zu kurz kommen.

Dieser Titel hat einen weitgehend unbekannten Vorläufer von 1992: “Chronologie und Katastrophismus. Vom ersten Menschen bis zum Asteroideneinschlag” mit 265 Seiten, das erste Buchprojekt des Mantis-Verlags. Siebzehn Jahre später zeigt sich, dass diese Zusammenfassung von ihrer Struktur her immer noch brauchbar ist. Die seitdem erarbeiteten vielfältigen Details können in einem derartigen Kondensat nicht alle vorgestellt werden. Der Titel dient daher auch als Wegweiser zur chronologischen Kritik in Verbindung mit katastrophischen Ereignissen in historischen wie in prähistorischen Zeiten.

Eine Zusammenfassung der bisherigen Diskussion über die Phantomzeit im Mittelalter wird Inhalt eines weiteren Buches sein.

11. Oktober 2009                     Kategorie(n): Artikel aus den ZS, Fantomzeit, Zeitensprünge

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„Eine einzige Spatelknopfnadel…“

Die Lücke in der Regensburger Siedlungsarchäologie

von Gerhard Anwander und Heribert Illig (aus Zeitensprünge 2/2000)

Als vorgeschobener Außenposten des Römerreichs, als Herzogssitz der bajuwarischen Agilolfinger, als bevorzugte Residenz des Ostfränkischen Reichs (unter Ludwig dem Deutschen), als Pfalzort von Kaisern, Königen und Bischöfen, ab dem 10. Jh. als Hauptstadt des Herzogtums Bayern und ab dem 13. Jh. als freie Reichsstadt ist Regensburg neben Köln dafür prädestiniert, durchgehend Zeugnis abzulegen von all diesen Zeiten. In diesem Bulletin (S. 283) wird die Einschätzung von PD Amalie Fößel – vorgetragen auf dem letzten Symposium der Mediävisten – von siedlungsarchäologischen Untersuchungen und der Tragfähigkeit der Phantomzeitthese behandelt. Regensburg kann als guter Prüfstein dafür dienen, ob „die Vielzahl von Funden aus ganz unterschiedlichen Bereichen menschlichen Lebens und Arbeitens“ das „Hypothesenkonstrukt ganz schnell zum Einsturz bringen“ vermag [Fößel 69].
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haj : 28. Oktober : Das ist alles ganz schön, aber 9 Jahre später könnte man doch schon mal genauer gucken, ob nicht die Merowinger-,… Weiter ...
jb : 28. Oktober : Tun sie das denn? Merowinger waren wohl kaum längere Zeit in Regensburg, werden dort also auch nichts hinterlassen haben. Und… Weiter ...
haj : 7. Dezember : Es geht nicht um "Merowinger", sondern um die Zeit zwischen Ende der Römerzeit und - sagen wir - 16. Jahrhundert.… Weiter ...

14. März 2009                     Kategorie(n): Fantomzeit, Frühmittelalter

eingestellt von: HI

Im Innern des karolingischen Waldes

Ein kleiner Fund von Franz Siepe aus Die Zeit der Kathedralen des 1996 verstorbenen französischen Historikers Georges Duby (Frankfurt/Main 1980, S. 189):

„Im Innern des karolingischen Waldes waren die Städte nach und nach verschwunden. Mit der Urbarmachung kamen sie wieder zum Vorschein.“

Verblüffend, welche Vorstellung selbst ein Vertreter der sonst so kritischen Annales-Schule vom frühmittelalterlichen Schicksal römischer Städte hat.

8. März 2009                     Kategorie(n): Fantomzeit, Mittelalterdebatte

eingestellt von: jb

Heribert Illig auf Orange 94.0

Der kürzlich erschienene Beitrag über Wikipedia bemängelte die unseriöse Berichterstattung und Verdrängungspolitik des Online-Lexikons uns gegenüber. So heißt es im Eintrag über Heribert Illig: “Seine Thesen zur Chronologiekritik erhielten vornehmlich in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie der Tagespresse mediale Aufmerksamkeit …”

Der Wiener Rundfunksender Orange 94.0 liefert gerade den Beweis des Gegenteils: Offenbar erhalten wir durchaus weiterhin “mediale Aufmerksamkeit”, und zwar eben nicht in irgendwelchen “populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen” oder in der “Tagespresse”. Am Donnerstag, dem 12.03.2009, wird von 17.30 – 18.00 Uhr die erste von drei Folgen ausgestrahlt, in der Heribert Illig über die Fantomzeitthese spricht. Die Teile 2 und 3 folgen im Abstand von einer Woche. Mehr Infos sowie auch die archivierten Gespräche finden sich hier: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

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Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Die Phantomzeitthese (nicht) bei Barbarossa (update) : 14. März : [...] können wir uns auch in der Gegenwart über mediale Aufmerksamkeit nicht beklagen, wie etwa hier und hier nachzulesen. Am… Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Medieninteresse : 15. Mai : [...] März 2009 wurde die These z.B. ausführlich auf Radio Orange vorgestellt. Im November 2009 war die Welt um ein … Weiter ...

1. März 2009                     Kategorie(n): Mittelalterdebatte, Sonstiges

eingestellt von: jb

de.wikipedia.org: Heribert Illig

Auch der Eintrag über Heribert Illig entspricht nicht den Wikipedia-Standards

Dass die Berichterstattung der Wikipedia über uns nicht zu den Glanzleistungen des eigentlich umfassend informieren wollenden Online-Lexikons gehört, mussten wir auf diesen Seiten schon einmal feststellen. Damals ging es um den Artikel Erfundenes Mittelalter, der einen plötzlichen Qualitätsabsturz erlebte, von dem er sich bis heute nicht erholt hat.

Ein wenig, aber nicht viel besser, ist der Beitrag über Heribert Illig [Abfrage vom 28.02.09].

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Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Heribert Illig auf Orange 94.0 : 8. März : [...] oder Leere im frühen Mittelalter? Vorheriger/Nächster Beitrag « de.wikipedia.org: Heribert Illig | Home… Weiter ...
Fantomzeit – Dunkelheit oder Leere im frühen Mittelalter? » Die Phantomzeitthese bei Barbarossa : 11. März : [...] noch mit Vergangenheitsform im fragwürdigen Wikipedia-Artikel über Illig: “Seine Thesen zur Chronologiekritik erhielten vornehmlich in populärwissenschaftlichen [...] Weiter ...
"Erstaunlicherweise hat bislang keine Grabung oder Baustellenbeobachtung innerhalb und außerhalb der Altstadt von Aachen eindeutig Siedlungsreste karolingischer Zeit erfasst, obwohl die Überlieferung auf die Anwesenheit von Kaufleuten und zahlreichen Anwohnern sowie auf die Existenz durchaus anspruchsvoller Adelshöfen schließen lässt von deren Gebäuden und Sachkultur einiges im Boden zu finden sein müsste."
[Prof. Untermann im Band III des Katalogs zur Paderborner Karolingerausstellung von 1999]